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Wüste Szenen bei Bayer-Sieg Werkself beendet Herbst-Krise, Demirbay sorgt für bitteres Finale

Rudelbildung beim Spiel zwischen Bayer Leverkusen und Real Betis.

Nabil Fekir (v.) und Kerem Demirbay (verdeckt) mussten nach einer wüsten Rudelbildung beim Sieg von Bayer Leverkusen gegen Real Betis am 4. November 2021 mit Rot vom Feld.

Für Bayer Leverkusen ist dank Moussa Diaby der Einzug in die K.o.-Runde der Europa League nur noch Formsache. Gegen Real Betis siegte die Werkself nach zuletzt fünf Spielen ohne Erfolg hochverdient.

Leverkusen. Mit Europa-Schwung aus der Herbst-Krise! Nach fünf Spielen ohne Sieg hat Bayer Leverkusen gegen Real Betis in der Europa League dringend benötigtes Selbstvertrauen getankt und das Ticket für die K.o.-Runde so gut wie sicher gelöst.

Gegen die Gäste aus Sevilla gab es am Donnerstag (4. November 2021) vor 14.000 Zuschauern in der BayArena einen hochverdienten 4:0-Sieg. Mann des Abends war dabei Flügelflitzer Moussa Diaby (22), der mit einem Doppelpack und zwei Vorlagen die drei Punkte sicherte. Auf die zwei Tore kurz vor und nach der Pause ließ der Franzose noch Vorlagen für die Treffer von Florian Wirtz (18) und Nadiem Amiri (25) kurz vor dem Ende folgen.

Für den großen Wermutstropfen sorgte eine wüste Rudelbildung Sekunden vor dem Schlusspfiff. Betis-Star Nabil Fekir (28) drehte völlig durch, erlaubte sich gleich mehrere Tätlichkeiten. Doch auch Kerem Demirbay (28) mischte kräftig mit, schlug dem Franzosen auf den Hinterkopf. Schiedsrichter Anthony Taylor (43) schickte das Duo mit glatt Rot vom Platz. Das Europapokal-Jahr 2021 dürfte für Demirbay damit vorzeitig beendet sein.

Bayer Leverkusen jubelt gegen Real Betis dank Moussa Diaby

Trotz überlegener Vorstellung musste die Werkself bis zum Ende des ersten Durchgangs auf die Führung warten, ehe der überragende Diaby nach starker Vorlage von Wirtz per technisch starker Direktabnahme ins kurze Eck vollendete (42.). In der 52. Minute half Gäste-Verteidiger Víctor Ruiz (32) mit, als er einen Diaby-Schuss von der Strafraumgrenze unhaltbar abfälschte. Das 3:0 von Wirtz bereitete Diaby dann mit feinem Heber vor, beim 4:0 von Amiri flitzte er bis an die Grundlinie und legte dann mit viel Übersicht quer.

Moussa Diaby bejubelt mit Kerem Demirbay und Jonathan Tah sein Tor

Moussa Diaby bejubelt mit Kerem Demirbay und Jonathan Tah sein Tor am 4. November 2021 für Bayer Leverkusen gegen Real Betis.

Nach dem „Schocktober“, als Bayer mit drei Niederlagen und zwei Remis nach starkem Saisonstart plötzlich dramatisch einbrach, hat sich Leverkusen beim Sprung in den November wieder gefangen und mit gutem Fußball zurück in die Spur gefunden.

Von Betis, bislang punktgleich mit dem Bundesligisten in Gruppe G, kam dagegen viel zu wenig nach vorne. Keeper Lukas Hradecky (31) musste nur selten eingreifen und wurde gar nicht erst in Verlegenheit gebracht, wie bei seinem folgenschweren Patzer beim Pokal-Aus gegen den Karlsruher SC in der Vorwoche.

Bayer Leverkusen vor der Länderspielpause noch bei Hertha BSC zu Gast

Den Schwung der ersten drei November-Punkte will die Truppe von Trainer Gerardo Seoane (43) jetzt vor der Länderspielpause auch noch in die Bundesliga mitnehmen. Am Sonntag (7. November, 15.30 Uhr) steht dabei das Gastspiel bei Hertha BSC an, dann geht es für Wirtz, Hradecky und Co. mit der WM-Qualifikation bei den Nationalteams weiter.

Und auch Betis, das im Vergleich zum vorigen Ligaspiel bei Atlético Madrid auf zehn von elf Positionen gewechselt hatte, richtete den Blick schnell wieder auf die Liga: Dort steht am Sonntag (21 Uhr erstmals seit 728 Tagen wieder das emotionale Stadt-Derby vor Fans gegen den FC Sevilla an.

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