In der Viertelfinal-Serie zwischen München und Ingolstadt geht es hoch her. Daniel Pietta lässt in einem Interview tief blicken.
„Oha!“Nach Brutalo-Check: Interview lässt Moderator aufhorchen

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Die DEL-Playoffs sind in vollem Gange – und in einer Viertelfinal-Serie rumort es gewaltig! Beim Duell Red Bull München gegen ERC Ingolstadt kam es im vierten Spiel am Dienstag (31. Mai) zu einem Eklat.
Eishockey-Nationalspieler Fabio Wagner sorgte kurz vor Schluss mit einem rücksichtslosen Check gegen den Kopf von Edwin Tropmann für Empörung. Tropmann blieb danach bewusstlos auf dem Eis liegen, wurde ins Krankenhaus gebracht. Mittlerweile geht es dem Ingolstädter wieder etwas besser.
Ingolstadt-Profi Pietta: „Werde mich dazu äußern, was da alles ablief“
München-Profi Wagner wurde daraufhin von der DEL für mindestens 14 Spiele gesperrt, darf in den Playoffs in diesem Jahr definitiv nicht mehr eingesetzt werden.
Nach seinem Check hatten die Schiedsrichter nach kurzer Beratung mit Trainern und Kapitänen die verbleibenden 100 Sekunden einfach von der Uhr laufen lassen. Das Spiel war beim Stand von 7:2 für Ingolstadt ohnehin schon entschieden gewesen, an Eishockey war nicht mehr zu denken.
Wagner bat Tropmann einen Tag nach dem Brutalo-Check öffentlich um Entschuldigung. Es tue ihm „aufrichtig leid“, sagte er in einem Instagram-Video, es sei „ein Fehler von mir“ gewesen, er trage „die volle Verantwortung für mein Handeln“ und wünsche „gute Besserung“.
Doch das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen zu sein. Das ließ zumindest ERC-Stürmer und DEL-Routinier Daniel Pietta beim fünften Spiel zwei Tage später durchblicken.

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Keilerei zwischen Chris DeSousa und Daniel Pietta. Der Ingolstädter kündigte in einem Interview an: „Ich werde mich nach der Serie irgendwann mal dazu äußern, was da alles ablief.“
Nach dem ersten Drittel wurde Pietta am Donnerstag im Interview mit MagentaSport gefragt: „Wie bewerten Sie die Stimmung auf dem Eis? Es wirkt jetzt eigentlich noch alles sehr ruhig. Wie nehmen Sie das wahr?“ Daraufhin erwiderte der gebürtige Krefelder: „Von unserer Seite war immer alles okay. Ich werde mich nach der Serie irgendwann mal dazu äußern, was da alles ablief. Aber jetzt konzentrieren wir uns auf unser Spiel hier.“
Im Studio des Streaming-Anbieters sorgte das Interview für großes Aufsehen. „Oha!“, sagte Moderator Sascha Bandermann: „Daniel Pietta mit einer kleinen Ankündigung.“
Magenta-Experte Patrick Ehelechner spekulierte: „Also gab es doch mehr“, woraufhin Bandermann erwiderte: „Ja, dem steckt irgendwas noch quer.“ Er sei jedenfalls „schon gespannt“, was Pietta sagen werde, so Ehelechner: „Interessant auf jeden Fall.“
München gewann Spiel fünf schließlich mit 6:3 und stellte die Serie auf 3:2. Weiter geht es bereits am Samstag in Ingolstadt. (mit sid)

