In England geht ein Interview mit Marco Rose viral. Hat sich der deutsche Bournemouth-Trainer etwas im Ton vergriffen?
„Hat er das wirklich im TV gesagt???“Deutscher Trainer lässt Premier-League-Fans ausrasten

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Marco Rose ist seit diesem Sommer auf der Insel tätig.

Mit seinen Englischkenntnissen muss sich Marco Rose eigentlich nicht verstecken. Der ehemalige Bundesliga-Coach ist seit diesem Sommer Trainer von Premier-League-Klub AFC Bournemouth und kommt auch in Interviews in der Regel gut zurecht.
Nach dem 2:2 seines Teams bei Newcastle United kam Rose dann aber doch ins Schwimmen. Man müsse den Finger in die Wunde legen, wollte der gebürtige Leipziger erklären – und entschied sich dazu, das deutsche Sprichwort eins zu eins zu übersetzen. Das englische Wort für Wunde fiel ihm in diesem Moment aber nicht ein und so sagte er: „We have to put, in Germany we say, the finger in the ... Wunde.“
Fans wollen T-Shirts mit Rose-Spruch
Damit konnte die englische Reporterin wenig anfangen. „Den Finger am Puls haben? Meinen Sie das?“, fragte sie den deutschen Coach. „Ja, vielleicht. Sowas in der Art“, antwortete Rose unsicher.
Ein Video des Interviews ging anschließend sogar viral. Denn die automatische Untertitelungsfunktion von TikTok machte aus Roses Aussage Folgendes: „We have to put the finger in the bunda.“ Der eigentlich aus Brasilien stammende Begriff „bunda“ hat seinen Weg mittlerweile auch in die englische Jugendsprache gefunden und bezeichnet einen wohlgeformten, weiblichen Hintern.
„Hat der Bournemouth-Trainer gerade wirklich im Live-TV gesagt: ‚Wir müssen den Finger in den bunda stecken‘???“, fragte ein schottischer User auf X und stellte anschließend das entsprechende Video dazu: „Ich wünschte, ich würde lügen.“
Schnell waren ein paar deutschsprachige User zur Stelle, um über das vermeintliche Missverständnis aufzuklären. Ganz so ernst waren die Posts aber wohl ohnehin nicht gemeint.
Die Premier-League-Fans amüsierten sich jedenfalls köstlich. „Das ist mein verdammter Manager“, schrieb ein stolzer Bournemouth-Anhänger. „Macht ein Banner, T-Shirts, alles! Ich meine das ernst“, forderte ein anderer.
Auf dem Platz haben Rose und Bournemouth noch Steigerungspotenzial. Nach drei Spieltagen wartet der Tabellen-Sechste der Vorsaison noch auf den ersten Sieg, stehen bislang mit zwei Pünktchen da.
Im deutschen Trainer-Duell gegen Matthias Jaissle hatten Roses „Cherries“ nach einem Treffer von James Tavernier (9.) und einem Eigentor des deutschen Nationalspielers Malick Thiaw (35.) bereits mit 2:0 geführt, brachten den Vorsprung aber nicht nach Hause. Harvey Barnes (37.) brachte die Gastgeber früh zurück ins Spiel, Jacob Ramsey (88.) gelang kurz vor Schluss der Ausgleich für Newcastle.
