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Abschied endgültigCristiano Ronaldo macht Rücktritt offiziell

Cristiano Ronaldo zieht einen Schlussstrich unter seine Rekordkarriere in der portugiesischen Nationalmannschaft.

Fußball-Weltstar Cristiano Ronaldo hat seine Karriere im portugiesischen Nationalteam mit einem emotionalen Video beendet. Gut einen Monat nach dem Eklat um seine Abreise aus dem Camp der Nationalmannschaft gab der 41 Jahre alte Stürmer seinen endgültigen Abschied bekannt.

„An die Menschen Portugals: Der Tag ist für mich gekommen, das Trikot unseres Nationalteams mit der Nummer 7 zurückzugeben“, sagt Ronaldo untermalt von Musik zu Bildern seiner langen Laufbahn. „23 Jahre lang hatte ich das Privileg und die Verantwortung, es zu tragen, es zu verteidigen und es in die Stadien der ganzen Welt zu bringen.“

Viele Rekorde für Ronaldo bei Portugal

In 234 Länderspielen für Portugal erzielte er 146 Tore: Das sind nur zwei Rekordmarken in seiner mehr als 20-jährigen Nationalmannschaftskarriere.

Damit endet die nächste Auswahl-Karriere eines Superstars, der den Weltfußball über zwei Jahrzehnte geprägt hat. Zuletzt hatte sein einstiger Erzrivale Lionel Messi den Abschied aus der argentinischen Nationalmannschaft gefeiert.

Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko war Ronaldos sechste. Auch das ist ein Rekord, den er sich mit Messi und dem Mexikaner Guillermo Ochoa teilt. Elfmal traf Ronaldo in 27 WM-Spielen, zum Gewinn des goldenen Pokals reichte es nie. Der EM-Titel 2016 und die beiden Nations-League-Triumphe 2019 und 2025 waren seine größten Erfolge mit der Nationalmannschaft.

Überschattet wird die lange Ära seit seinem Debüt für Portugal am 20. August 2003 aber von ihrem unrühmlichen Ende: Weil Ronaldo beim Nations-League-Spiel in Norwegen (2:1) nicht zum Einsatz kam und auch vier Tage später gegen Dänemark nur auf der Bank sitzen sollte, verließ er Ende September über Nacht das Teamquartier in Kopenhagen. Ein Eklat zwischen ihm und dem neuen Trainer Jorge Jesus, der sich nicht mehr reparieren ließ.

Der Trainer beim ersten Länderspiel des damals 18-jährigen Ronaldo hieß noch Luiz Felipe Scolari. Der wechselte ihn beim 1:0 gegen Kasachstan in der Halbzeitpause für Portugals damaligen Superstar Luís Figo ein. Die EM 2004 im eigenen Land war Ronaldos erstes großes Turnier und endete mit einer sensationellen Endspiel-Niederlage gegen den Außenseiter Griechenland mit dem deutschen Trainer Otto Rehhagel.

Zwölf Jahre später erlebte Ronaldo seinen Höhepunkt im Nationalteam. Portugal wurde durch ein 1:0 nach Verlängerung in Paris gegen Frankreich Europameister und holte seinen ersten großen Titel. Dabei hatte das Team in der Gruppenphase kein Spiel gewonnen. Ronaldo musste im Endspiel bereits nach 25 Minuten verletzt ausgewechselt werden. EM-Rekordmann ist er mit 30 Spielen und 14 Toren natürlich auch. (dpa)