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Gewalt-Eklat in Amateur-Liga Spieler schlägt Schiedsrichterin brutal von hinten nieder

Mehrere Einsatzkräfte der Polizei setzen Amateurfußballer Cristian Tirone fest, nachdem er eine Schiedsrichterin brutal mit einem Faustschlag von hinten attackiert hat.

Mehrere Einsatzkräfte der Polizei setzten am Sonntag (31. Juli 2022) einen Amateurfußballer fest, nachdem er eine Schiedsrichterin brutal mit einem Faustschlag von hinten attackiert hatte.

Ein besonders drastischer Fall von Gewalt gegen eine Schiedsrichterin hat im argentinischen Fußball für Entsetzen gesorgt. Die Unparteiische war von einem Spieler brutal von hinten niedergeschlagen worden.

Diese Aufnahmen sind nur schwer zu ertragen. In den sozialen Netzwerken kursiert seit Montag (1. August 2022) ein Video, in dem der brutale Angriff eines Amateurfußballers auf eine Schiedsrichterin zu sehen ist.

Der Vorfall hatte sich am Sonntag in einer regionalen Meisterschaft in Argentinien ereignet und sorgt jetzt weit über die Provinz Buenos Aires hinaus für Entsetzen. Während der Spieler zwischenzeitlich festgenommen wurde, fordert die Schiedsrichterin eine lebenslange Sperre für ihren Angreifer.

Amateurfußball: Brutaler Angriff auf Schiedsrichterin

Den brutalen Schlag von hinten hatte Dalma Magalí Cortadi (30) im Spiel zwischen Deportivo Independencia und Deportivo Garmense in Adolfo Gonzales Chaves nicht kommen sehen. Gäste-Angreifer Cristian Tirone (34) kam in ihrem Rücken mit hoher Geschwindigkeit angerannt und streckte sie mit einem Fausthieb gegen den Kopf nieder.

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Das Krankenhaus konnte Cortadi nach ersten Untersuchungen aber wieder verlassen. Sie fuhr aus der Klinik direkt zur Polizei, wo sie Anzeige erstattete. Beamte hatten den Täter zuvor noch auf dem Platz unter großem Widerstand festgesetzt und mit auf die Wache genommen. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen.

Hier sehen Sie den Vorfall im Video:

Im Interview mit der argentinischen Sportzeitung „Olé“ beklagte die Unparteiische neben leichten äußerlichen Verletzungen wie Abschürfungen an den Armen auch Kopfschmerzen und Übelkeit, sie habe sich mehrmals übergeben müssen.

Schiedsrichterin fordert harte Strafe nach Attacke

Auf Tirone dürfte nun eine drakonische Strafe zukommen. „Es gab keinen Auslöser, auch wenn nichts gerechtfertigt hätte, dass dieser Mann so reagiert. Sie lagen in Führung, ich habe ein Foul gepfiffen“, sagte sie mit Blick auf die Gewalt-Attacke.

Beim Stand von 2:1 für die Gäste hatte sie im Mittelfeld ein Foul geahndet, wegen Ballwegschlagens und Meckerns zudem zwei Gelbe Karten gezückt. Gerade als Cortadi sich die Namen notierte, kam Tirone herangestürmt und schlug mit der rechten Faust zu.

„Man muss ihn für immer rausschmeißen, er sollte niemals mehr bei irgendeinem Verein sein dürfen“, forderte Cortadi eine harte Strafe für Tirone: „Er ist eine gewalttätige Person, sowas macht er dann wohl auch sonst in seinem Leben. Ein normaler Mensch macht so etwas nicht.“

Schiedsrichterin denkt nach Attacke ans Aufhören

Die argentinische Schiedsrichter-Vereinigung AAA verurteilte den Vorfall bei Twitter aufs Schärfte und forderte ebenfalls drastische Konsequenzen.

Wie schädlich sich die Gewalt-Problematik, die es auch im deutschen Amateurfußball immer wieder gibt, auf den Arbeitseifer von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern auswirkt, zeigt auch die Einschätzung von Cortadi.

Sie wisse derzeit nicht, ob sie weiterhin aktiv bleiben wolle. „Für mich ist das eine Berufung, ich mache das, weil es mir Spaß macht“, erklärte sie abschließend. Ob es weiter dabei bleibt, wolle sie nun mit ihrer Familie besprechen.

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