Nach dem Auswärtssieg in Baku blieben die Duschen im Gästebereich unbenutzt – nun feuert der BVB-Gegner mit frischen Daten zurück!
„Überrascht und enttäuscht“CL-Klub reagiert auf Dortmunder Dusch-Boykott

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Nach dem Spiel bei Sabah FC verlegten die BVB-Profis das Duschen in ihre Hotelzimmer.
Ein kurioser Streit rund um die Duschen in Baku geht weiter! Die Verantwortlichen des Olympiastadions in Aserbaidschans Hauptstadt haben nun sogar ein Labor eingeschaltet.
Worum geht’s? Borussia Dortmund holte dort am 20. Oktober gegen den Gastgeber Sabah FK einen 2:1-Erfolg. Doch was geschah anschließend? Das gesamte Team trat verschwitzt die Abreise Richtung Hotel an und mied die örtlichen Duschen komplett.
Labor-Tests sollen sämtliche Bedenken restlos beseitigen
Man befürchtete offenbar, dass sich in den Leitungen der Spielstätte gesundheitsschädliche Legionellen tummeln könnten. Das berichtet „bild.de“. Einen echten Nachweis für eine solche Verunreinigung gab es jedoch zu keinem Zeitpunkt.
Direkt im Anschluss an die Begegnung beschrieb Trainer Niko Kovac den ungewöhnlichen Ablauf. Bereits am Tag zuvor habe das Team nach dem Training auf das Duschen im Stadion verzichtet, verriet der Coach im Oktober: „Uns wurde gesagt, dass wir hier nicht duschen sollen, sondern im Hotel. Deswegen die schnelle Rückreise ins Hotel.“
Noch deutlicher zwischen den Zeilen äußerte sich seinerzeit Sportdirektor Ole Book. „Ich glaube, die Duschen waren etwas einladender im Hotel. Deswegen gucken wir, dass die Spieler schneller hinkommen“, erklärte er. „Einladender kann man sich ja ein bisschen ausmalen. Es ist nicht ganz so schick hier der Duschbereich.“
Solche Aussagen sorgten bei den Gastgebern verständlicherweise für Frust. Deshalb meldete sich der Betreiber der Sportstätte nun zu Wort und legte Testresultate auf den Tisch. Mehrere unabhängige Institute haben das Wasser demnach noch einmal gründlich unter die Lupe genommen. Der Befund sei eindeutig: Von den gefürchteten Erregern fehlt jede Spur. Sowohl das zentrale Prüflabor der staatlichen aserbaidschanischen Wasserbehörde als auch die MediClub-Klinik führten laut den Offiziellen diese Analysen durch. Auf diesem Weg soll den Spekulationen endgültig der Boden entzogen werden.
Schon kurz nach dem Schlusspfiff wiesen die Stadionbetreiber die Sorgen der Schwarz-Gelben entschieden zurück. Sämtliche Rohrleitungen würden alle vorgeschriebenen Normen problemlos erfüllen, betonte man bereits zu jenem Zeitpunkt. „Die Ergebnisse bestätigen einmal mehr unsere bisherigen Aussagen“, heißt es jetzt in dem aktuellen Schreiben.
Noch schärfer formuliert es der Fußballklub selbst in einer eigenen Mitteilung an die Medien: „Dass derartige unbegründete Aussagen ohne Verweis auf eine Quelle oder die Ergebnisse einer Laboruntersuchung getätigt wurden, hat uns überrascht und enttäuscht.“
Einen kleinen Seitenhieb kann man sich zum Schluss ebenfalls nicht verkneifen. Bald reist nämlich der spanische Top-Klub FC Barcelona zum nächsten Auftritt in der Königsklasse an diesen Ort. Den Gästen aus Katalonien schickt der Verein vorab eine beruhigende Nachricht: „Die in diesem Zusammenhang vom Vertreter von Borussia Dortmund geäußerte Behauptung ist somit unbegründet. Der FC Barcelona kann also unbesorgt sein.“ (red)
