Mit einem Knall endet offenbar die Portugal-Karriere von Cristiano Ronaldo.
Abschied mit Eklat?Ronaldo brennen bei Portugal die Sicherungen durch

Aktualisiert:
War das der spektakuläre Schlusspunkt unter die denkwürdige Nationalmannschafts-Karriere von Cristiano Ronaldo (41)? Mit einem Eklat hat CR7 die Spekulationen um sein endgültiges Portugal befeuert.
Ronaldo hatte zuletzt nicht beim Spiel der Nations League in Norwegen (2:1) gespielt, war über die Nicht-Berücksichtigung von Trainer Jorge Jesus (72) dem Vernehmen nach extrem frustriert. Nachdem sich der nach der WM angetretene Coach am Mittwoch (30. September 2026) äußerte, brannten Ronaldo die Sicherungen durch: Er reiste mitten in der Länderspielpause einfach ab.
Cristiano Ronaldo reist bei Portugal ab
„Nach der Pressekonferenz des Nationaltrainers und im Anschluss an ein Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands habe ich beschlossen, das Trainingslager der Nationalmannschaft zu verlassen“, schrieb Ronaldo bei Instagram – kurz nachdem erste Medien von seiner Abreise berichtet hatten.
Er wolle „zu gegebener Zeit allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft sagen, der ich mich stets mit ganzer Kraft gewidmet habe“, so Ronaldo weiter. Vom portugiesischen Verband gab es zunächst keine Reaktion.
„Es gab keinerlei Zwischenfall“, hatte Jesus kurz zuvor noch auf der Pressekonferenz vor dem nächsten Spiel gesagt. Besonders ein Satz könnte Ronaldo allerdings verärgert haben: „Wenn ich ihn brauche, wird er eingewechselt. Wenn ich ihn nicht brauche, wird er nicht eingewechselt.“
Portugals Verbandschef Pedro Proenca hatte aus Sorge bereits alle Termine abgesagt – eigentlich hätte er das Spiel der U21 besuchen wollen – und war ebenfalls am Dienstag zu einem dringlichen Krisengipfel angereist. Als Ronaldo am Abend ein Bild von sich in portugiesischen Trainingsklamotten postete und darunter ein rotes Herz setzte, schien die Krise überwunden zu sein.

Copyright: IMAGO/HMB-Media
Vor einer Woche schien zwischen Cristiano Ronaldo und Jorge Jesus bei Portugal noch alles in Ordnung.
Selbst der kommende Nations-League-Gegner Dänemark, auf den der Titelverteidiger am Donnerstagabend (20.45 Uhr/DAZN) trifft, hatte bei der Besänftigung geholfen.
„Ich glaube, dass viele Menschen seine Bedeutung für die portugiesische Nationalmannschaft unterschätzen. Wenn er seine Karriere beendet, wird Portugal ein Problem haben“, sagte Dänemarks Nationaltrainer Brian Riemer. Ronaldos Vorbildrolle, ungeachtet seiner Tore, sei nicht infrage zu stellen.
Mit den neuen Aussagen von Jesus wendete sich das Blatt am Mittwochabend dann aber doch noch einmal – womöglich zum entscheidenden letzten Mal. (mit sid)
