Skandalspiel Porto gegen Atlético Rudelbildung, Tätlichkeiten und Rot-Festival – drei Spieler fliegen

Wendell schlägt Matheus Cunha

Wendell (FC Porto) haut Matheus Cunha (Atletico Madrid) am 7. Dezember 2021 um und sieht Rot.

Der Kampf ums Achtelfinale der Champions League ist bei der Partie zwischen dem FC Porto und Atletico Madrid eskaliert. Es gab drei Rote Karten für Spieler.

Was für ein denkwürdiger Champions-League-Abend in Porto! Auch dank Schützenhilfe des FC Liverpool hat sich Atletico Madrid für das Champions-League-Achtelfinale qualifiziert. Der spanische Meister gewann am Dienstagabend (7. Dezember 2021) beim FC Porto nach Treffern von Antoine Griezmann (56. Minute), Angel Correa (89.) und Rodrigo de Paul (90.+2) sowie Sergio Oliveira per Foulelfmeter für Porto (90.+6) mit 3:1 (0:0). Doch über das Spiel wird noch lange geredet werden...

Es war nämlich eine Schlacht und kein Fußballspiel mehr. Zwischen Porto und Atletico lagen die Nerven blank ab Mitte der zweiten Halbzeit. Die Folge: immer wieder Rudelbildung, heftige Pöbeleien und Tätlichkeiten. Am Ende sogar drei Platzverweise für Spieler.

Doch der Reihe nach: Beim Stand von 1:0 war Atletico fürs Achtelfinale qualifiziert, Porto nur in der Europa League. In der 67. Minute ließ sich Yannick Carrasco (Atletico) nach einem Zweikampf und anschließendem Gerangel um den Einwurf an der Seitenlinie genau vor den Augen von  Schiedsrichter Clement Turpin (Frankreich) zu einem Schlag hinreißen. Die Folge: Rot.

Yannick Ferreira Carrasco (Atletico Madrid) bekommt Rot von Schiedsrichter Clement Turpin.

FC Porto gegen Atletico Madrid am 7. Dezember 2021: Yannick Carrasco (2. v.r.) Atletico Madrid) bekommt Rot nach seiner Tätlichkeit

Das Spiel wurde nun richtig hitzig und beruhigen wollte sich keiner mehr: weitere Gelbe Karten folgten nach intensiver Rudelbildung für Correa (Atletico), Otavio und Pepe (beide Porto).

Skandal-Spiel: Dreimal Rot bei FC Porto gegen Atletico Madrid

Portos Wendell bekam in der 70. Minute dann auch noch Rot für einen Schubser gegen Cunha. Die Nerven lagen wirklich blank. In der 75. Minute flog auch Ersatzkeeper Agustin Marchesin nach einer Tätlichkeit. Dreimal glatt Rot gab es in der Champions League zuletzt 1993 zwischen Spartak Moskau und Galatasaray.

Das 2:0 und 3:0 sorgte dann für die Entscheidung: Correa und de Paul (90., 90.+2) schossen Atletico ins Achtelfinale und Porto in die Europa League. Das 3:1 durch Sergio Oliveira per Strafstoß (90.+6) war nur noch Ergebniskosmetik.

Liverpool, das bereits als Gruppensieger feststand, siegte im Parallelspiel ohne zahlreiche Stammspieler mit 2:1 (1:1) beim AC Mailand. Atletico Madrid war vor dem finalen Spieltag noch Gruppenletzter. Jetzt stehen sie im Achtelfinale.

Da konnte auch Atleticos Star-Stürmer Luis Suarez wieder lächeln. Er wurde schon nach 13 Minuten von Trainer Diego Simeone ausgewechselt. Grund war offenbar eine Muskelverletzung. Suarez saß auf der Bank und weinte, vergrub sein Gesicht unter den Händen.

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