Champions-League-Wut Verpatze Auslosung: Real Madrid nach Los-Ärger sauer auf UEFA

Real Madrids Karim Benzema und David Alaba.

Real Madrids Karim Benzema (r.) und David Alaba (l.) beim Spiel gegen Atletico Madrid am 12. Dezember 2021.

Es ist das klangvollste Achtelfinalduell der Champions League: Paris Saint-Germain trifft auf Real Madrid. Doch die Königlichen sind so gar nicht glücklich.

Droht der UEFA jetzt ein juristisches Nachspiel? Nach der verpatzen ersten Auslosung des Champions-League-Halbfinales am 13. Dezember 2021 musste eine zweite Ziehung nach mehreren Fehlern bei der ersten Auslosung durchgeführt werden.

Einige Teams wie der FC Bayern München hatten damit kein Problem. Die Bayern hätten eigentlich gegen Atletico Madrid rangemusst, in der zweiten Ziehung kam dann das vermeintlich leichtere Los: RB Salzburg.

Real Madrid hatte zunächst Benfica Lissabon als Gegner zugelost bekommen. Jetzt kommt es aber zum Knaller gegen die Star-Truppe aus Paris. Oder doch nicht? Aus Spanien heißt es, dass die Königlichen gegen die UEFA vorgehen wollen. Sie wollen ihren ersten zugelosten Gegner behalten. Ob das Vorhaben realistisch ist?

„Spox“ hat aus dem Umfeld von Real das Wort „Skandal“ gehört. Und der spanische Radiosender „Cadena Cope“ berichtet, dass Real nun die nächsten Schritte gegen die UEFA prüft und einleiten will. „Es war überraschend, bedauerlich und sehr schwer zu verstehen. Angesichts der Millionen von Fans, die gespannt auf die Auslosung waren, sowie die ganze Welt des Sports“, machte Reals Vorstandsvorsitzender Emilio Butragueno aus seiner Wut kein Geheimnis.

Die Argumentation von Real Madrid: Zum Zeitpunkt ihrer ersten Ziehung lag kein Fehler bei der Durchführung der Ziehung vor. Die Pannen seien erst passiert, nachdem die Paarung Real gegen Benfica schon gezogen worden war. Der erste Fehler trat dann bei der Auslosung des Gegners des FC Villarreal auf. UEFA-Mann Michael Heselschwerdt packte Manchester United mit in den Lostopf. Doch beide Teams trafen schon in der Gruppenphase aufeinander. United wurde dann auch prompt gezogen. Nachdem der Fehler aufgefallen war, wurde diese Ziehung sofort wiederholt. Neuer Gegner für Villarreal war dann Manchester City. Nach der neuen Auslosung ist es jetzt Juventus Turin geworden.

Real Madrid nach zweiter Auslosung richtig wütend

In der ersten Auslosung passierte aber noch ein Fauxpas, der dann zur Wiederholung der kompletten Veranstaltung führte: Gesucht wurde der Gegner von Atletico Madrid, diesmal griff Heselschwerdt wieder ins Klo und nahm den FC Liverpool mit in den Topf, obwohl auch diese beiden Teams schon in der Gruppenphase Gegner waren. Glücksfee Andrej Arschawin zog dann Bayern München heraus. Allerdings war die zuvor fälschlicherweise gezogene Kugel von ManUnited nicht mehr mit im Topf. Das Chaos war perfekt!

Die UEFA teilte mit: „Ein technisches Problem bei einem externen Dienstleister, der die Funktionäre darauf hinweist, welche Mannschaften noch gegeneinander spielen können, hat einen grundlegenden Fehler bei der Ziehung verursacht.“

Schon vor der Entscheidung einer Wiederholung der Auslosung hatte Real wohl bei der UEFA darauf bestanden, dass ihr Gegner Benfica bleibt. Die UEFA entschied sich aber für eine neue Auslosung. Für Real „unzulässig“ und eine „Manipulation“.

Die Champions League ist nach dem letzten Gruppenspieltag in der vergangenen Woche in eine rund zweimonatige Pause gegangen. Weiter geht es am 15./16. Februar mit den Achtelfinal-Hinspielen, die über insgesamt vier Wochen bis zum 15./16. März ausgetragen werden. (ubo)

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