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„Ärgere mich maßlos“ Bundesliga-Schiri Ittrich lässt Frust über Fehlentscheidung raus

Fußball-Schiedsrichter Patrick Ittrich in Aktion.

Schiedsrichter Patrick Ittrich (hier am 16. Dezember 2020) ärgerte sich über seine Fehlentscheidung.

Trotz klarer Fehlentscheidungen bleiben viele Referees auch nach dem Spiel vehement bei ihrer Meinung. Doch nicht Patrick Ittrich – der Bundesliga-Schiedsrichter glänzte am Samstag mit Einsicht und Transparenz.

Große Klasse von Referee Patrick Ittrich (43)! Der gebürtige Hamburger leitete am Samstagmittag (12. März 2022) die Drittligapartie des 1. FC Kaiserslautern gegen den TSV Havelse, welche die Roten Teufel souverän mit 3:0 gewannen. Grundstein des Siegs, den selbst Gäste-Trainer Rüdiger Ziehl (44) als „verdient“ einstufte, war der frühe Führungstreffer von Stürmer Terrence Boyd (31) in der 11. Spielminute.

Nur blöd, dass dieser eigentlich nicht hätte zählen dürfen. Grund dafür: Vorlagengeber Philipp Hercher (25) brachte den Ball per Hand zum Torschützen. Ittrich übersah jedoch das Handspiel und ließ den Treffer zählen – auf Twitter entschuldigte sich der Schiedsrichter aber prompt für seine Fehlentscheidung.

Bundesliga-Schiri Patrick Ittrich hadert mit Fehlentscheidung

Bereits nach der Partie gab Lauterns Hercher zu: „Ich war da unabsichtlich mit der Hand am Ball, das tut mir auch leid“. Für die Aktion habe sich der Flügelflitzer nach dem Abpfiff sogar beim leidtragenden Schiedsrichter entschuldigt.

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Ittrich selbst meldete sich bereits am Abend nach der Partie auf Twitter zu Wort und entschuldigte sich. „Das 1:0 für die Roten Teufel war eigentlich irregulär. Die absichtliche Handspielverlängerung habe ich nicht gesehen. Es stand ein Spieler davor. Ich ärgere mich maßlos und der TSV Havelse ebenfalls! Aber auch das ist Schiedsrichterei – Fehler machen und diese eingestehen“, schrieb der Bundesliga-Referee.

Havelse-Coach Ziehl schien Ittrich jedoch nicht böse zu sein. Im Interview nach der Partie erklärte der Übungsleiter: „Das Gegentor ist ärgerlich, im Stadion hat aber sicherlich keiner gesehen, dass es ein Handspiel war.“

Positive Reaktionen auf Entschuldigung von Ittrich

Für die öffentliche Entschuldigung des Bundesliga-Schiedsrichters gab es viel Lob auf Twitter. So schrieben die User zum Beispiel: „Daumen hoch für diese Einsicht“ oder „großartige Reaktion“. Ein anderer Nutzer schrieb: „Großen Respekt für dieses Statement. Einen Röntgenblick haben auch Schiedsrichter nicht, aber direkt so offen zu kommunizieren und den Fehler einzugestehen machen nicht viele.“

Während Lautern durch den 3:0-Sieg den zweiten Tabellenplatz und die Aufstiegsambitionen weiter zementierte, geht der Blick in Havelse immer mehr zurück in die Regionalliga Nord. Nach 30 Pflichtspielen steht die gerade erst aufgestiegene TSV auf dem 19. Platz. Je nachdem wie die Konkurrenz am Sonntag spielt, wächst der Abstand zum rettenden Ufer sogar von sechs auf bis zu neun Zähler an. Der Klassenerhalt in der 3. Liga rückt so in immer weitere Ferne. (job)

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