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Der Löwe ist wegFrüherer Bundesliga-Klub darf Logo nicht mehr verwenden

Florian Niederlechner im 1860-Trikot.

Copyright: IMAGO/Lackovic

Hier trägt Florian Niederlechner noch das Löwen-Logo auf dem Trikot.

Es ist womöglich eines der bekanntesten Logos der älteren Bundesliga-Geschichte. Doch nun darf 1860 München vorerst nicht mehr mit dem Löwen auf der Brust auflaufen.

Die Löwen verlieren den Löwen: Fußball-Regionalligist 1860 München hat im Streit mit seinem früheren Investor Hasan Ismaik sein Logo geändert und läuft zukünftig offenbar mit einem elliptischen Vereinswappen ohne das Vereinstier auf.

Das neue Wappen ist auch ein altes:  Die Münchner trugen es zuletzt 1911 auf dem Trikot. Das Logo enthält die Buchstaben F und A, was für die Fußballabteilung (FA) des Turn- und Sportvereines steht.

Warum hat 1860 München ein neues Logo?

Hintergrund ist ein Rechtsstreit mit Ismaik, dessen langjähriger Kooperationsvertrag mit 1860 Anfang Juni einseitig von den Münchnern aufgelöst worden war. Weil der Jordanier mit seiner TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA Limited weiterhin über die Rechte an dem bisherigen achteckigen Logo mit dem Löwen über der Jahreszahl 1860 verfügt, ist der Verein kreativ geworden. Der Wechselwunsch zum historischen Wappen wurde bereits beim Bayerischen Fußball-Verband hinterlegt.

Das neue alte Logo ist bei den Löwen Teil einer großen Umstrukturierung. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung Ende Juni hatte der Verein die Gründung einer eigenen GmbH beschlossen, um Profi-Fußball zu gewährleisten, was bisher vor allem durch das Investorengeld über die Firma Ismaiks möglich war.

Zuvor hatte 1860 einen Zwangsabstieg aus der 3. Liga verkraften müssen. Bis Anfang Juni hatten die Verantwortlichen ein Defizit von 2,7 Millionen Euro aufbringen müssen, was bis zu der vorgegebenen Frist nicht gelang.

Zwischenzeitlich war der Verein auf bestem Weg, in die kommende Saison in der Regionalliga nicht nur mit verändertem Logo, sondern auch ohne Trikotsponsor zu gehen, ehe mit einem Münchner Mode-Unternehmen ein Sponsor gefunden wurde. Unter der Kampagne „Football for the People“ hatten die Fans der Löwen zuvor versucht, durch ausreichende Spenden in Höhe von 250.000 Euro als Trikotsponsor zu fungieren.

Mit mittlerweile knapp 330.000 Euro konnte das vorgegebene Ziel zwar erreicht werden, aus dem Sponsoring wird nun offenbar aber doch nichts. Im Raum steht nun, dass die Summe an den Verein gespendet wird.

Niederlechner bleibt bei 1860 München

Trotz all der Schwierigkeiten gab es am Freitag auch eine gute Nachricht: Der frühere Bundesliga-Profi Florian Niederlechner bleibt dem Verein erhalten. Der 35 Jahre alte Angreifer unterschrieb bei der neuen Spielbetriebs-GmbH von 1860 bis Sommer 2027. 

„Schon bei meiner letzten Verlängerung habe ich gesagt, dass meine Zeit noch nicht vorbei ist, und dass ich noch ein paar Tore für die Löwen schießen muss“, sagte Niederlechner. Dass der Klub künftig in der Regionalliga spielt, sei „natürlich zuerst schwer zu verdauen gewesen. Aber ich gehe den Weg mit und werde alles daransetzen, die Fans wieder glücklich zu machen.“

Niederlechner absolvierte 197 Bundesliga-Spiele (45 Tore) für Augsburg, Mainz und Freiburg. 2025 war er von Zweitligist Hertha BSC nach München zurückgekehrt und soll nun beim Neustart eine Führungsrolle einnehmen. „Ein Spieler mit diesem Können, diesem Torriecher und dieser Erfahrung ist für uns Gold wert“, betonte Geschäftsführer Thomas Probst. (sid)

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