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Schwere Vorwürfe BVB-Coach freigestellt: Klub akzeptiert Kündigungen zweier Spielerinnen

André Fuhr, coacht seine Mannschaft von der Seitenlinie.

Borussia Dortmunds Handball-Frauen-Coach André Fuhr beim Spiel seiner Mannschaft gegen SG BBM Bietigheim am 30. April 2022.

Nach einer Krisensitzung mit zwei Handballspielerinnen von Borussia Dortmund wurde Damen-Trainer André Fuhr mit sofortiger Wirkung freigestellt. Es stehen offenbar schwere Vorwürfe im Raum.

Droht dem BVB ein großer Skandal? Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt kam es bei Borussia Dortmunds Bundesliga-Handballerinnen am vergangenen Montag (12. September 2022) zu einer großen Krisensitzung.

Der Grund: die von den Nationalspielerinnen Mia Zschocke (24) und Amelie Berger (23) eingereichten fristlosen Kündigungen. Über die Hintergründe dieser Maßnahme gab es zunächst keine Angaben.

BVB: Damen-Coach André Fuhr mit sofortiger Wirkung freigestellt

Eine Woche später, am Montag (19. September), nun die Nachricht: Damen-Cheftrainer André Fuhr (51) wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt. Das erklärte der Klub in einer Mitteilung. Zudem wurden die Kündigungen der beiden Handball-Nationalspielerinnen akzeptiert.

Weiter hieß es, dass „der Trainer in den vergangenen Tagen sowohl von Spielerinnen als auch öffentlich scharf kritisiert worden war, was eine Fokussierung des Kaders sowie der gesamten Abteilung auf den Handballsport nahezu unmöglich gemacht“ habe. Bereits am Samstag hatte Fuhr beim Auswärtsspiel der Dortmunderinnen in Neckarsulm (38:25) gefehlt. Offiziell freigestellt war er zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht.

An dem besagten Treffen hatten neben den Handball-Spielerinnen Zschocke und Berger unter anderen auch Vereinspräsident Reinhard Rauball (75) und Vertreter der unabhängigen Anlaufstelle bei Gewalt und Missbrauch im Spitzensport „Anlauf gegen Gewalt“ teilgenommen.

Der Klub möchte die Causa nun aufarbeiten und sich vorher nicht weiter zu dieser äußern. Wer die Mannschaft in Zukunft trainieren wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Um welche Vorwürfe gegen Fuhr es sich genau handelt, ist ebenso unklar. Fuhrs Anwalt Markus Buchberger erklärte in einem Statement: „Es kristallisiert sich heraus, dass es bei den meisten Vorwürfen um die Grenze zwischen fordernder Trainerarbeit und individuell empfundenen Grenzbereichen geht.“

BVB-Abteilungsleiter Andreas Heiermann kritisierte zudem eine Vorverurteilung nach der Berichterstattung über die Lage bei den Dortmunder Handballerinnen. „Der Trainer ist am Boden zerstört. Das ist eine menschliche Tragödie“, sagte er.

„Ich werde alles dafür tun, dass es Aufklärung gibt. Das verspreche ich. Das bin ich den Spielerinnen und dem Trainer schuldig“, erklärte Heiermann. (dpa, fr)

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