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Pfefferspray gegen Spieler Polizei beendet wilde Schlägerei nach Skandalspiel

Spieler von Atlético Mineiro und Boca Juniors liefern sich am Spielfeldrand im Getümmel eine Diskussion.

In der Copa Libertadores kam es zwischen Atlético Mineiro und Boca Juniors am Dienstag (20. Juli) während des Spiels und nach Schlusspfiff zu Tumulten.

Das Achtelfinal-Rückspiel der Copa Libertadores zwischen Atlético Mineiro und Boca Juniors ist mit skandalösen Szenen zu Ende gegangen. In den Katakomben gab es Tumulte und wilde Schlägereien.

Belo Horizonte. Skandal in der Copa Libertadores: Im südamerikanischen Pendant zur Champions League ist es am Dienstag (20. Juli 2021) zu unfassbaren Szenen nach dem Achtelfinale zwischen Atlético Mineiro und Boca Juniors gekommen.

Nachdem die Brasilianer sich in Belo Horizonte im Elfmeterschießen den Viertelfinal-Einzug gesichert hatten, kam es zu Auseinandersetzungen der Boca-Spieler mit Sicherheitskräften und der Polizei, die schließlich mit Pfefferspray reagierte.

Schlägerei nach Elfmeterschießen in Copa Libertadores

Was war passiert? Nach zwei torlosen Remis ging es zwischen den beiden Traditionsklubs zur Entscheidung ins Elfmeterschießen, wo Atlético die Nerven bewahrte und mit 3:1 gewann. Provokante Gesten in Richtung der argentinischen Gäste sollen anschließende Tumulte ausgelöst haben.

Außerdem war bei Boca die Wut über die Schiris groß, die nach Video-Beweis zwei Treffer in der regulären Spielzeit zurückgenommen hatten. Entsprechend aufgeladen war die Stimmung bereits auf dem Rasen. Der Frust entlud sich dann beim Gang in die Kabinen.

Spieler prügeln sich nach Spiel der Copa Libertadores mit Sicherheitskräften

Im Spielertunnel lieferten sich die Akteure beider Mannschaften erste Scharmützel, in den Katakomben krachte es dann so richtig. Videos zeigten chaotische Zustände: Absperrgitter wurden umgeschmissen und als Wurfgegenstände genutzt, Spieler und Funktionäre stürmten laut schreiend hin und her.

Angeblich versuchte ein Teil der Gäste auch einen Sturm auf die Kabine von Atlético Mineiro. Entsprechend rabiat das Eingreifen der Sicherheitskräfte, die sich teilweise Faustkämpfe mit einzelnen Spielern lieferten.

Unter anderem waren Aufnahmen der Abwehrspieler Marcos Rojo (31) und Carlos Izquierdoz (32) bei Schlägereien mit Sicherheitskräften zu sehen. Erst spät kontrollierte die Polizei unter Einsatz von Pfefferspray das Geschehen. Der Mannschaftsbus der Gäste verließ das Stadion später unter den Augen eines massiven Polizeiaufgebots.

Acht Personen, darunter fünf Spieler, wurden laut Polizeiangaben zur Vernehmung auf eine Wache gebracht. Die gesamte argentinische Delegation folgte. Nach Hinterlegung einer Kaution durfte die Mannschaft die Wache dann geschlossen verlassen.

Befürchtungen um Skandalspiel bereits vor dem Anpfiff

Erst gut eine Woche zuvor hatte die argentinische Nationalmannschaft um Superstar Lionel Messi (34) die Copa América gewonnen – durch einen Finalsieg über Erzrivale Brasilien im Maracanã.

In Argentinien hatte es daher schon vor dem Spiel der Copa Libertadores Befürchtungen um ein mögliches Skandalspiel gegeben. Die Sorge vor einer brasilianischen Revanche war weit vor dem Anpfiff in den Medien und unter Fußballfans ein Thema gewesen.

Nach dem Spiel titelte die Sport-Tageszeitung „Olé“ vom „skandalösen Ausscheiden für Boca“ und einer „Benachteiligung durch den VAR“. In Brasilien wurden hingegen die Gäste aus Argentinien durch aggressives Verhalten als Auslöser der Tumulte ausgemacht. (bc)