Vor Duell mit dem 1. FC KölnSky-Experte sorgt für Wirbel um Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß

Aufregung um Trainer Sebastian Hoeneß vor dem Duell des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Köln. Klopft ein Top-Team beim 41-Jährigen an?

von Uwe Bödeker (ubo)

Der Name Hoeneß ist so eng verbunden mit dem FC Bayern München wie kaum ein anderer. Jetzt sorgt allerdings nicht Ehrenpräsident Uli (72) für Schlagzeilen, sondern sein Neffe Sebastian Hoeneß (41), Sohn von Dieter Hoeneß (71), der auch für die Bayern kickte.

Vor dem Duell des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart (Samstag, 24. Februar 2024, 15.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de) kursiert der Name des Schwaben-Trainers auch beim FC Bayern. Es geht um die mögliche Nachfolge von Thomas Tuchel (50).

Sebastian Hoeneß auf dem Zettel der Bayern-Bosse?

Sky-Experte Didi Hamann (50) schrieb in seiner Kolumne über die Trainerfrage bei den Bayern. „Für eine langfristige Lösung ab dem Sommer stellt sich die Frage: Wer will es machen? Ich glaube, dass Alonso in Leverkusen bleibt. Er hat in Leverkusen einen super Kader und wenn er bleibt, dann könnte ich mir vorstellen, dass die Mannschaft mehr oder weniger zusammenbleibt.“

Dann macht sich Hamann für den aktuellen Stuttgart-Trainer stark: „Ich würde fast dazu tendieren zu sagen: Lasst es Sebastian Hoeneß machen! Die menschliche Komponente ist in den letzten Monaten oder vielleicht sogar Jahren verloren gegangen. Der Verein muss wieder menscheln, wie man in Bayern sagt, und zwar auf allen Ebenen. Hoeneß könnte dazu beitragen.“

Hoeneß-Wirbel beim VfB! Kann Köln am kommenden Spieltag daraus Profit schlagen?

Mit dem VfB Stuttgart sitzt Hoeneß dem FC Bayern im Nacken. 46 Punkte hat der Tabellendritte, die Münchener stagnieren nach zwei Niederlagen in Serie bei 50 Zählern. Vorne ist Leverkusen mit 58 Punkten enteilt. Die Bayern fürchten eine Saison ohne Titel – am Mittwoch (21. Februar) gaben sie bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Trainer Tuchel nach der Saison beendet wird.

Hoeneß soll nun ein Coach sein, mit dem sich die Bosse an der Säbener Straße intensiv beschäftigen. Sein Vertrag beim VfB Stuttgart läuft noch bis 2025. Nach der Saison könnten die Bayern ihn für eine Ablösesumme aus Stuttgart zurück nach München holen. Sebastian war dort schon zwischen 2017 und 2020 Jugendtrainer.

FC Bayern verfolgt Entwicklung von Sebastian Hoeneß

Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen sagte vor ein paar Monaten über Hoeneß: „Wir beobachten seine Entwicklung. Man wird sehen, was die Zukunft bringt: warum nicht irgendwann! Langfristig darf man so etwas niemals ausschließen.“

Gerade in dieser Saison hat Hoeneß gezeigt, was er kann. Stuttgart spielt, nach überstandener Relegation, eine überragende Saison, kämpft um die Champions League und lässt stärker eingeschätzte Teams wie RB Leipzig oder Borussia Dortmund bisher hinter sich.

In Stuttgart weiß man allerdings auch, was man an Hoeneß hat, und will ihn unbedingt halten. VfB-Chef Alexander Wehrle (49) betonte zuletzt bei „Sport1“: „Wir sind in einem ganz intensiven Austausch, und ich bin sehr zuversichtlich, dass er auch in den nächsten Jahren für den VfB tätig sein wird.“ Wenn die Bayern rufen, dürfte die Zuversicht dahinschmelzen …

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Nach außen bleibt Wehrle cool, wenn sein Coach Begehrlichkeiten bei anderen Top-Klubs weckt. Das sei normal, „weil er einfach einen fantastischen Job macht, mit seinem Trainerteam.“ Doch ein möglicher Abgang sorgt natürlich für reichlich Unruhe!

Hoeneß selber sagte vor dem Spiel gegen Köln: „Das ist ja nicht das erste Mal, es berührt mich nicht besonders. Ich will mich da nicht beteiligen, das gehört sich auch nicht. Ich will mich auf das Wesentliche konzentrieren.“

Das Wesentliche ist für ihn erstmal das Spiel gegen den FC. Hoeneß weiß: „Für Köln geht es um sehr, sehr viel. Ich will nicht sagen um alles, aber um Abstiegskampf und die Existenz. Sie wollen natürlich alles tun, um die Klasse zu halten. Entsprechen ist dann auch deine Leistungsbereitschaft und das Emotionsniveau. Aber ich habe auch Respekt vor der Mannschaft, weil sie gut besetzt ist. Bremen war ein Dämpfer, bis dahin war ein neuer Geist zu sehen. Wir sind gewarnt.“

Der 1. FC Köln will aktuell jeden möglichen Strohhalm bei der Rettungsmission ergreifen. FC-Verteidiger Jeff Chabot sagt: „Es geht darum, zu punkten. Egal wo, auswärts oder zu Hause.“

Köln fährt trotz Abstiegskampf mit breiter Brust nach Stuttgart. Trainer Timo Schultz (46) meinte vor den Duellen in Stuttgart und dann gegen Leverkusen: „Auf dem Papier spielen wir gegen zwei Gegner, die eine sehr gute Saison spielen. Wir werden uns einen Plan zurechtlegen, dass wir in den beiden Spielen konkurrenzfähig sind. Denn ich bin davon überzeugt, dass wir jedes Spiel gewinnen können.“