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Zur Katar-WM Kritik & Alternativen: 1. FC Köln hofft mit besonderem Vorhaben auf „schönen Effekt“

Christian Keller mit kritischem Blick.

Christian Keller erklärt gemeinsam mit Werner Wolf den FC-Umgang mit der WM in Katar. Dieses Foto zeigt ihn während eines Trainings am 8. November 2022.

Der 1. FC Köln will während der WM 2022 in Katar ein Zeichen setzen. Wie das funktionieren soll, erklären Präsident Werner Wolf und Geschäftsführer Christian Keller.

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Zeichen!

Der 1. FC Köln möchte während der umstrittenen WM 2022 in Katar ein Zeichen der eigenen Art setzen. Was genau, vonseiten des Vereins geplant ist, zeigen Präsident Werner Wolf (66) und Geschäftsführer Christian Keller (43) auf.

Im Gespräch mit „fc.de“ erklärte Präsident Wolf: „Wir werden unserer Kritik an diesem Turnier sehr aktiv Ausdruck verleihen“ und „unsere Reichweite nutzen, um über Interviews kritischen Stimmen eine Plattform zu bieten.“ Schließlich seien die Interessen der Fußballwelt „noch nie so dreist ignoriert“ worden.

1. FC Köln will WM-Alternativen bieten

Der Präsident merkte zwar an, dass auch die Kölner am Millionen-Geschäft teilnehmen, aber „wie vielen anderen Klubs der Bundesliga ist es uns wichtig, soziale Aspekte zu berücksichtigen, uns für Teilhabe einzusetzen, für FairPlay und Solidarität. Wir wollen Brücken bauen zwischen den Menschen, Kulturen und Religionen. Wir bringen Menschen zusammen – vollkommen unabhängig von Hautfarbe und oder sexueller Orientierung. Unser Motto ‚Lebe wie du bist‘ ist uns sehr wichtig.“

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Dabei wollen die Verantwortlichen nicht etwa einen Boykott fordern oder nur kritisieren, sondern auch mögliche Alternativen aufzeigen: „Wir werden über unsere Kanäle alternative Veranstaltungshinweise für Köln und Umgebung geben“, sagte Sport-Boss Christian Keller und führte aus: „Wir rufen nicht zu einem Boykott auf, aber wir werden einen aktiven Beitrag zum Nachdenken und zur kritischen Selbstreflexion leisten. Jeder Fußballfan soll die WM so verfolgen, wie er möchte.“

Zusätzlich initiiert der Bundesligist vom 19. November bis zum 15. Januar eine Ausstellung des Künstlers Mohamed Badarme, die sich mit dem Leben der migrantischen Stadionarbeiter beschäftigt. Badarme hatte die Arbeiter zwischen 2017 und 2022 immer wieder in Katar und Nepal besucht und ihr Leben in Bildern festgehalten. 

Sportlicher Zwiespalt für FC-Bosse 

Werner Wolf wies zudem auf die anderen FC-Teams hin und hofft auf Anklang bei den FC-Fans: „Lasst uns doch unsere Fußball-Begeisterung in den kommenden Wochen auf die FC-Teams abseits unserer Herrenmannschaft fokussieren. Spannender Frauen- und Nachwuchsfußball auf deutschen Topniveau. Das wäre doch ein schöner Effekt dieser WM, wenn wir das Franz-Kremer-Stadion noch voller machen in dieser Zeit. Professioneller Fußball hat auch diese Seite.“

Allerdings werde man das Turnier zumindest aus FC-Sicht, bedingt durch die WM-Teilnahme von Ellyes Skhiri (27), verfolgen und darüber berichten: „Über diese Spiele werden wir sachlich berichten. Natürlich drücken wir auch der deutschen Nationalmannschaft ganz fest die Daumen und hoffen auf tolle sportliche Leistungen. Allen anderen PR-Aspekten aus Katar werden wir beim FC aber keine Bühne geben“, äußerte sich Keller zu den Klub-Vorhaben. 

Auch nach etwaigen Neuzugängen wird in Katar nicht Ausschau gehalten: „Wir werden die WM nicht mit Scouts vor Ort in Katar besetzen“, erklärte Keller, ergänzte jedoch: „Ehrlicherweise muss ich allerdings dazu sagen, dass wir das mutmaßlich auch bei einem anderen Austragungsland nicht gemacht hätten.“ Grund dafür sind die klammen FC-Kassen.

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