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Youssoufa Moukoko Neue Bewegung im BVB-Poker: Was für einen Verbleib spricht – und was dagegen

Dortmunds Youssoufa Moukoko (vorne) jubelt mit Jude Bellingham über seinen Treffer zum 5:0.

Youssoufa Moukoko entwickelte bei Borussia Dortmund zum Stammspieler und Topscorer. Das Foto zeigt den Stürmer am 22. Oktober 2022 beim Jubel gegen Stuttgart.

Das Tauziehen um Youssoufa Moukoko ist längst nicht beendet. Setzt er seinen Weg bei Borussia Dortmund fort oder folgt er den Rufen aus der Premier League?

Jüngster Spieler der Bundesligageschichte, jüngster Spieler der Champions League und jüngster deutscher Nationalspieler bei einer Weltmeisterschaft. Youssoufa Moukokos (18) bisherige Profi-Laufbahn ist von Superlativen und Bestmarken durchzogen.

Eigentlich sprach alles für eine Verlängerung des im Sommer 2023 auslaufenden Vertrags zwischen dem 18-Jährigen und seinem Verein Borussia Dortmund, bei dem er seit 2016 als Mega-Talent für Aufsehen sorgt und sich mit starken Leistungen zum Publikumsliebling entwickelte.

Youssoufa Moukoko: Borussia Dortmund will zeitnahe Entscheidung

Doch der auslaufende Vertrag des Youngsters weckt Begehrlichkeiten: Seit dem 1. Januar dürfen Moukoko und sein Berater Patrick Williams auch mit anderen Vereinen über einen Wechsel verhandeln. Unter anderem soll der FC Chelsea großes Interesse an einer Verpflichtung haben.

Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl drängt Moukoko indes, seine Zukunft bald zu klären. Ein verbessertes Angebot von Borussia Dortmund soll Moukoko bislang nicht angenommen haben. „Wir möchten die Entscheidung natürlich recht zeitnah herbeiführen. Für alle Beteiligten ist es wichtig, Klarheit zu haben“, sagte Kehl der „WAZ“ am Montag (2. Januar 2023).

Nun soll der BVB das Angebot für sein Sturm-Juwel deutlich erhöht haben. Wie die „Bild“ am Donnerstag (12. Januar 2023) berichtet, soll die Borussia dem 18-Jährigen im Trainingslager in Marbella einen Vierjahresvertrag mit einem Jahresgehalt von bis zu sechs Millionen Euro vorgelegt haben. Für seine Unterschrift soll Moukoko dem Vernehmen nach zusätzlich zehn Millionen Euro Handgeld kassieren. Laut Sky haben sich beide Seiten in der Folge wieder angenähert, eine Einigung scheine möglich. 

Doch welche drei Argumente sprechen für einen Verbleib des jungen National-Stürmers bei Borussia Dortmund? Und welche drei dagegen?

  • Trainer Edin Terzic

Moukoko genießt das absolute Vertrauen von Cheftrainer Edin Terzic. Seit seinem Bundesligadebüt im November 2020 war es Terzic, der ihn behutsam an die Bundesliga heranführte und ihn weiterentwickelte. „Terzic hat einmal zu mir gesagt: ‚Du bist gut, aber ich will dich noch besser machen.‘ Dieser Satz hat mir unglaublich viel Auftrieb gegeben“, erklärte der Angreifer 2021 in einem Interview bei „ran.de“.

Unter Terzic holte Moukoko mit dem DFB-Pokal nicht nur seinen ersten großen Profi-Titel, sondern wurde in der Hinrunde der Saison 2022/23 auch zum Stammspieler beim BVB. Mit zehn Scorerpunkten avancierte er zum besten BVB-Torjäger und wurde so zum Nationalspieler und WM-Teilnehmer.

  • Wohlfühloase BVB und Fan-Liebling

Als der Hype um seine Person immer größer wurde, schottete Borussia Dortmund ihn von den Medien ab. Talente-Trainer Otto Addo und der heutige Co-Trainer Sebastian Geppert begleiten ihn bereits seit seinem 13. Lebensjahr. Für die Fans ist „Mouki“ spätestens seit seinen Leistungen in der aktuellen Saison ein absoluter Publikumsliebling.

  • Jugend forscht bei Borussia Dortmund

Seit dem Abgang von Superstar Erling Haaland klafft im Dortmunder Sturm ein großes Loch. Notlösung Anthony Modeste konnte den hohen Erwartungen in der Hinrunde nicht gerecht werden. Sébastien Haller braucht nach seiner überstandenen Krebserkrankung noch Zeit.

Weil der BVB mit seiner Strategie auch zukünftig auf junge Spieler setzen wird, kann Moukoko in Dortmund auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln und sich auch mal ein Leistungsloch erlauben, ohne dauerhaft auf der Bank zu versauern. Außerdem: Selbst wenn Moukoko jetzt langfristig für vier Jahre verlängern würde, wäre er bei einem anschließenden Wechsel erst 22, hätte die längste Zeit seiner Laufbahn wohl noch immer vor sich.

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  • Deutlich mehr Gehalt in der Premier League

Borussia Dortmund soll seinem Eigengewächs ein Jahresgehalt von drei Millionen Euro plus Bonuszahlungen bieten. Was für einen hoch veranlagten 18-Jährigen nach einem marktgerechten Vertrag klingt, ist im Vergleich zur Konkurrenz jedoch wenig.

In der Premier League könnte er beim FC Chelsea wohl das Doppelte verdienen. Außerdem steht bei einem ablösefreien Wechsel ein fürstliches Handgeld im Raum.

  • Rückkehr von Sébastien Haller

Der BVB läuft im 4-2-3-1-System mit einem Stürmer auf. Sollte Sébastien Haller, wie erhofft, zu alter Stärke zurückfinden, hätte Moukoko im Ivorer einen ernsthaften Konkurrenten um seinen Stammplatz.

Für einen jungen Spieler wie Moukoko ist regelmäßige Spielpraxis jedoch von großer Bedeutung. Bei einem Verein mit mehr Sturm-Plätzen könnte er sogar kurzfristig größere Chancen auf einen Stammplatz wittern.

  • Schwierige Titeljagd mit dem BVB

In der Bundesliga gibt der FC Bayern seit Jahren den Ton an. Große Spieler wie Jadon Sancho, Erling Haaland oder Jude Bellingham können nicht langfristig an den Verein gebunden werden. Bei einem Abgang könnte Moukoko seine Chance auf große Titel deutlich vergrößern, national wie international.

Geht er, oder bleibt er? Mit einer Entscheidung über seine Zukunft ist in den kommenden Wochen zu rechnen. Bis dahin müssen sich die Fans von Borussia Dortmund weiter gedulden. (mn/dpa)

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