Kölner Haie im Tief Heftige Packung in Nürnberg, Müller fliegt vom Eis und massive Geisterspiel-Folgen

Pascal Zerressen (Kölner Haie) gegen Tim Fleischer (Nürnberg Ice Tigers).

Nürnberg Ice Tigers Icetigers gegen die Kölner Haie Köln am 21. Dezember 2021: Pascal Zerressen (Haie) jagt Tim Fleischer (Nürnberg).

Dritte Niederlage in Folge für die Kölner Haie und finanzielle Sorgen aufgrund erneuter Geisterspiele. Der KEC erlebt ein trauriges Weihnachtsfest.

Corona-Horror und Pleite für die Kölner Haie! Was für ein mieser Dienstag für den Eishockey Klub. Zunächst wurde am 21. Dezember 2021 auf der Bund-Länder-Konferenz beschlossen, dass bis auf weiteres keine Zuschauer mehr bei sportlichen Großveranstaltungen zugelassen werden und dann gab es eine Niederlage am Abend bei den Nürnberg Ice Tigers.

Der KEC verlor bei den Nürnberg Ice Tigers mit 1:6. Unrühmlicher Zwischenfall: Nach einem Knie-Check gegen Welsh wurde Kölns Stürmer Marcel Müller in der 26. Minute vom Eis geschickt: 5 plus Spieldauerstrafe. Nürnberg führte zu diesem Zeitpunkt knapp mit 2:1. Danach fanden die Haie in keiner Phase des Spiels ihren Rhythmus und gingen am Ende unter. KEC-Profi Andreas Thuresson sagte bedient bei MagentaSport: „Die waren besser, die waren on fire. Wir müssen jetzt weiter hart arbeiten.“

Geisterspiele: Kölner Haie werden hart getroffen im Januar 2022

Doch was an diesem Tag viel schlimmer war als die deftige Niederlage, waren die Sätze des neuen Kanzlers. „Überregionale Großveranstaltungen dürfen nicht mehr mit Publikum stattfinden, das betrifft insbesondere Fußballspiele“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (63), aber eben auch die DEL, die Basketball-Liga und andere Sportveranstaltungen. Wie lange diese Regelung gilt, blieb zunächst offen. Am 7. Januar 2022 wollen sich die Politiker erneut beraten.

Für den KEC ist das finanziell eine Katastrophe. Am 26. Dezember dürfen gegen Augsburg wahrscheinlich noch 5000 Zuschauer in die Arena, dann wird dicht gemacht. Am 28. Dezember kommen die Eisbären aus Berlin, am 2. Januar 2022 Mannheim, am 3. Januar Bremerhaven, am 9. Januar München, am 11. Januar Iserlohn, am 16. Januar die Düsseldofer EG. Es werden wohl alles Geisterspiele anstatt Zuschauerfeste!

Dann folgt die Olympia-Pause bis zum 22. Februar, wenn es mit dem Heimspiel gegen Berlin weiter geht. Ob dann wieder Zuschauer zugelassen werden, ist noch unklar und hängt von der Coronalage im Land ab. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hat schon finanzielle Hilfen für die Klubs der Liga gefordert: „Für uns ist extrem wichtig, dass die Coronahilfe Profisport weiter fließt. Es reicht aber nicht, sie nur zu verlängern.“

DEL-Boss Tripcke fordert mehr finanzielle Hilfen

Tripcke weiter: „Es muss auch die Kappungsgrenze von 1,8 Millionen Euro pro Klub erhöht werden, denn diese ist für 2020 und 2021 bereits ausgeschöpft. Es sind noch über 200 Millionen im Topf, diese müssen auch schnellstens an die massiv betroffenen Ligen verteilt werden.“ Der DEL-Boss hat auch wenig Verständnis für erneute Geisterspiele: „Unseres Wissens hat es immer noch keinen behördlich nachverfolgten Infektionsfall bei Besuch eines DEL-Spiels gegeben.“ Das sieht auch Stefan Löcher, Geschäftsführer der Lanxess-Arena so für Veranstaltungen in der Kölner Arena, wo ein durchdachtes Belüftungssystem für reichlich Zirkulation sorgt. Die Events in der Arena gleichen so einer Freiluftveranstaltung.

Nach Informationen von EXPRESS.de haben die Haie-Spieler Klauseln in ihren Verträgen, nach denen ihr Gehalt auch an die Kapazität beziehungsweise die Auslastung in der Arena gekoppelt ist. Tripcke spricht auch über andere Klubs, wenn er erklärt: „Viele Klubs haben Zuschauerklauseln in den Verträgen, aber sich bisher gescheut, sie einzufordern. Sie werden jetzt gezogen werden müssen. Die Klubs werden irgendwie über die Saison kommen, aber viele Klubs sind für die Zukunft wirklich gefährdet. Die Solidarität der Fans und Sponsoren ist nicht unendlich. Für die gesamte Branche ist das extrem schädlich und macht alle Planungen zunichte.“

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