FC-Wucht gegen Nizza-Not Köln plant nächstes Euro-Fest – OGC-Präsident schimpft über eigene Fans

Kölns Mannschaft jubelt nach dem Treffer zum 0:3.

Die FC-Profis jubeln mit den mitgereisten Kölner Fans am 25. August 2022 nach dem Einzug in die Gruppenphase gegen Fehérvár. In Nizza soll es das nächste Europapokal-Fest geben.

Der 1. FC Köln startet bei Gruppenfavorit OGC Nizza in die Conference League. Es wartet ein Heimspiel an der Côte d'Azur gegen das Team von Ex-Bundesliga-Coach Lucien Favre, das in der Krise steckt.

Jetzt geht das Europapokal-Abenteuer so richtig los! Der FC-Start in die Conference-League-Gruppenphase beim OGC Nizza ist direkt ein absolutes Highlight, ein Gänsehaut-Garant. Kölns „Code d’Azur“ ist klar: Mit Fan-Wucht und Attacke-Fußball den Gruppenfavoriten überraschen!

Mehr als 10.000 FC-Fans reisen nach Nizza, um am Donnerstag (8. September 2022, 18.45 Uhr, RTL+) dabei zu sein. Es warten Bilder wie in London 2017, nur dieses Mal unter Palmen…

17.000 Ticket-Anfragen beim 1. FC Köln für Spiel bei OGC Nizza

Die Franzosen haben Kölns Karten-Kontingent aufgrund der riesigen Nachfrage von 1800 auf 8000 erhöht – doch selbst das reicht nicht! Beim FC gingen sogar 17.000 Ticket-Anfragen ein.

Einfach Wahnsinn, finden auch die Profis: „Das ist nicht in Worte zu fassen, unbeschreiblich. Wenn man durch halb Europa fliegt und wahrscheinlich jedes Mal 5000 bis 10.000 Leute mit dabeihat – das ist nicht selbstverständlich und darauf freuen wir uns“, sagt Keeper Marvin Schwäbe (27).

Heimspiel in Nizza! 35.600 Plätze fasst das Allianz-Riviera-Stadion, und das Interesse bei den Gastgebern hält sich Grenzen. OGC-Präsident Jean-Pierre Rivère (65) schimpfte auf der Klub-Homepage schon völlig baff über die Euro-Unlust der eigenen Fans.

„Wir haben den Ticket-Verkauf eine Woche lang für unsere Dauerkarteninhaber geöffnet (mehr als 14.000, Anm. d. Red.), haben 1.500 Karten verkauft. Dann öffnet der allgemeine Verkauf kurz nach Mitternacht und bis 5 Uhr morgens werden 2.500 Tickets von den Fans der deutschen Mannschaft gekauft! In Deutschland ist die Vorfreude auf dieses Spiel groß, das würde ich mir auch in Nizza wünschen.“

Fans des 1. FC Köln planen
langen Marsch durch Nizza

Donnerstagmittag (13 Uhr) treffen sich die FC-Fans am „Fontaine du Soleil“-Brunnen im Stadtzentrum, ziehen dann gemeinsam zum Stadion – fast zehn Kilometer.

Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler (36) sagt: „Ich freue mich unglaublich für unsere Fans, weil sie sich das verdient haben, wieder europäische Reisen haben. Wir haben während der Corona-Zeit so lange nach dieser Unterstützung gezehrt. Jetzt können wir das alle zusammen feiern und erleben. Das wird einfach ein Fest am Donnerstagabend.“

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Doch nicht nur auf den Rängen, auch sportlich kommt Köln mit breiter Brust. Nach neun Punkten aus fünf Spielen (Platz sechs in der Bundesliga) ist das Selbstvertrauen riesig. Ganz anders als beim Gegner…

Nizza in Not! An den ersten sechs Spieltagen gewann der OGC nur einmal, stellt mit vier Törchen die harmloseste Offensive der Ligue 1. Trotz Stars wie Arsenal-Leihgabe Nicolas Pépé (27), Keeper Kasper Schmeichel (35) oder Abwehr-Oldie Dante (38). Für Lucien Favre (64) wird es langsam ungemütlich.

Bringt der 1. FC Köln Lucien Favre wieder in Job-Bedrängnis?

Es wäre nicht das erste Mal, dass ihn der FC in Job-Bedrängnis bringt: 2015 trat Favre nach einer Pleite gegen Köln als Gladbach-Coach zurück. Und 2020 war eine 1:2-Niederlage gegen die Geißböcke der Beginn einer Drei-Spiele-Sieglos-Serie, die ihm sein Ende als BVB-Trainer bescherte.

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Kessler weiß, dass in Nizza etwas drin ist – auch wenn der Kader der Franzosen zweieinhalbmal so viel wert sein soll wie jener des FC (87,5 zu 224,8 Millionen Euro). „Auf dem Papier ist Nizza sicher der Top-Favorit der Gruppe, aber das bedeutet nicht, dass wir uns nicht große Chancen ausrechnen. In der Bundesliga landen die Mannschaften mit dem höchsten Kaderwert auch nicht immer vorne“, so der Ex-Torwart.

Favre warnt nicht umsonst: „Einfach wird es nicht.“ Köln sei eine „sehr physische und solide Mannschaft. Sie hatten eine gute Saison und sind auch dieses Jahr wieder gut. Es ist kein Zufall, dass sie europäisch spielen.“

Der gesperrte FC-Trainer Steffen Baumgart (50) vertraut an der Seitenlinie auf Assistent André Pawlak (51), sagt: „Ich werde die Mannschaft vorher betreuen, mich dann verabschieden – und wahrscheinlich auf der Tribüne zu hören sein.“

Daran besteht kein Zweifel. Genau wie an der Tatsache, dass seine Jungs auch gegen einen solch namhaften Gegner am eigenen Vollgas-Fußball festhalten werden. Mittelfeldmann Dejan Ljubicic (24): „Wir ziehen unser Ding durch und fühlen uns gewappnet!“

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