Beim Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach geht es traditionell nicht nur um drei Punkte, sondern auch um Ehre und Prestige. René Wagner weiß um die Bedeutung der Partie, muss dabei aber einen Spagat hinbekommen.
„Sie sollen es spüren“FC steht schwieriger Derby-Spagat bevor

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Luca Walschmidt und der 1. FC Köln konnten vergangene Saison keinen Derby-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach feiern.

Das Derby gegen Borussia Mönchengladbach ist für den 1. FC Köln nicht nur ein Duell für die Tabelle, sondern vor allem auch für die Stimmung. Mit einem Erfolg gegen den Erzrivalen könnte René Wagner seine Kritiker vorerst verstummen lassen. Bei einer Niederlage droht Ungemach.
„Es ist ein großes Spiel, das so viel Wichtigkeit hat“, sagt der FC-Trainer: „Ich bin lange genug hier. Ich habe Fans schon sagen hören: ,Das ist das einzige Spiel der Saison, das zählt.‘“
Kwasniok stolperte über Derby(s)
Wie wichtig das Derby gegen die Fohlen vom Niederrhein ist, bekam auch sein Vorgänger schmerzhaft zu spüren. Denn Lukas Kwasniok dürfte beide Spiele gegen Gladbach in schlechter Erinnerung haben. Mit dem 1:3 im Hinspiel begann eine quälend lange Durststrecke von sieben sieglosen Spielen in Folge.
Es war der Anfang vom Ende. Dieses kam dann ausgerechnet nach dem Rückspiel. Denn nach dem 3:3 im Rhein-Energie-Stadion war Schluss für Kwasniok, Wagner übernahm. Der soll jetzt Wiedergutmachung betreiben. „Dieses Spiel ist mehr als ein normales Bundesligaspiel“, weiß Wagner aus eigener Erfahrung als Co-Trainer.
Er weiß es und die Spieler, die schon mal ein Derby gespielt haben, wissen es auch. Diejenigen, die es bisher nicht kennen, will er entsprechend vorbereiten. „Wir werden dafür sorgen, dass die neuen Spieler die Wichtigkeit dieses Spiels verstehen. Alle, die noch nie ein Derby gespielt haben, sollen spüren, dass es ein besonderes Spiel ist“, sagt Wagner.
Dabei ist eine ganz besondere Balance gefragt: zwischen Galligkeit und Coolness. Der FC muss heiß auf dieses Spiel sein, darf aber bei all dem Druck, der auf diesem Spiel lastet, nicht überdrehen.
„Bei aller Emotionalität des Spiels müssen wir dafür sorgen, dass wir das Spiel gewinnen. Dafür müssen wir die richtigen Dinge tun und einen kühlen Kopf bewahren. Jeder muss darauf vorbereitet sein, dass es hitzig werden kann. Dennoch verfolgen wir einen klaren Matchplan“, sagt Wagner.
Das letzte Mal, als Gladbach am 5. Spieltag in Köln gastierte, war 2015. Auch damals reiste der Erzrivale als Tabellenletzter an. Ein gutes Omen für Sonntag: Der FC gewann das Spiel durch einen Treffer von Anthony Modeste knapp mit 1:0.
