War Fußballer Edson Álvarez an einer Entführung wegen finanzieller Streitigkeiten beteiligt? Ein TV-Produzent sorgt jetzt mit öffentlichen Vorwürfen für Aufsehen.
Entführung am helllichten TagHeftiger Vorwurf: FC-Kandidat in Verbrechen verwickelt?

Copyright: IMAGO/NurPhoto
Gegen Edson Álvarez gibt es aus Mexiko schwere Vorwürfe.

Den gesamten Sommer war sein Name in den Schlagzeilen der Sportblätter, jetzt findet sich Edson Álvarez (28) in einer ganz anderen Rubrik im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit wieder: Gegen den Kapitän der mexikanischen Nationalmannschaft sind schwere Vorwürfe erhoben worden.
Im Zuge eines Streits über finanzielle Angelegenheiten rund um den Mittelfeldspieler von West Ham United soll der Filmproduzent Juan José López Ordóñez in Mexiko-Stadt kurzzeitig entführt worden sein. Das berichtete er dem mexikanischen Magazin „TVNotas“.
TV-Produzent berichtet von Entführung wegen Geld
Zwei bewaffnete Frauen hätten ihn in seinem Auto überfallen, ihm gedroht und ihm eine Spritze in den Hals gejagt. Später habe er erfahren, dass die Schwiegereltern des zuletzt auch beim 1. FC Köln gehandelten Fußballers die Tat beauftragt hätten. Auch der Spieler sei an diesem Vorgehen beteiligt gewesen.
Auslöser seien offene Rechnungen über rund 200.000 Euro gewesen: López Ordóñez drehte im Auftrag von Álvarez zwei Jahre lang an einer Doku über den Spieler, doch das Projekt soll später ins Stocken geraten sein. Zeitweise wurden finanzielle Belange auch mit einem Immobilien-Deal verrechnet, so der Filmemacher.
Als er schließlich die von Álvarez stets zugesagte Zahlung einfordern wollte, sei es zur Entführung gekommen. „Wir haben Befehle erhalten: Wir machen dich fertig, du wirst sterben und bist am Arsch! Wir haben Anweisungen von Jonathan erhalten, dem Schwiegervater von Edson“, sollen die Frauen gedroht haben, nachdem sie in sein Auto gestürmt kamen.
Weil sich der Vorfall am helllichten Tag abspielte, seien Passanten später auf die Lage im Auto aufmerksam geworden. Eine Zeugin habe die Szenen sogar gefilmt. Die Frauen seien dadurch nervös geworden und schließlich ohne ihre Geisel geflohen.
Die Entführerinnen hätten den Wagen mitten auf der Straße stehen gelassen, von wo aus ihn Rettungskräfte anschließend ins Krankenhaus brachten, so López Ordóñez.
Noch immer gingen Morddrohungen gegen ihn ein, er müsse seinen Wohnort regelmäßig wechseln, beklagte López Ordóñez. An den Spieler gerichtet schloss er: „Ich habe Beweise auf Festplatten und USB-Sticks, habe Zeugen. Wieso möchtest du mich nicht bezahlen?“ Anfragen von TVNotas an Álvarez und dessen beschuldigte Schwiegereltern blieben unbeantwortet.
