Showdown am Samstag: Wer holt Olympia nach Deutschland – München oder Rhein-Ruhr? Ein prominenter Fußballer wird bei der Abstimmung nicht dabei sein!
Sollte eigentlich abstimmenEx-Bayern-Star fehlt bei Olympia-Krimi um Köln

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Leon Goretzka wird nicht zur Olympia-Abstimmung kommen.
Am Samstag schaut die ganze Nation nach Baden-Baden! Eine wegweisende Weichenstellung steht an: Wer soll Deutschlands Traum von Olympia verwirklichen?
Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der bayerischen Metropole München und der Initiative Rhein-Ruhr. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet auf seiner Mitgliederversammlung, mit welchem Bewerber das Land antreten wird.
Verletzung bremst den Rio-Silbermedaillengewinner aus
Und dann die überraschende Nachricht: Der bekannte Fußballer Leon Goretzka (31) wird dem Votum fernbleiben! Der Profi von Aston Villa, der zu den acht persönlichen DOSB-Mitgliedern zählt, hat seinen Besuch gecancelt. Ebenfalls fehlen werden Mono-Skifahrerin Anna Schaffelhuber (33) sowie Kanupolo-Spielerin Elena Gilles (29). Die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen reduziert sich für das wichtige Votum somit von ursprünglich 144 auf 141. Das berichtet „Bild“.
Goretzka hat Beschwerden am Knie. Er hat seit seinem Transfer zu Aston Villa Ende August 2026 noch keine Partie für den Verein absolviert; seine Genesung wird voraussichtlich erst im Oktober abgeschlossen sein.
Seine persönliche Olympia-Geschichte ist besonders: Mit dem deutschen Team gewann er 2016 die Silbermedaille in Rio. Vor kurzem äußerte er sich noch so: „Schon als Kind habe ich es geliebt, die Olympischen Spiele im Fernsehen anzuschauen und mitzufiebern, wie sich die Athleten zu Höchstleistungen pushen. Es ist mir eine große Freude, über die deutsche Olympia-Bewerbung abstimmen zu dürfen.“
Im Gegensatz zu Goretzkas Abwesenheit zeigt sich die Politik stark präsent. Aus Bayern werden Ministerpräsident Markus Söder (59) sowie Innenminister Joachim Herrmann (70) erwartet, um für München zu werben.
Auch Hendrik Wüst (51), der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, ist angereist, um die Rhein-Ruhr-Kandidatur zu stärken. Selbst Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (54) lässt sich blicken, obgleich die Bundeshauptstadt ihre Kandidatur am Donnerstag erst beendet hatte.
Das Stimmrecht haben 42 olympische Sportfachverbände, die jeweils dreimal votieren dürfen, dazu kommen zehn Präsidiumsmitglieder des DOSB rund um den Vorsitzenden Thomas Weikert (64) und die übrigen fünf persönlichen Mitglieder.
Für beide Kandidaten geht es um alles. Wer die Wahl für sich entscheidet, erhält den Auftrag, die Nation im weiteren Verfahren zu repräsentieren und Verhandlungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) aufzunehmen. Der Traum von Olympia ist für den Unterlegenen hingegen ausgeträumt.
Die deutsche Bewerbung zielt auf die Austragung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 ab. Eine Entscheidung des IOC über den Gastgeber für 2036 wird für Mitte 2029 erwartet. Die internationale Konkurrenz ist groß: Katar und Indien haben eine Bewerbung angekündigt, und aus Europa könnten Istanbul oder Madrid als Rivalen auftreten. (red)
