Wie stellt sich der 1. FC Köln in Zukunft im Mittelfeld auf? Ein Profi zögert mit einer Entscheidung, der FC schaut sich jetzt nach Alternativen um.
Interessante Klausel bei AlternativeFC sucht schon Ersatz für Mittelfeld-Profi
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Im Sommer 2025 war es gefühlt eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Sportchefs Thomas Kessler (40) beim 1. FC Köln: Wie kann man Mittelfeld-Motor Eric Martel (23) langfristig an den FC binden?
Der ehemalige Kapitän der deutschen U21 hat einen Marktwert von acht Millionen Euro, beim FC reifte er zum Führungsspieler voran, darf in dieser Saison auf dem Feld mit dem Schiedsrichter sprechen, weil Kapitän Marvin Schwäbe das Tor hütet. Doch trotz seiner exponierten Stellung im FC-Gefüge zögert Martel mit einer Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus.
1. FC Köln: Noch keine konkreten Gespräche mit Eric Martel
Eigentlich wollte er nach der Hinrunde eine Entscheidung treffen, wie seine Karriere weitergeht. Es gab schon Gerüchte um den SC Freiburg, Besiktas oder AC Florenz. Doch der Mittelfeldspieler wollte erst abwarten, wie die Entwicklung beim 1. FC Köln vorangeht. Konkrete Gespräche mit dem FC wurden jetzt aber erstmal vertagt, sollen in den nächsten Wochen aufgenommen werden.
Kessler geht ganz entspannt in die Verhandlungen, denn das Blatt hat sich gewendet. Martels Leistungskurve zeigte zuletzt eher nicht nach oben, er wurde beim 2:1 gegen Mainz erstmals in dieser Saison nach der ersten Halbzeit ausgewechselt.
In Köln gibt es Alternativen, sollte Martel im Sommer den Verein verlassen. Da ist zum einen Tom Krauß (24), der aktuell von Mainz ausgeliehen ist. Laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ soll es eine Kaufpflicht geben, sollte der FC die Klasse halten und Krauß über 15 Einsätze bekommen (gegen Freiburg wäre dies soweit). Bei Klassenerhalt würde Krauß dann einen Vertrag bis 2029 in Köln erhalten, 3,5 Millionen Euro Ablöse müssten an Mainz bezahlt werden.
Zudem hat der FC seine Fühler nach Dan Neil ausgestreckt. Der Vertrag des 24-Jährigen beim AFC Sunderland läuft im Sommer aus, er wäre ablösefrei zu haben. Neil hatte seinen Stammplatz im Mittelfeld verloren, weil Granit Xhaka aus Leverkusen nach Sunderland kam.
Die Verhandlungsposition von Martel hat sich also nicht gerade verbessert. Da sein Vertrag ausläuft, dürfte es auch um ein hohes Signing-Fee oder Handgeld gehen. Kessler wird zu hohe Forderungen von der Martel-Seite nicht akzeptieren.
Trainer Lukas Kwasniok (44) sagt vor dem Spiel in Freiburg (Sonntag, 25. Januar, 17.30 Uhr/DAZN und Livetickler auf EXPRESS.de) über Martel: „Grundsätzlich gibt er uns immer Stabilität. Wenn wir hinten mit vier spielen, ist er eher auf der Sechs zu Hause. Wenn wir mit drei hinten spielen ist er auch da eine Option. Insofern ist es für ihn besser, wenn wir mit dreien spielen, dann kann er sowohl im Mittelfeld als auch hinten auflaufen.“



