Konkurrenz schwächelt Playoff-Kampf  spannend wie nie: Haie klettern auf Platz 10 – Freitag schon qualifiziert?

Spencer Machacek (Grizzlys Wolfsburg) trifft gegen die Kölner Haie.

Die Kölner Haie, hier im Duell am 13. März 2022 mit Wolfsburg, kämpfen in der DEL um die Playoffs.

Das ist nichts für schwache Nerven: Die Kölner Haie kämpfen in der DEL um die Playoffs. Spannender könnte das Saisonfinale nicht sein.

Es ist die Woche der Wahrheit für die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Playoffs ab dem 5. April 2022 oder Urlaub ab dem 3. April?

Jetzt ist das mit der Tabelle in der DEL in dieser Spielzeit nicht ganz so einfach, da zahlreiche Spiele wegen Corona ausgefallen sind (etliche Teams waren in Quarantäne). Aufgrund der engen Taktung und der zwischenzeitlichen Olympia-Pause können nicht alle Spiele nachgeholt werden. Die Liga hatte zwar die Hauptrunde verlängert, doch das reicht nicht ganz.

Mittlerweile entscheidet daher der Punktequotient über Playoffs und Abstieg. Gut für die Haie: Sie können rechnerisch nicht mehr absteigen. Für die Tabelle gilt: Die Anzahl der Punkte wird durch die Anzahl der tatsächlich absolvierten Spiele geteilt. Aktuell liegen die Haie auf Platz zehn mit einem Quotienten von 1,278. Elfter ist Augsburg (1,26), dahinter rangiert Bietigheim (1,259) als Zwölfter, Iserlohn ist 13. (1,231). Können die Haie auf dem letzten Platz, der für die Pre-Playoffs reicht, bleiben?

Das Restprogramm der beteiligten Teams im Kampf um Platz zehn

  • Platz 10: Kölner Haie: Bietigheim (auswärts, 1. April); Ingolstadt (heim, 3. April)
  • Platz 11: Bietigheim Steelers: Kölner Haie (heim, 1. April); Eisbären Berlin (auswärts, 3. April)
  • Platz 12: Augsburger Panther: Nürnberg (auswärts, 1. April); Düsseldorf (heim, 3. April)
  • Platz 13: Iserlohn Roosters: Krefeld (heim, 1. April); RB München (auswärts, 3. April)

Die Konkurrenz im Kampf um Platz zehn spielte noch unter der Woche. Augsburg verlor in Berlin am 29. März 2022 mit 1:5, Bietigheim verlor in Ingolstadt am 29. März mit 2:4 und kassierte am 30. März erneut dort die nächste Pleite beim 3:5. Weil die Konkurrenz schwächelte, rutschten die Haie von Platz 12 auf 10.

Am Freitag (19.30 Uhr) steigt dann das Duell der Kölner Haie mit dem direkten Konkurrenten Bietigheim (auswärts). So kann es am Sonntag (3. April, 14 Uhr, Lanxess-Arena) gegen Ingolstadt zum großen Drama beim Kampf um die Playoffs kommen.

Zwei Haie-Siege (in Bietigheim und gegen Ingolstadt) würden für Köln die Playoffs bedeuten. Bietigheim spielt am Sonntag noch in Berlin.

Dramatischer geht es kaum: Denn ausgerechnet beim wohl alles entscheidenden letzten Hauptrunden-Spiel am Sonntag gegen Ingolstadt dürfen die Haie wieder vor einer ausverkauften Lanxess-Arena spielen.

Kölner Haie: Hauptrunden-Finale vor 18.600 Fans möglich

Bisher sind rund 12.000 Tickets verkauft, 18.600 dürfen rein. KEC-Stürmer Alex Oblinger (33) zählt auf die Fans: „Wir wollen auf dem Eis alles tun, was in unserer Macht steht, um einen Playoff-Platz zu erreichen. Dabei werden unsere Fans aber auch ein wichtiger Faktor sein. Die Saison war am Ende für uns alle sehr frustrierend, aber wir haben es gemeinsam in der Hand, das Beste rauszumachen!“

Im besten Fall könnte es am Sonntag sogar eine Playoff-Party in der Kölner Arena werden. Denn die Haie könnten eventuell schon am Freitag die Playoffs erreichen. Bei einem Drei-Punkte-Sieg in Bietigheim und zeitgleichen Niederlagen von Augsburg und Iserlohn wäre der KEC für die Pre-Playoffs qualifiziert.

Doch es können auch alle Träume platzen! Für die Haie wäre es die dritte Spielzeit in Folge ohne Playoff-Teilnahme. Stürmer Oblinger sagt kämpferisch: „Wir haben keine Lust auf Sommerpause.“ Sollten die Pre-Playoffs erreicht werden, spielen die Haie als Zehnter gegen den Siebten in der Serie Best of three (5., 7. und 8. April) um den Einzug ins Viertelfinale (ab 10. April).

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