„Ruhe in Frieden, Langer“ Tränen-Abschied bei Trauerfeier für Borussia-Legende

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Zahlreiche Gladbacher Legenden wie Ex-Stürmer Frank Mill (l.) nahmen bei der Beerdigung Abschied von Hans-Jörg Criens.

Mönchengladbach – Es ist ein Abschied voller Trauer, andächtiger Betroffenheit, Tränen und mitfühlsamen Umarmungen. Emotionaler hätte die Beerdigung von Ex-Fohlen-Stürmer Hans-Jörg Criens am Freitag in der Gladbacher Grabeskirche in Eicken kaum sein können.

Und es ist bemerkenswert, wie Borussia, ehemalige Mitspieler und Weggefährten, Freunde und Bekannte dem am 26. Dezember im Alter von 59 Jahren an einem Herzinfarkt verstorbenen Criens und dessen Hinterbliebenen die letzte Ehre erwiesen haben. Sie waren gekommen, ob Weltmeister, deutsche Meister, Pokalsieger oder Europapokal-Gewinner, Bökelberg-Helden, Macher und Entscheider.

Zahlreiche Gladbacher Legenden nehmen Abschied von Hans-Jörg Criens

So die Vizepräsidenten Rainer Bonhof (67) und Siegfried Söllner (77), Geschäftsführer Stephan Schippers (52) und Manager Max Eberl (46). Dazu dutzende Gladbach-Legenden wie Herbert Laumen (76), Wolfgang Kleff (73), Ex-Präsident Karl-Heinz Drygalsky (82), Wilfried Hannes (62), Uwe Rahn (57), Bernd Krauss (62), Gerd vom Bruch (78), Horst Wohlers (70), Uwe Kamps (55), Oliver Neuville (46), Ewald Lienen (66), Holger Fach (57), Christian Hochstätter (56), Frank Mill (61), Uli Sude (63), André Winkhold (57), Michael Frontzeck (55), Thomas Kastenmaier (53), Hans-Georg Dreßen (55), Norbert Meier (61). 

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Nahezu die komplette Weisweiler-Elf um Jörg Neun (53), Karheinz Pflipsen (49), Peter Wynhoff (51), Stephan Paßlack (49), Jörg Albertz (48), Jörg Jung (54), Martin Schneider (51), Thorben Marx (38) oder Bachirou Salou (49). Der VfL 1900 Borussia sagte „Ruhe in Frieden, Langer!“.

Rührende Abschiedsfeier für Ex-Gladbach-Stürmer Hans-Jörg Criens

Bevor Criens‘ Urne ihre Grabstätte fand, erklang aus der Orgel des Eickener Gotteshauses, rund 150 Meter Luftlinie vom ehemaligen Bökelbergstadion entfernt, als dezente Melodie Borussias heimliche Hymne „Elf vom Niederrhein“. Die VfL-Bosse um Bonhof hatten dazu als Zeichen des Respekts und der Anerkennung die historische Borussia-Standarte, einer der größten Schätze des Klubs, für Criens gehisst.

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Hans-Jörg Criens war in den 80ern und 90ern Publikumsliebling bei Borussia Mönchengladbach.

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Das ging unter die Haut, zahlreiche Trauergäste hatten feuchte Augen oder weinten gerührt. Bonhof: „Dies ist sicherlich ein würdiger Rahmen gewesen. Es gibt keinen besseren Ort, um einen Borussen wie ihn zur letzten Ruhe zu betten, nur wenige Meter von dem Ort entfernt, an dem wir alle den Langen in unser Herz geschlossen haben.“

Hans-Jörg Criens fester Bestandteil der Gladbacher Geschichtsbücher

In Borussias Geschichtsbüchern hat der in Neuss geborene Criens seinen Platz sicher: Mit insgesamt 92 Toren in 290 Bundesligaspielen ist er nach Jupp Heynckes (74/195 Tore) und Herbert Laumen (76/97) drittbester Gladbacher in der ewigen Torschützenliste. Grabredner Thomas Meuser gab den Borussen mit auf den Weg: „Sprecht über ihn!“ - um die Verstorbenen in Erinnerung zu behalten. Die Fohlen werden am Samstag (15.30 Uhr) zum Heimduell gegen Mainz 05 mit Trauerflor auflaufen. Dazu wird es vor dem Anpfiff eine Gedenkminute geben.

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