Ein CL-Abend voller Gänsehaut in Madrid. Ein Team spielt für seinen Kapitän, der eine Familientragödie durchlebt.
Champions LeagueAtlético-Trainer Simeone weint bei Heimsieg

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Atlético-Trainer Diego Simeone beim Spiel von Atlético gegen Manchester United.
In Madrid herrschte beim Spiel der Champions League zwischen Atlético Madrid und Manchester United (2:0) Gänsehaut-Atmosphäre, aber aus einem zutiefst traurigen Anlass.
Vor dem Anpfiff der Partie am Dienstag (13. Oktober 2026) wurde eine Schweigeminute abgehalten. Man gedachte Ana Merodio Borja, der verstorbenen Mutter von Kapitän Koke.
Blitz-Tor für Atlético und emotionale Geste für Koke
Aus diesem Grund stand der 34 Jahre alte Mittelfeldakteur erstmals in der laufenden Spielzeit nicht im Kader von Coach Diego Simeone, er hätte gegen United eigentlich sein 750. Pflichtspiel für seinen Klub bestreiten sollen.
Die Neuigkeit war ein Schock für das Team. „Wir haben es heute Morgen erfahren, als wir uns im Stadion getroffen haben“, erläuterte Mittelfeldspieler Alex Baena die Situation.
„Das war ein schwerer Schlag für ihn und ein schwerer Schlag für uns, denn Koke ist unser Anführer und unser Vorbild“, so Weltmeister Baena weiter. Auch für Torwart Jan Oblak war es „ein schwieriger Tag für die gesamte Mannschaft“. Das berichtet „Kicker“.
Womöglich schweißte genau dieser traurige Moment die Mannschaft noch stärker zusammen. Direkt nach dem Gedenken startete Atlético furios in die Partie. Nur rund 50 Sekunden waren gespielt, als der Ball bereits im Tor landete – Pablo Barrios erzielte die Führung.
Die anschließende Jubelszene war ganz dem abwesenden Kapitän gewidmet: Torschütze Barrios reckte sechs Finger empor, was Kokes Trikotnummer symbolisierte. „Ich hatte gesagt, dass ich das tun würde, wenn ich ein Tor schieße – und es kam ganz von selbst“, sagte der 23-jährige Spieler. Er widmete diesen Erfolg Koke und dessen Angehörigen.
Nicht nur die Anhänger waren von dieser Geste bewegt. Auch Coach Diego Simeone zeigte sich tief berührt. TV-Kameras hielten fest, wie das sonst so energiegeladene Trainer-Raubein mit den Tränen kämpfte. Torhüter Oblak fasste die Stimmung zusammen: „Es ist wichtig zu gewinnen, aber heute denke ich nicht an Fußball, sondern an Koke und seine Familie.“ (red)
