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Eishockey-WM Viertelfinale sicher, aber Stützle-Schock – Kapitän Müller spricht über Frau in der Kabine

Eishockey-Nationalmannschaft: Jubel beim Sieg gegen Italien von Kai Wissmann, Moritz Müller und Alexander Ehl.

Deutschlands Eishockeyspieler Kai Wissmann (Mitte) feiert mit Moritz Müller (l.) und Alexander Ehl am 20. Mai 2022 beim WM-Spiel gegen Italien (9:4).

Am spielfreien Samstag konnte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft den Einzug ins WM-Viertelfinale feiern. Am Sonntag gab es aber eine schlechte Nachricht.

Deutschland im Eishockey-Fieber! Bei der WM in Finnland zieht die deutsche Auswahl vorzeitig ins Viertelfinale ein. Nach dem 0:3 von Frankreich gegen Dänemark ist Deutschland mit zwölf Punkten aus fünf Spielen nicht mehr von den ersten vier Plätzen in Gruppe A zu verdrängen. Noch stehen aber zwei Gruppenspiele gegen Kasachstan (Sonntag, 22. Mai, 15.20 Uhr, Sport1) und gegen die Schweiz (Dienstag, 24. Mai, 11.20 Uhr) an.

Am Sonntag (22. Mai 2022) dann eine Hiobsbotschaft: NHL-Stürmer Tim Stützle wird aufgrund seiner Knieverletzung bei der Weltmeisterschaft in Finnland nicht mehr zum Einsatz kommen. Bitter!

Tim Stützle kann bei der Eishockey-WM nicht mehr spielen

Der 20-Jährige verletzte sich beim 3:2 gegen Frankreich nach einem Check gegen das Knie. „Tim hatte Glück im Unglück. Er hat eine Knieverletzung erlitten, die schnell und komplett ausheilen wird“, so DEB-Sportdirektor Christian Künast. Doch das WM-Aus sei unvermeidbar: „Tim würde in den anstehenden Spielen vom Gegner nicht geschont werden und seine Gesundheit steht an erster Stelle. Es ist somit folgerichtig und konsequent, diese Vorsichtsmaßnahme zu treffen.“

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Mit weiteren Erfolgen könnte Deutschland als Zweiter das Viertelfinale erreichen. Dann könnte man Top-Teams wie Finnland oder Schweden zunächst aus dem Weg gehen und auch am aktuellen Spielort in Helsinki bleiben.

Kapitän Moritz Müller im Interview über die Eishockey-WM

Im Interview mit Express.de spricht Kapitän Moritz Müller (35) über die bisherigen Strapazen und den weiteren Turnierverlauf.

Herr Müller, wo erreichen wir Sie?

Moritz Müller: Ich genieße den freien Tag und trinke einen Kaffee im Hafen von Helsinki. Das Wetter ist gut, meist ist es sonnig. Aber es ist noch nicht so warm wie in Deutschland.

Wie war die erste Turnierwoche?

Müller: Es war schon sehr anstrengend, mit vielen intensiven Spielen in kurzer Zeit. Aber wenn man erfolgreich ist, fällt ja alles leichter. Gewinnen macht Spaß.

Gegen Italien gab es beim 9:4 den vierten Sieg in Serie. Wo holen Sie die Energie her?

Müller: Es ist wichtig in so einem Turnier, dass man unmittelbar nach den Spielen mit der Regeneration beginnt. Dazu gehört gutes Essen, viel trinken und Schlaf. Zudem haben wir sehr gute Physios dabei, die sich perfekt um den Körper kümmern.

Wie viel trinken Sie denn so am Tag?

Müller: An Spieltagen sind es schon bis zu sechs Liter. Ich muss sagen, dass ich mich wirklich gut fühle.

Wie ist die Stimmung im Team?

Müller: Wir haben beim DEB eigentlich immer eine sehr gute Stimmung. Wir wissen seit Jahren, was es braucht, um erfolgreich zu sein. Wir haben zusammen positive Erfahrungen gesammelt, das schweißt zusammen und als Mannschaft sind wir auf einem guten Weg.

Bei Olympia im Februar 2022 in Peking lief es nicht so gut. Ist das jetzt die Antwort darauf?

Müller: Wenn wir das eine Turnier rausziehen, dann muss ich klar sagen: Bei Olympia konnten wir nie richtig Fuß fassen, sind nicht reingekommen. Da gab es viele Sachen, die nicht optimal für uns gelaufen sind und der Erwartungsdruck war nach Silber 2018 enorm hoch. Aber ich betrachte uns lieber seit 2016. Und seitdem waren wir sehr erfolgreich bei Weltmeisterschaften. Ich würde also nun sagen: Das ist keine Antwort oder Reaktion auf Olympia, wir gehen einfach unseren erfolgreichen Weg weiter.

Im Trainerteam ist mit Jessica Campbell eine Frau dabei, ändert das etwas in der Kabine?

Müller lacht: Vielleicht benehmen sich einige Jungs jetzt besser. Ich war früher in der Schule in einer reinen Jungenklasse, das war gar nicht gut. Aber im Ernst: Dass Jessica bei uns arbeitet, war hier bei der WM schon ein großes Thema. Aber die Qualität sollte entscheiden und nicht das Geschlecht. Sie ist für unser Unterzahlspiel zuständig und macht einen wirklich guten Job.

Wie schätzen Sie den weiteren Turnierverlauf ein und was ist im Viertelfinale möglich?

Müller: Wir haben noch zwei schwere Spiele in der Vorrunde vor uns. Kasachstan spielt gegen den Abstieg, die werden unangenehm. Und die Schweiz zählt für mich zu den Favoriten auf den Titel. Dann geht es schon Richtung Viertelfinale. Wir wissen noch nicht gegen wen, wollen aber natürlich auch dieses Spiel gewinnen.

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