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Mega-Blamage Au Backe, Bayer! Drittligist kegelt Leverkusen aus dem Pokal

Adam Hlozek geht enttäuscht davon, während die Spieler des SV Elversberg im Hintergrund jubeln.

Riesen-Blamage für Bayer Leverkusen: Der Bundesligist um Adam Hlozek (l.) flog am Samstag (30. Juli 2022) beim Drittliga-Neuling SV Elversberg aus dem DFB-Pokal.

Mega-Blamage für Bayer Leverkusen! Der Champions-League-Teilnehmer vergeigte sein Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei Drittligist SV Elversberg – der Traum vom Finale ist für die Werkself geplatzt.

Es ist der Traum eines jeden unterklassigen Klubs: Einmal im Pokal einen der Großen ärgern. Für die SV Elversberg wurde der Traum am Samstag (30. Juli 2022) wahr – die Kicker aus dem Saarland versetzten Bundesligist Bayer Leverkusen im Erstrunden-Duell eine sensationelle 4:3-Schlappe. Und die war völlig verdient!

Es war eine echte Mega-Blamage für die Werkself und Coach Gerardo Seoane (43) beim Drittliga-Neuling. Vor allem in der Defensive leistete sich Bayer haarsträubende Patzer, legte sich die Gegentore fast schon selbst ins Netz. Der Final-Traum von Berlin ist für den Champions-League-Teilnehmer damit früh in der Saison ausgeträumt. Au Backe!

Bayer Leverkusen: Pokal-Blamagen haben schon Tradition

Kapitän Lukas Hradecky (32) suchte nach dem Abpfiff sofort das Gespräch mit den Fans von Bayer Leverkusen am Zaun. Der Frust beim Anhang saß tief.

Für Bayer Leverkusen war es nicht die erste Blamage in der jüngeren Vergangenheit. Auch in den vergangenen Jahren hatte die Werkself in schöner Regelmäßigkeit Pokal-Duelle mit Außenseitern vergeigt. In der Vorsaison war in der zweiten Runde gegen den Karlsruher SC Schluss (1:2). 2020/21 gab's das Achtelfinal-Aus beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen (1:2). Davor flog die Werkself gegen Heidenheim im Achtelfinale raus (1:2, 2018/19) sowie in der zweiten Runde beim Drittligisten Sportfreunde Lotte (3:4, 2017/18). Riesiger Frust bei den Leverkusenern!

Bayer-Profi Robert Andrich (27) zeigte sich selbstkritisch: „Das war gar nichts von uns, es hat nichts gepasst und Elversberg hat es gut gemacht. Mit unseren Qualitäten darf das nicht passieren. So kann es nicht gehen, da gibt es einiges zu besprechen.“

Die Spieler der SV Elversberg bejubeln ein Tor im Pokal-Spiel gegen Bayer Leverkusen

Riesen-Jubel bei der SV Elversberg: Der Drittliga-Aufsteiger kegelte am Samstag (30. Juli 2022) Bundesligist Bayer Leverkusen aus dem DFB-Pokal.

Anders war es nach dem Schlusspfiff natürlich um die Laune beim Underdog bestellt: Die SVE-Spieler fielen sich in die Arme, das Team von Coach Horst Steffen (53) bejubelte den Coup gegen den großen Favoriten – und darf sich nebenbei auch auf das Antrittsgeld in der zweiten Runde freuen.

Bayer Leverkusen blamiert sich im DFB-Pokal bei der SV Elversberg

Der Anpfiff der Partie hatte sich zunächst einige Minuten verzögert. Während auf dem Rasen noch ein Tornetz geflickt werden musste, hatten auch noch nicht alle der 7414 Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Plätze im Waldstadion Kaiserlinde eingenommen.

Schließlich konnte es losgehen, und die Fans saßen kaum auf ihren Sitzen, da fielen schon die ersten Tore! Jannik Rochelt (23) stiefelte einfach mal los, zog aus vollem Lauf ab – und überraschte Bayer-Keeper Lukas Hradecky (32). Sein präziser Schuss schlug rechts unten ein. Die frühe Führung für die Gastgeber nach nur drei Minuten!

DFB-Pokal: SV Elversberg jubelt früh gegen Bayer Leverkusen

Doch nur zwei Zeigerumdrehungen später schlug Leverkusen zurück: Neuzugang Adam Hlozek (20) feuerte einen satten Schuss aus 18 Metern ab – und Elversberg-Schlussmann Nicolas Kristof (22) verschätzte sich komplett und ließ den Flatter-Ball passieren. 1:1 nach nur fünf Minuten.

Und es ging munter weiter: Charles Aránguiz (33) brachte im eigenen Sechzehner den Elversberger Torschützen Rochelt zu Fall – Elfmeter! Routinier Kevin Koffi (36) ließ sich die Chance nicht nehmen und versenkte zum 2:1 (17.). Doch Aránguiz machte seinen Fehler wieder gut, traf aus kurzer Distanz zum 2:2 (30.).

Dann musste die Partie unterbrochen werden: Aránguiz hatte Schiri Martin Petersen (37) über den Haufen gelaufen, die Elversberger Betreuer mussten den Unparteiischen auf dem Platz behandeln und den schmerzenden Rücken kühlen. Nach einigen Minuten konnte Petersen weitermachen.

Und noch vor der Pause fiel der fünfte Treffer: Luca Schnellbacher (28) schon nach feinem Pass von Koffi ein – 3:2 für den Drittligisten (37.)!

Und Elversberg blieb auch im zweiten Durchgang frech und bissig – und behauptete die Führung. Bayer wiederum lief zunehmend die Zeit davon. Doch Seoanes Team – obwohl mit Offensiv-Künstlern wie Patrik Schick (26), Moussa Diaby (22) oder Paulinho (7) auf dem Platz – fiel einfach nichts mehr ein. Dafür traf Elversberg zum vierten Mal: Kevin Conrad (31) köpfte eine Ecke zum 4:2 in die Maschen (74.). Schicks Tor zum 3:4 kam für Leverkusen zu spät (89.).

Auf Bayer-Coach Seoane kommt nun eine wegweisende Trainingswoche zu. Am kommenden Samstag (6. August, 18.30 Uhr) startet die Werkself in die Bundesliga. Und zwar beim selbst ernannten Meisterschaftsanwärter Borussia Dortmund.

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