Robert Andrich stand bei Bayer Leverkusen zuletzt kaum noch im Mittelpunkt. Im Europa-League-Auftakt gegen NK Celje durfte Andrich dann überraschend von Beginn an ran.
„Gas geben, sich reinwerfen“Andrich startet interne Aufholjagd – und will mehr

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Robert Andrich durfte in der Europa League über die volle Spielzeit ran.
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Robert Andrich (31) war eine der Überraschungen, als Bayer Leverkusen seine Startelf für das erste Europa-League-Spiel bekannt gab.
Unter dem neuen Trainer Carles Martinez (42) hatte der Mittelfeldspieler zuletzt kaum mehr als eine Nebenrolle gespielt. Gegen den slowenischen Meister NK Celje durfte Andrich nun überraschend von Beginn an ran – und über die volle Distanz.
Andrich über die volle Spielzeit
Martinez hatte Andrich zu Saisonbeginn die Kapitänsbinde abgenommen und sie an Edmond Tapsoba (27) weitergegeben. Dem 31-Jährigen war daraufhin nahegelegt worden, den Verein zu verlassen. Dass Andrich dennoch blieb, erinnerte Lothar Matthäus (65) an die Situation von Leon Goretzka (31) beim FC Bayern in der vergangenen Saison.
„Goretzka ist auch geblieben und wurde dann ganz wichtig für den FC Bayern. Vielleicht wird es mit Andrich das Gleiche bei Leverkusen“, sagte Matthäus vor der Partie bei RTL. Beim glanzlosen 2:0-Auftaktsieg gegen Celje erhielt Andrich schließlich die Gelegenheit, sich wieder in den Vordergrund zu spielen.
Nach 90 Minuten zeigte er sich am RTL-Mikrofon kritisch mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Es muss ziemlich viel besser werden - vor allem gegen den Ball. Wir haben sie machen lassen in Räumen, in denen das eigentlich gar nicht geht.“
Dass er erstmals in dieser Saison von Beginn an auflaufen durfte, bedeutete Andrich dennoch viel. „Ich habe mich sehr gefreut, mal wieder von Anfang an spielen zu dürfen. Dementsprechend bin ich auch ordentlich am Sack gerade, weil ich schon lange keine 90 Minuten mehr in den Knochen hatte. Das habe ich dann schon zwischendurch ordentlich gemerkt. Aber ich glaube, für das erste Mal wieder von Anfang an, habe ich es ganz ordentlich gemacht.“
Die Partie wollte Andrich zugleich als Bewerbung für weitere Einsätze verstanden wissen. Auf die Frage, welche Botschaft er an den Trainer habe senden können, antwortete er: „Dass ich mehr spielen natürlich. Das ist immer das Ziel für jemanden, der ‚erstmal hintendran ist‘: Gas geben, sich reinwerfen und dann werden wir weitersehen.“
Auch die Nationalmannschaft hat Andrich trotz seiner derzeitigen Situation nicht aus dem Blick verloren. Mit Blick auf die anstehende DFB-Nominierung sagte er: „Ich gehe ganz stark davon aus, dass ich nicht nominiert werde.“ Eine Rückkehr schließt er von seiner Seite allerdings nicht aus: „Jeder, der mal bei der Nationalmannschaft war, will da gerne wieder zurück.“
Ob der Auftritt gegen Celje der Beginn einer größeren Rolle unter Martinez war, wird sich in den kommenden Spielen zeigen. Für Leverkusen geht es am kommenden Sonntag (20. September, 15:30 Uhr) in der Bundesliga gegen RB Leipzig weiter.
