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Vor Champions-League-Duell Flug-Ärger um PSG-Stars – Trainer Galtier reagiert auf Kritik mit Spott

Christophe Galtier, Trainer von Paris St. Germain, schließt bei einer PK die Augen.

PSG-Trainer Christophe Galtier am 5. September auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin.

Heftiger Gegenwind für die Star-Truppe von Paris St. Germain vor dem Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin. Es geht um einen unnötigen Flug.

Die große Mehrheit der Menschen sucht nach Lösungen, um die Umwelt endlich zu schonen und zu schützen, doch manche sorgen weiterhin mit ihrem Verhalten für Kopfschütteln.

Jetzt gerät die Fußball-Mannschaft von Paris St. Germain in die Kritik und bekommt mächtig Gegenwind zu spüren. Es geht um einen unnötigen Flug vor dem Champions League-Spiel gegen Juventus Turin am Dienstagabend (6. September 2022, 21 Uhr).

PSG in der Kritik wegen Kurzstreckenflug

Vor allem die Reaktion von PSG-Trainer Christophe Galtier (56) sorgt für Ärger und Unverständnis. Der Coach hatte eine ernst gemeinte Frage mit einem spöttischen Witz abgetan.

Alles zum Thema Paris Saint-Germain

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Juventus Turin wurde der Coach am Montag (5. September) auf einen Kurzstreckenflug seiner Mannschaft angesprochen. Die PSG-Truppe war am Samstag zum Ligaspiel beim FC Nantes (PSG siegte 3:0) mit dem Flieger angereist. Dabei wurden 380 Kilometer zurückgelegt. Ein überflüssiger Kurzstrecken-Flug? 

Der Coach antwortete mit Spott und fragte ironisch nach Reisemöglichkeiten für die an Stränden häufig zu sehenden Segelwagen. Als ob PSG angefragt hätte, ob man nicht mit einem Segelwagen anreisen könne...  PSG-Superstar Kylian Mbappe (23) fand es jedenfalls witzig und lachte auf dem Podium. Andere fanden den Umgang mit dem Thema dagegen völlig unangebracht.

Zuvor schon sorgte Paris St. Germain auf Twitter für Wirbel, weil sie einen Beitrag teilten: „Von Paris nach Nantes mit Qatar Airways.“ Dazu zeigten sie ein Video, wie Mbappé und weitere PSG-Stars ins Flugzeug stiegen. Einige Kommentare darunter waren durchaus kritisch: „Ist es zu kompliziert, mit dem Bus zu fahren?“ Den Beitrag sehen Sie hier auf Twitter:

Die französische Sportministerin Amelie Oudea-Castera (44, Ex-Tennisprofi) schrieb nun nach der spöttischen Reaktion bei der Pressekonferenz auf Twitter, dass Galtiers Aussagen wenig verantwortungsvoll seien.

Dabei hätte PSG auch mit dem Zug fahren können. Vorstandschef Alain Krakovitch (Schnellzugunternehmen TGV) unterbreitete ein Angebot: „Paris-Nantes ist in weniger als zwei Stunden mit dem TGV erreichbar. Ich erneuere unseren Vorschlag für ein TGV-Angebot, das an die spezifischen Bedürfnisse von PSG angepasst ist, für unsere gemeinsamen Interessen: Sicherheit, Geschwindigkeit, Dienstleistungen und umweltfreundliche Mobilität.“

Lionel Messi, König der Privatflüge

Doch Fußballer fliegen wohl lieber. Umwelt-Themen stehen jedenfalls nicht an erster Stelle. Erst in der vergangenen Woche hatten Umweltaktivisten PSG-Superstar Lionel Messi (35) wegen der Nutzung seines Privatjets ins Visier genommen. Durch 52 Privatflüge von Juni bis August hätte dieser einen Kohlendioxid-Ausstoß von über 1500 Tonnen und damit mehr als ein Durchschnittsfranzose in 150 Jahren verursacht, warf die Organisation Attac dem Argentinier vor.

Ende 2020 musste sich auch die deutsche Nationalmannschaft für einen Flug von Stuttgart nach Basel Vorwürfe gefallen lassen.

Und 2021 sorgte Manchester United mit einem 15-minütigen Flug zu einem 120 Kilometer entfernt stattfindenden Auswärtsspiel bei Leicester City für Kopfschütteln nicht nur bei Umweltaktivisten. Manchester sagte damals, dass es eine Straßensperrung gegeben habe. Einen kurzen Umweg zu fahren, wäre aber nicht so schlimm gewesen, wie der völlig unnötige Flug.  (sid, ubo)

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