„Fünf Minuten tot“ Erstes Interview nach EM-Zusammenbruch: Christian Eriksen hat große WM-Pläne

Christian Eriksen schaut besorgt.

Christian Eriksen, hier am 14. Dezember 2021 auf einer Veranstaltung in Odense, gab erstmals nach seinem Zusammenbruch ein Interview.

Christian Eriksen brach am 12. Juni 2021 zusammen und musste noch während des EM-Spiels auf dem Platz reanimiert werden. Nun sprach er erstmals in einem Interview über den schlimmen Vorfall.

Es war eine der schrecklichsten Szenen des Sportjahres 2021! Christian Eriksen (29) brach am 12. Juni 2021 im EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland zusammen, musste anschließend noch auf dem Platz reanimiert werden.

Der Mittelfeldspieler hatte großes Glück, bekam wenige Wochen nach dem Vorfall einen Defibrillator eingesetzt und kann sogar wieder Fußball spielen, hält sich aktuelle bei seinem Jugendklub Odense BK fit.

Christian Eriksen meldet sich in Interview zu Wort

In Italien darf er nicht weiter spielen, bei Inter Mailand wurde sein Vertrag aufgelöst, da Spieler mit eingesetztem Defibrillator in Italien nicht spielen dürfen. Dieser erkennt Herzrhythmusstörungen und löst im Notfall Schocks aus.

Nun hat sich Eriksen in seinem ersten Interview nach dem Zusammenbruch geäußert und sich für die große Aufmerksamkeit bedankt.

Christian Eriksen: „Ich war fünf Minuten tot“

„Es war unglaublich, dass so viele Menschen das Bedürfnis hatten, mir zu schreiben oder Blumen zu schenken. Es hat so viele Leute berührt – und das wollten sie meiner Familie und mir zeigen. Das macht mich glücklich“, sagte Eriksen in einem am Dienstag (4. Januar 2021) zum dänischen TV-Sender DR1.

Auch als er nach dem Vorfall im Krankenhaus in Kopenhagen lag, brachten unzählige Fans tagelang Blumen vorbei. „Es war seltsam, weil ich nicht erwartet habe, dass die Menschen mir Blumen schicken, weil ich für fünf Minuten tot war“, sagte Eriksen.

Christian Eriksens Herz wurde viel getestet

Dass sich so viele Menschen um ihn und seinen Gesundheitszustand sorgten und das auch nach wie vor tun, berühre ihn sehr. „Es war außergewöhnlich. Für mich war es eine große Unterstützung, all die Anteilnahme zu erhalten. Und die Leute schreiben mir immer noch. Ich habe allen gedankt und möchte allen danken“, sagte Eriksen.

Simon Kjaer kümmert sich um den zusammengebrochenen Christian Eriksen.

Christian Eriksen brach am 12. Juni 2021 beim EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland zusammen. Seine Mitspieler kümmerten sich schnell um ihn.

Weitere Probleme habe er seit dem 12. Juni nicht mehr gehabt: „Seitdem ist nichts mehr passiert, obwohl das Herz auf jede erdenkliche Weise getestet wurde.“

Christian Eriksen will zur WM 2022 in Katar

Trotz der Vertragsauflösung beim italienischen Meister hat Eriksen weiter große sportliche Pläne: „Mein Ziel ist die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.“ Eriksen will also als Spieler zur Winter-WM in Katar (21. November bis 18. Dezember). Zuallererst gelte für ihn aber: „Ich möchte wieder Fußball spielen. Es gibt keinen Grund, dies nicht zu tun.“

Er hoffe natürlich auf die Nominierung durch Nationaltrainer Kasper Hjulmand, aber es sei nochmal etwas ganz anderes, „ob man wirklich ausgewählt wird“. Der „Traum“ von einem Comeback sei da: „Ich kann zurückkommen“, kündigte Eriksen an.

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Auch die Ärzte halten eine Rückkehr für realistisch. „Sie haben gesagt, dass es okay ist“, erklärte Eriksen. Er habe „überhaupt keine Angst, dass es wieder passieren könnte“. Der Gedanke an das Szenario, in dem er nicht wieder aufgewacht wäre, sei jedoch „speziell. Stell dir vor, ich wäre nicht hier. Aber glücklicherweise bin ich hier und kann mit meinen Kindern spielen.“ (dpa/sid)

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