Auch nach der Karriere bleibt Christoph Kramer fleißig, hat jetzt schon seinen zweiten Roman veröffentlicht. Doch der überzeugt nicht jeden.
„Aus einem einzigen Grund“Christoph Kramer kassiert scharfe Kritik

Langweilig wird Weltmeister Christoph Kramer (35) auch nach dem Ende seiner Fußball-Karriere nicht. Wenn der langjährige Profi von Borussia Mönchengladbach nicht gerade als TV-Experte zu sehen ist, schreibt er seit geraumer Zeit an seinen Romanen.
„Das Leben fing im Sommer an“, lautete der Titel des Anfang 2025 veröffentlichten Bestsellers, der nun auch verfilmt werden soll. Mit „Wolkenberührpunkt“ legt Kramer in diesem Herbst nach. Wie schon zu seiner Zeit als Fußballer, muss er sich dabei auch wieder der Kritik von außen stellen.
Erstes Buch von Christoph Kramer wird verfilmt
In der Literaturbranche ist kaum ein Kritiker derart gefürchtet wie der Wahl-Kölner Denis Scheck (61). Und der hat nach der Lektüre des zweiten Kramer-Romans nicht mit Kritik gespart. Dabei waren die ersten Leser-Rezensionen des zu Monatsbeginn veröffentlichten Buchs noch überwiegend positiv ausgefallen.
„Die Handlung dieses Romans ist genauso unerheblich wie die formalen Mittel, mit denen er erzählt wird“, lautete dagegen das vernichtende Urteil in der ARD-Sendung „Druckfrisch“ vom 18. Oktober.
Weder thematisch noch sprachlich konnte Kramer den Moderator mit seiner Geschichte über Protagonist Roman überzeugen. Ein schwacher Trost: Kramer hat durch seine berufliche Vergangenheit offensichtlich einen schweren Stand beim Literaturkritiker, der sich den Sprung in die Bestsellerliste aus nur „einem einzigen Grund“ erklären kann.
„Wolkenberührpunkt“ sei nur deshalb erfolgreich, „weil sein Autor prominenter Teil der globalen Männermassenverblödungsindustrie namens Fußball war“, grätschte Scheck den Ex-Fußballer Kramer zum Ende seiner Kritik noch einmal ab.

Copyright: Screenshot ARD
Denis Scheck hält in seiner Literatursendung „Druckfrisch“ das Buch „Wolkenberührpunkt“ von Christoph Kramer in die Kamera.
Fraglich, ob Scheck sich stärker für die anstehende Verfilmung des ersten Kramer-Titels begeistern kann. Ein Casting-Aufruf war in den vergangenen Tagen bei Social Media diskutiert worden, gesucht wurden Kandidaten, die im Film zu „Das Leben fing im Sommer an“ den jungen Christoph Kramer spielen sollen.
Das per KI generierte Werbebanner der Produktionsfirma, das vom Weltmeister auch in dessen Instagram-Story geteilt worden war, sorgte gerade beim Kurznachrichtendienst X für spöttische Kommentare.
