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„Verpiss dich!“Teamkollege beschimpft Ex-Bundesliga-Star – PK kurzfristig abgesagt

Kevin De Bruyne mit gesenktem Kopf.

Copyright: IMAGO/Fotoarena

Bei Napoli und Kevin De Bruyne läuft es derzeit überhaupt nicht rund.

Sportlich am Boden, Zoff in der Mannschaft: Bei der SSC Neapel kracht es heftig – mittendrin Superstar Kevin De Bruyne!

Bei der SSC Neapel herrscht Ausnahmezustand. Auf dem Rasen läuft es ohnehin schon katastrophal. Nun sorgt offenbar auch noch mächtiger Zoff im eigenen Kader für zusätzlichen Zündstoff.

Im Fokus steht ein ehemaliger Bundesliga-Profi: Kevin De Bruyne.

Stirn an Stirn während des Spiels

Wie dramatisch die Lage beim Verein wirklich ist, belegen die puren Fakten. Lediglich ein einziger Erfolg gelang dem Team in den jüngsten vier Pflichtpartien. In der Champions League gab es jüngst eine heftige 1:4-Abreibung beim FC Porto.

Auch im nationalen Ligabetrieb bedeutet Rang acht aktuell nur graues Mittelmaß. Allein diese Bilanz sorgt bei Coach Massimiliano Allegri schon für reichlich Kopfschmerzen. Allerdings warten auf den Übungsleiter offenbar noch viel gravierendere Baustellen. Das berichtet „t-online“.

Bei der heftigen Klatsche in Portugal soll die Stimmung komplett eskaliert sein. Fernsehaufnahmen legen nahe, dass De Bruyne und sein Mannschaftskamerad Lorenzo Lucca auf dem Platz aneinandergerieten. Stirn an Stirn bauten sich die Streithähne voreinander auf, ehe der Stürmer die Contenance verlor. „Warum redest du? Verpiss dich!“, soll Lucca den erfahrenen Auswahlspieler Belgiens wiederholt angeschrien haben.

Doch auch abseits des Spielfelds brodelt es im Verein gewaltig. Laut diversen Presseberichten herrscht in der Umkleidekabine von Napoli eine tiefe Kluft. Die Fronten verlaufen dabei wohl zwischen italienischen Profis und Legionären.

Vor allem Letztere kapseln sich demnach privat stark vom Rest der Truppe ab. Konkret fallen in diesem Zusammenhang drei prominente Namen: Neben De Bruyne geht es um dessen Mittelfeld-Partner Stanislav Lobotka aus der Slowakei sowie Dänemarks Stürmer Rasmus Höjlund.

Nach dem Debakel in Porto ließ Offensivkraft Matteo Politano tief blicken, wie sehr der Frust mittlerweile sitzt. Ohne Umschweife teilte der Angreifer der Neapolitaner gegen seine Mitspieler aus: „Es wäre schön, wenn ein paar andere Teamkollegen hierherkommen würden, um eine Erklärung abzugeben, und nicht nur wir Italiener. Aber egal, ich verstecke mich nie.“

Eine Verschnaufpause ist den kriselnden Profis jetzt jedoch nicht vergönnt. Bereits am kommenden Sonntag steht für den taumelnden Verein die nächste echte Herkulesaufgabe an: Im heimischen Stadio Diego Armando Maradona schlägt dann ausgerechnet Italiens aktueller Spitzenreiter Lazio Rom auf.

Dass die Nerven blank liegen, zeigte auch eine Maßnahme am Samstag. Die Spieltags-PK mit Trainer Allegri wurde fünf Minuten vor dem geplanten Beginn abgesagt. Die bereits anwesenden Journalisten wurden gebeten, den PK-Raum zu verlassen. Gründe für die Absage wurden laut „Gazzetta dello Sport“ nicht genannt.  (red)