Ein Abend für die Königsklasse in Dortmund, aber Fernsehzuschauer und die Leute vor Ort werden stutzig: Ein ganzer Stadionbereich ist verwaist.
BVB-SpielEs ist Königsklasse – aber Tausende Plätze bleiben leer

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Der Gästeblock wird gegen Villarreal leer bleiben.
Eine Szene, die man in Dortmund kaum kennt: Strahlendes Flutlicht, die berühmte Hymne, doch in einem kompletten Sektor herrscht gähnende Leere.
Zum Start in die Champions League gegen den FC Villarreal am Dienstag (8. September) um 21.00 Uhr wird die gesamte Nord-Ost-Ecke des Signal-Iduna-Parks unbesetzt bleiben. Es geht um die Blöcke 55 bis 59, was zusammen etwa 4.000 Sitzplätze ausmacht.
Villarreal reist mit 39 Fans an
Die Ursache für die verwaisten Plätze ist wirklich bizarr. Der spanische Gastklub hat sein Ticketkontingent praktisch überhaupt nicht genutzt. Kaum zu glauben, aber es stimmt: Nur 39 Anhänger vom FC Villarreal haben über ihren Verein Karten für die Partie erworben. Deshalb muss das Team aus der 54.000-Einwohner-Stadt beinahe ohne den Support der eigenen Fans klarkommen. Das berichtet „bild.de“.
Die Borussia aus Dortmund hat die winzige Gruppe der 39 Fans aus organisatorischen Erwägungen und als freundliche Geste auf einen Bereich der West-Tribüne platziert. Gemäß den UEFA-Vorschriften steht jedem Auswärtsteam in der Königsklasse ein Ticket-Anteil von fünf Prozent der gesamten Stadionkapazität zu. Im deutschen Oberhaus beträgt dieser Anteil sogar zehn Prozent.
Weil Villarreal bereits im Vorfeld ankündigte, ausschließlich Sitzplatztickets absetzen zu wollen, konnte Dortmund den Stehplatzsektor im Unterrang schon an die eigenen Fans vergeben. Dieser Bereich wird sonst häufig von den Gästefans beansprucht. Die jetzt leeren Plätze in der Nord-Ost-Ecke konnten so kurzfristig nicht mehr in einen Sektor für Heimfans umgewandelt werden.
Anstelle der üblichen Kulisse mit 81.365 Zuschauern werden die Dortmunder deshalb von nur circa 77.000 Anhängern unterstützt. Der Klub rechnet damit, dass die übrigen verfügbaren Tickets des Heimsektors bis Spielbeginn noch einen Käufer finden.
Ungeachtet der mangelnden Anfeuerung aus dem Gästesektor mahnt BVB-Coach Niko Kovac (54) zur Vorsicht vor dem Kontrahenten: „Sie haben jetzt einen neuen Trainer, pflegen aber weiterhin den spanischen Spielstil mit sehr viel Ballbesitz. Sie sind technisch sehr sauber und sehr akkurat in ihren Ausführungen. Wenn sie den Ball hat, macht diese Mannschaft sehr wenig Fehler. Wir müssen schon zusehen, dass wir diese Ballbesitzzeit reduzieren. Wenn wir den Ball haben, können sie nicht ihr Spiel aufziehen und müssen mehr verteidigen, was uns dann hoffentlich mehr entgegenkommt. Es wird ein sehr schwieriges Spiel werden.“ (red)
