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Bilder beweisen es Schon wieder: Hier bricht Katar erneut ein WM-Versprechen

Ein Fan wird am Rande des WM-Spiels zwischen Iran und den USA aus dem Stadion abgeführt.

Ein Fan wird am Rande des WM-Spiels zwischen Iran und den USA am Dienstag (29. November 2022) aus dem Stadion abgeführt.

Regenbogen-Farben und die Iran-Proteste gehören zu den großen Brennpunkten in den Stadien bei der WM 2022 in Katar. Noch immer zeigt der Gastgeber keinen souveränen Umgang, wie neue Beispiele beweisen.

Die WM 2022 präsentiert sich schon in der Vorrunde bunt und abwechslungsreich auf den Tribünen, nur die Regenbogen-Farben sind bei Gastgeber Katar auch weiterhin nicht allzu gerne gesehen. In den ersten Turnier-Tagen gab es immer wieder Ärger, weil Fans das Muster nicht auf Shirts, Fahnen oder Hüten in die Stadien bringen durften. 

Nach mutmaßlicher Intervention der FIFA gab es vom Emirat die Zusage, Regenbogen-Muster für die restliche Zeit der Weltmeisterschaft zu dulden, das Sicherheitspersonal in den Arenen sollte entsprechend angewiesen werden. So berichtete es etwa der walisische Verband in einem offiziellen Statement. Doch konsequent wurde dieses Versprechen nicht eingehalten, wie Bilder am Dienstag (29. November 2022) zeigten.

Doch keine Regenbogen-Farben bei WM 2022 erlaubt?

Einen Tag, nachdem ein Regenbogen-Flitzer beim Spiel zwischen Portugal und Uruguay (2:0) für Aufsehen gesorgt hatte, musste ein Anhänger am Rande des Gruppen-Endspiels der USA gegen den Iran das Stadion wegen eines Regenbogen-Schweißbands am linken Oberarm verlassen.

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Zahlreiche Bilder zeigten, wie der Mann aus dem Lager des US-Anhangs von mehreren Sicherheitskräften teils unter körperlichem Zwang aus dem Al-Thumama Stadium geführt wurde.

Dabei hatte unter anderem die dpa zuletzt noch berichtet, dass die FIFA Katar zu mehr Toleranz dränge. Das hatte der walisische Verband auf seinen Kanälen bei Social Media auch bestätigt. „Alle WM-Austragungsorte wurden kontaktiert und angewiesen, die vereinbarten Regeln und Vorschriften einzuhalten“, schrieben die Waliser. Dies habe die FIFA dem Verband mitgeteilt.

Bei dem mit Spannung erwarteten, politisch aufgeladenen Duell zwischen den USA und dem Iran verhielten sich die Fans beider Länder weitgehend vorbildlich, posierten vor und in der Arena immer wieder für gemeinsame Fotos.

Dass ausgerechnet die übereifrigen Sicherheitskräfte bei der so brisanten Paarung nicht friedlich mitspielen wollten, trug einmal mehr nicht gerade zu einem positiven Gesamtbild der Weltmeisterschaft bei. 

WM 2022: Security unterdrückt Iran-Proteste im Stadion

Neben den verbotenen Regenbogen-Farben griff die Stadion-Security auch bei einem iranischen Anhänger ein, der auf seiner grün-weiß-roten Landesflagge in der Mitte das Symbol der Islamischen Republik ausgeschnitten hatte.

Ein Security-Mitarbeiter konfisziert bei der WM 2022 in Katar eine Flagge des Iran, auf der das Symbol der Islamischen Republik ausgeschnitten ist.

Ein Security-Mitarbeiter konfisziert bei der WM 2022 in Katar eine Flagge des Iran, auf der das Symbol der Islamischen Republik ausgeschnitten ist.

Dass sich Sicherheits-Personal in Katar zum Handlanger des Regimes im Nachbarland macht, ist spätestens seit einem Bericht des oppositionellen Nachrichten-Senders „Iran International“ vom Sonntag (27. November) keine Überraschung mehr. Demnach habe Katar dem Iran eine Liste mit allen Menschen angeboten, die Tickets für die WM 2022 gekauft hatten. Damit ließen sich Personen, die in den Stadien mit Regime-Kritik aufgefallen waren, deutlich einfach identifizieren.

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Weiter heißt es in den Berichten des Kanals, dass der Iran aus der Ferne Einfluss darauf genommen habe, welche Protest-Symbole in den Stadien untersagt sein sollen. Schon bei vorigen Iran-Spielen waren Fans einige Shirts und Banner mit Botschaften, die den im Land weiter andauernden Protesten zugeschrieben wurden, abgenommen worden.

Nicht ganz genau hatte es Katar im Laufe der WM schon mit dem einen oder anderen Versprechen genommen. Unter anderem war kurz vor Turnier-Beginn der Umgang mit dem Verkauf von Bier deutlich verschärft worden, Verkaufsstände waren aus Stadion-Nähe in weiter entfernte Gebiete gebracht worden. Das hatte die FIFA bei ihrem Bier-Sponsor in Erklärungsnöte gebracht. (bc)

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