Haie-Horror im letzten Drittel KEC schenkt 2:0-Führung her – und fällt am Ende auseinander

Getümmel vor dem Tor der Kölner Haie

Die Kölner Haie lieferten den Fischtown Pinguins am Freitagabend einen harten Fight.

12. Saison-Auftritt für die Kölner Haie. Am 13. Spieltag der DEL ging es für den KEC zu den Fischtown Pinguins Bremerhaven. Nach starkem Start glitt den Haien das Spiel spät aus den Händen.

Vier Tage Zeit hatten die Kölner Haie, um den Frust nach der deftigen 3:7-Packung aus dem Heimspiel gegen die Eisbären Berlin abzuschütteln. Doch obwohl es lange nach geglückter Wiedergutmachung aussah, stand der KEC bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven am Ende mit leeren Händen da.

Am Freitag (21. Oktober 2022, 19.30 Uhr) gastiert das Team von Trainer Uwe Krupp (57) beim Tabellenzweiten der Liga. Die 2:0-Führung aus dem ersten Drittel verteidigten die Haie bis in den Schluss-Abschnitt, wurden dann aber eiskalt erwischt und unterlagen am Ende mit 2:4.

Kölner Haie mit starkem Beginn

Dabei brachten die Haie sich in Bremerhaven mit einem ganz starken Auftakt-Drittel früh auf Kurs. Der KEC störte die Gastgeber schon früh aggressiv, schränkte den Spielaufbau damit entscheidend ein. Dadurch hatte Oleg Shilin im Kasten zunächst nicht allzu viel zu tun.

Eine erste Unterzahl-Situation nach Zwei-Minuten-Strafe gegen David McIntyre überstand der KEC zur Mitte des Drittels schadlos, das eigene Powerplay nutzten die Gäste dann sogar direkt eiskalt aus! Andreas Thuresson traf in Minute 16 platziert in den Winkel – 1:0 für die Haie. Nur gute zwei Minuten hatte das Ergebnis Bestand, dann traf Jason Bast sogar zum 2:0. 

„Wir müssen physischer und härter spielen. Es ist einfach brutal hart“, sagte Bremerhaven-Stürmer Markus Vikingstad nach dem ersten Drittel einigermaßen verzweifelt bei Magenta Sport. Wie schon beim 5:0 im ersten Duell hatte der KEC mit kämpferischer Leistung gegen die stark in die Saison gestarteten Nordlichter die deutlich besseren Karten.

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Im zweiten Drittel waren die Gastgeber dann die aktivere Mannschaft, schnürten die Kölner vor deren Tor ein. Doch die dichte Deckung hielt auch im Mittel-Abschnitt, ermöglichte Bremerhaven kaum gefährliche Abschluss-Gelegenheiten. Und das, obwohl der KEC gleich vier Strafen kassierte. So stand das 2:0 auch nach Drittel-Ende auf der Anzeigetafel.

Kölner Haie gehen im Schluss-Drittel in Bremerhaven unter

„Wir haben sie ins Spiel kommen lassen mit unseren Strafen, das müssen wir vermeiden“, mahnte Maximilian Götzl nach zahlreichen Unterzahl-Minuten vor dem finalen Drittel: „Wir müssen weiter dran bleiben, dass wir hart, aber fair spielen.“

Doch den Schluss-Abschnitt verpatzten die Haie dann komplett. Mauermann traf schon nach zwei Minuten zum 1:2-Anschluss, keine Minute später war die KEC-Führung durch das 2:2 von Christian Wejse dahin.

Und es wurde nicht besser: In der 51. Minute schraubte Vikingstad das Ergebnis auf 3:2, Jan Urbas sorgte mit dem 4:2 drei Minuten später für die Vorentscheidung. Zeit war zwar noch auf der Uhr, doch den vierfachen Tiefschlag binnen zwölf Minuten konnte der KEC nicht verdauen.

„Wir haben unsere Gelassenheit verloren“, ärgerte sich Jason Bast nach der Partie über die vermeidbare Niederlage. Nach den vielen Unterzahl-Minute fehlte dem Kanadier und seinen Kollegen in den Schlussminuten die Frische in den Beinen. Das nutzten die Gastgeber letztlich eiskalt aus.

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