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Neue Super-League-Sorgen Top-Klubs gewinnen Prozess und drohen UEFA schon wieder

Fan-Proteste vor dem Old Trafford in Manchester gegen die Super League.

Fan-Proteste, wie hier am 2.Mai vor dem Old Trafford in Manchester, sorgten bei vielen Klubs für ein vorläufiges Umdenken bei ihrer geplanten Teilnahme an der Super League.

Neue Hoffnung für die Gründungsmitglieder der umstrittenen Super League. Die Vereine gewannen vor Gericht gegen die UEFA, Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin gingen anschließend umgehend in die Offensive.

Nyon. Europas Spitzenfußball befindet sich noch mitten in der Sommerpause, da ziehen auch schon wieder die nächsten dunklen Wolken am Horizont auf: Das Schreckgespenst Super League meldet sich mit einem neuen Vorstoß internationaler Topvereine zurück.

Am Freitag entschied ein Gericht, dass die UEFA keinerlei Befugnisse habe, die an der Super League beteiligten Klubs für ihre Pläne und die zwischenzeitliche Ligengründung im April zu sanktionieren. Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin holten anschließend umgehend zur neuen Drohung gegen die UEFA aus.

Gründungsmitglieder der Super League gewinnen vor Gericht gegen UEFA

Eigentlich hatte der europäische Fußballverband mit Sanktionen ein klares Zeichen setzen und sich gegen neue Abspaltungsversuche absichern wollen. Entsprechend war das Urteil eine empfindliche Niederlage für Präsident Aleksander Ceferin (53), der nach der Revolte von zwölf Topvereinen getobt und gedroht hatte.

„Wir freuen uns, dass wir nicht länger den Drohungen der UEFA ausgesetzt sein werden“, schrieben die Klubs in einer gemeinsamen Erklärung – und bauten ihrerseits gleich eine Drohkulisse auf.

„Unser Ziel ist es, das Projekt Super League konstruktiv und kooperativ weiterzuentwickeln“, führten die Klubs aus: „Wir haben die Pflicht, die sehr ernsten Probleme des Fußballs anzugehen.“

UEFA-Position gegen Klubs der Super League verschlechtert sich dramatisch

Die Monopolstellung der UEFA als alleinigem Organisator internationaler Wettbewerbe schade „dem Fußball und seinem Wettbewerbsgleichgewicht“, hieß es weiter: „Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass ein Projekt erfolgreich sein wird, das immer den Gesetzen der Europäischen Union entspricht.“

Für die UEFA brechen damit schwere Zeiten an: Sie muss bei Entscheidungen ständig die drohende Gründung der Super League als mögliche Protestreaktion bedenken und befindet sich gegenüber den zwölf Gründungsmitgliedern in einer erheblich geschwächten Position.

Ziele der Klubs sind unter anderem ein höherer Anteil an den lukrativen TV-Einnahmen und mehr Garantien, auch bei schwachem Abschneiden in den nationalen Ligen an den internationalen Wettbewerben teilnehmen zu dürfen.

Zwölf Vereine gründeten im April die Super League

Im April waren zwölf Spitzenvereine aus England (FC Arsenal, FC Chelsea, FC Liverpool, Manchester City, Manchester United, Tottenham Hotspur), Italien (AC Mailand, Inter Mailand, Juventus Turin) und Spanien (Atletico Madrid, FC Barcelona, Real Madrid) mit der Idee einer Super League an die Öffentlichkeit getreten.

Bayern München und Borussia Dortmund hatten sich seinerzeit gegen die Pläne gestellt und, ebenso wie der französische Top-Klub Paris St. Germain, eine Einladung der anderen Mitglieder abgelehnt.

Die UEFA kritisierte die „Abtrünnigen“ scharf und drohte mit umfassenden Sanktionen, unter anderem mit dem Ausschluss aus der Champions League oder Sperren für einzelne Spieler für die EM im Sommer. Unter dem großen Druck und nach massiven Fan-Protesten rückten die Klubs von ihrer Super League ab. (bc/sid)

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