Die Kölner Haie müssen ihre erste Niederlage in der Champions Hockey League hinnehmen. Dafür steht der Gegner im Achtelfinale jetzt fest.
Overtime in der SchweizHaie mit erster CHL‑Pleite – Achtelfinal-Gegner steht fest

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Die Kölner Haie haben in der CHL bei Genève-Servette verloren.

Erste CHL-Pleite am 6. Spieltag! Die Kölner Haie haben am Mittwochabend (14. Oktober) in der Champions Hockey League beim Genève-Servette HC mit 3:4 nach Overtime verloren.
Beide Teams waren aber schon vor dem letzten Gruppenspieltag für das Achtelfinale qualifiziert. Die ersten fünf Spiele in der CHL hatten die Kölner allesamt gewonnen, jetzt also die erste Niederlage.
Kölner Haie verlieren in Genf
Der KEC schließt die Gruppenphase auf dem dritten Platz ab. Damit steht auch der Gegner für das Achtelfinale fest: HC Bili Tygri Liberec. Das Hinspiel gegen die Tschechen findet am 10. oder 11. November statt, das Rückspiel eine Woche später (genaue Ansetzung steht noch aus).
Neben den beiden Verletzten (Dominik Bokk und Felix Brückmann) schonte Trainer Thomas Berglund in Genf ein paar Kräfte. Janne Juvonen, Carlos Händel, Patrick Russell und Ryan MacInnis waren in Genf nicht mit dabei.
Zwischen den Pfosten stand erneut Nico Wiens, der zu Beginn der Partie direkt mal was zu tun bekam. Die ersten Chancen der Hausherren durch Simas Ignatavicius parierte der junge Goalie noch (3. Minute). Auch die Haie kamen durch Gregor MacLeod (5.), Frederik Storm (6.) und Brady Austin (8.).
Den ersten Treffer des Abends erzielten dann aber doch die Genfer: Der KEC verlor die Scheibe im Aufbau vor dem eigenen Kasten, Marco Miranda musste nur noch Matthew Verboon bedienen, der zur 1:0-Führung einschob (12.). Auch danach waren die Schweizer das gefährlichere Team, die Haie mussten sich erst einmal ein wenig fangen.
Kurz vor der ersten Drittelpause schlugen die Kölner dann auch zurück! Diesmal nutzte der KEC einen Fehler der Genfer, nach Vorlage von MacLeod traf Austin in der 20. Minute zum 1:1.
Im Mitteldrittel machten das Berglund-Team da weiter, wo es zuvor aufgehört hatte. Erst scheiterte MacLeod mit einer Doppelchance an Genf-Keeper Joren van Pottelberghe (21.), wenig später ließ Daniel Fischbuch die Kölner jubeln und traf zum 2:1 (22.).
In der Folge überstanden die Haie zwei Unterzahl-Situationen kurz hintereinander, konnten danach zweimal ein Powerplay aber ebenfalls nicht für einen Treffer nutzen. Im zweiten Powerplay unterlief den Kölnern sogar ein blöder Fehler mit zu vielen Spielern auf dem Eis, wodurch MacLeod auf der Strafbank Platz nehmen musste.
Kölner Haie jetzt wieder in der DEL gefordert
Kurz vor Ende des zweiten Spielabschnitts kam es dann zu einer heiklen Situation: Weil MacLeod (unsportliches Verhalten) und Austin (hoher Stock) beide auf die Strafbank mussten, galt es für die Haie, eine doppelte Unterzahl zu überstehen. Das gelang aber nicht, wenige Sekunden vor der Sirene traf Jesse Puljujärvi zum 2:2.
Das dritte Drittel war dann nicht ganz so spektakulär wie die 40 Minuten zuvor, die Haie starteten aber gut. Sowohl eine Unterzahl als auch ein Powerplay blieben ergebnistechnisch ohne Folgen. In der 54. Minute hatte MacLeod nochmal einen starken Abschluss, Tim Fleischer konnte den Nachschuss nicht nutzen.
Dann jubelten zunächst aber wieder die Gastgeber: Weil Fischbuch einen kaputten Schläger vor den Schuss eines Gegenspielers schob, gab es Penalty für Genf. Den verwandelte Puljujärvi souverän (55.). Das war aber noch nicht der Schlusspunkt! Denn die Haie hatten eine schnelle Antwort parat: Etwas weniger als drei Minuten vor der Sirene glich Maxi Kammerer mit seinem Treffer zum 3:3 wieder aus (57.).
Somit ging es in die Overtime – und da ging es ganz schnell! Nur sieben Sekunden dauerte es, ehe Puljujärvi für die Schweizer zum 4:3-Siegtreffer traf. Am 6. Spieltag also die erste CHL-Niederlage für die Haie.
Mitte November wartet im Achtelfinale also Liberec. Weiter geht es für die Kölner Haie bereits am Freitag (16. Oktober). Dann steht in der DEL das Auswärtsspiel bei den Iserlohn Roosters an (19.30 Uhr).

