Fiasko beim CL-Finale Blamage für Frankreich: Jetzt mischt sich Präsident Macron ein

Druck von höchster Stelle nach dem Chaos beim Finale der Champions League im Stade de France. Frankreich-Präsident Emmanuel Macron hat öffentlich eine schnelle Aufklärung der Versäumnisse gefordert.

Die chaotischen Szenen rund um das Finale der Champions League sind in Frankreich auch Tage nach den Vorfällen am Samstag (28. Mai 2022) das große Gesprächsthema. Jetzt hat sich auch Präsident Emmanuel Macron (44) in die Debatte eingeschaltet.

Der vor wenigen Wochen wiedergewählte Spitzenpolitiker wurde nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch (1. Juni 2022) von seiner Sprecherin Olivia Gregoire zitiert und fordert demnach eine „sehr schnelle“ Untersuchung der Fehlerkette rund um das Stade de France.

Champions League: Emmanuel Macron will Final-Versäumnisse aufklären

Dass Fans ohne Tickets über Zäune geklettert waren, während Tausende Anhänger mit gültigen Karten lange vor den Stadion-Toren ausharren mussten und teilweise mit Pfefferspray attackiert worden waren, verkam rund um das Endspiel der Champions League zur weltweiten Schmach für Frankreich.

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Die Grand Nation war mit dem Stade de France als Ersatz-Ausrichter des Endspiels zwischen Real Madrid und dem FC Liverpool eingesprungen. Zuvor hatte die UEFA St. Petersburg wegen Russlands Angriffskrieg in der Ukraine das Finale entzogen.

„Was der Präsident will … ist, dass Licht auf das geworfen wird, was wirklich passiert ist, in voller Transparenz und sehr schnell“, sagte Gregoire. Gleichzeitig sprach Macron dem wegen des Polizeivorgehens heftig kritisierten Innenminister Gerald Darmanin (39) das komplette Vertrauen aus: „Gerald Darmanin ist ein Innenminister, der das volle Vertrauen des Präsidenten der Republik genießt.“

In Frankreich geht die Sorge um, der gute Ruf als Ausrichter von Großereignissen aller Art könne durch die erschreckenden Bilder beeinträchtigt werden. 2024 stehen in Paris die Olympischen Sommerspiele auf dem Programm, nach den Szenen vom Samstag waren bereits erste Olympia-Zweifel laut geworden.

Champions League: Chaos beim Finale im Stade de France

Die Schreckensbilanz des Abends, der eigentlich der glänzende Saison-Höhepunkt im europäischen Fußball hätte werden sollen, lag bei mehr als 100 Festnahmen und 230 Verletzten. Das Spiel wurde wegen der chaotischen Szenen außerhalb der Arena erst um 21.37 Uhr und damit um 37 Minuten verspätet angepfiffen.

Emmanuel Macron in Cherbourg bei einem Pressegespräch.

Emmanuel Macron, hier am 31. Mai 2022 in Cherbourg, fordert Aufklärung nach dem Chaos beim Finale der Champions League in Paris.

Liverpools Bürgermeisterin Joanne Anderson (52), die selbst im Stade de France war, beklagte am Montag in der BBC, die Polizei sei „wirklich brutal“ vorgegangen. Zudem sei die Organisation des Fußballspiels „chaotisch“ gewesen.

Die Liverpool-Anhänger müssten eine Entschuldigung erhalten. „Unsere Fans wurden in Bezug auf ihr Verhalten stereotypisiert. Ich werde immer wütender, je mehr Geschichten ich höre“, sagte Anderson. „Fans müssen mit mehr Respekt behandelt werden.“ (bc)

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