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Dem FC zu teuerKehrtwende nach Transfer-Video

Aktualisiert:

Wechsel fix und verkündet – und in einem Video zum Transfer direkt für Frust bei vielen Fans gesorgt. Da kann sich jemand offenbar nicht entscheiden.

Einen ruhigen Transfer-Sommer gab es für Derrick Köhn (26) zuletzt eigentlich nie. In den vergangenen beiden Jahren wechselte der gebürtige Hamburger jeweils den Verein – nach längerem Hin und Her, im Sommer davor hielten sich Transfer-Gerüchte hartnäckig.

Zuletzt war klar: Galatasaray forciert einen Abgang des Flügelspielers, stieß aber mit der Fünf-Millionen-Forderung auf Unverständnis. Diese schreckte letztlich auch die Klubs, die über Wochen als Haupt-Interessenten galten, der 1. FC Köln und Werder Bremen, ab.

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Nun schlägt Köhn etwas überraschend bei Union Berlin auf und spielt künftig unter Steffen Baumgart (53). Für den 26-Jährigen ist es die zweite Bundesliga-Station, in der Vorsaison spielte er auf Leihbasis in Bremen.

Dieser Schritt war schon ein durchaus pikanter, da Köhn in Hamburg geboren wurde – und einst über Jahre im HSV-Nachwuchs kickte. Der Linksverteidiger hielt sich im Vorjahr auch nicht dabei zurück, das zum Thema zu machen.

Im Rahmen der offiziellen Transfer-Verkündung postete Werder ein Video, in dem Köhn – in Bezug auf seine HSV-Vergangenheit – „Endlich auf der richtigen Seite“ sagt.

Darauf folgte eine durchwachsene Spielzeit im Werder-Trikot und der Abschied von der Weser. Nun der neue Anlauf bei Union Berlin – allerdings gab es ein Jahr nach der Stichelei gegen den HSV nun wiederum eine Spitze gegen Werder.

Da scheint sich Köhn nicht ganz entscheiden zu können – jetzt also die Kehrtwende und Köhn mimt den Hamburger. Auf die Frage Werder oder HSV in einem Fragenhagel des Union-Medienteams kommt ein „HSV“ wie aus der Pistole geschossen.

Ein Zusammenschnitt der beiden Videos nach der dies- und letztjährigen Transfer-Verkündung wurde von einem Bremen-Fan auf X (ehemals Twitter) hochgeladen.

Der Fan-Frust ist, das ist in den Kommentaren zu lesen, riesig. Bei der Rivalität zwischen Werder und dem HSV, die nun erstmals seit 2017/18 wieder erstklassig ausgetragen wird, überrascht das nicht. Dass Köhn bei diesem angespannten Verhältnis mittendrin ist, verfolgt ihn nun wieder – und das, obwohl er mittlerweile in Berlin unter Vertrag steht.

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