Von wegen einheitliche Beschlüsse 22.500 Fans bei Hannover-Spiel – wie ist das möglich?

Hannover 96 gegen SC Paderborn 07 in der HDI-Arena.

Hannover 96 am 19. November 2021: Trainer Jan Zimmermann (M.) klatscht nach dem Spiel mit seinen Profis ab.

Von wegen einheitliche Beschlüsse! Die neuen Ansagen von Bund und Ländern werden an diesem Wochenende noch nicht in Gänze umgesetzt.

Da reiben sich viele Fans die Augen und zahlreiche Klubbosse der Konkurrenz wundern sich: Das Zweitliga-Nordderby zwischen Hannover 96 und dem Hamburger SV wird am Sonntag (5. Dezember 2021) trotz der Bund-Länder-Beschlüsse vom Donnerstag vor 22.500 statt nur vor 15.000 Zuschauern stattfinden. Häh?! Die Beschlüsse sollen doch einheitlich gewesen sein!

Das nun 22.500 Fans in Hannover ins Stadion dürfen bestätigte die Region Hannover am Freitag (3. Dezember). Bewilligt seien sogar 24.500 Zuschauer, „also die Hälfte der Stadion-Kapazität“, sagte eine Sprecherin der „Bild“-Zeitung. „Wir rechnen nicht damit, dass die Regelung noch vor Anpfiff gekippt wird.“ Um die Sicherheitsabstände auf den Tribünen zu gewährleisten, hat Hannover 96 für das HSV-Spiel aber nur 22.500 statt der erlaubten 24.500 Eintrittskarten verkauft. Trotzdem dürfen 7500 Zuschauer mehr rein als an den meisten anderen Standorten.

Wegen der bedrohlichen Corona-Lage hatten sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Bundesländer am Donnerstag darauf geeinigt, vorerst nur noch höchstens 15.000 Zuschauer in einem Fußball-Stadion zuzulassen. In Niedersachsen sind die neuen Regelungen aber wie in anderen Ländern noch nicht ab sofort gültig.

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Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker kritisierte am Freitag, dass in dieser Phase der Pandemie überhaupt noch Zuschauer in den Stadien zugelassen werden. „Auch 15.000 Menschen in einem Stadion passen absolut nicht in diese extrem schwierige Zeit“, sagte die Medizinerin. (dpa)

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