Olympiasieger schlägt Maaßen Das sind die Ex-Sportler im Bundestag – Pechstein scheitert

Jens Lehmann von der CDU steht am Pult des Bundestages und spricht.

CDU-Politiker Jens Lehmann am 24. Mär bei seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag.

Sport und Politik. Für einige gehören diese beiden Bereiche nicht zusammen, für andere gehen sie Hand in Hand. Letzteres wird auch bei dieser Bundestagswal deutlich.

Berlin. Nicht selten sind Politiker sportbegeistert und sogar glühende Fans, doch auch andersherum geht es: Sportler, die nach ihrer Karriere den Weg in die Politik antreten. Das beste Beispiel ist George Weah (54). Der Weltfußballer von 1995 ist seit 2018 sogar Präsident seines Heimatlandes Liberia.

Auch bei der Bundestagswahl am 26. September 2021 standen einige Ex-Sportler als Direktmandaten zur Wahl. Manche schafften den Sprung ins Parlament, andere scheiterten.

Frank Ullrich übertrifft Hans-Georg Maaßen

Biathlon-Olympiasieger Frank Ullrich (63) von der SPD ist per Direktmandat in den 20. Deutschen Bundestag eingezogen. Er setzte sich dabei gegen CDU-Rechtsaußen Hans-Georg Maaßen (58) durch. Im vorläufigen Endergebnis der Bundestagswahl erhielt Ullrich im Wahlkreis 196 in Südthüringen 33,6 Prozent der Stimmen, Maaßen landete deutlich dahinter mit 22,3 Prozent.

Damit wird Ullrich erstmals im Parlament vertreten sein, er ist einer von zwei Olympiasiegern im gesetzgebenden Organ der Bundesrepublik Deutschland.

Ex-Bahnradprofi Jens Lehmann (CDU), nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen deutschen Fußballnationaltorwart Jens Lehmann (51), holte wie schon 2017 erfolgreich sein Direktmandat.

Der 53 Jahre alte Olympiasieger im Mannschaftszeitfahren von 1992 und 2000 setzte sich in Leipzig (Wahlkreis 152) mit 20,5 Prozent hauchdünn vor SPD-Kandidat Holger Mann (20,2) durch.

Claudia Pechstein muss sich geschlagen geben

Die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin Claudia Pechstein (49), die am Sonntag für die CDU erstmals zur Wahl gestanden hatte, musste sich im Wahlkreis 84 in Berlin Treptow-Köpenick mit 13,5 Prozent der Stimmen hingegen dem langjährigen Abgeordneten Gregor Gysi (Die Linke/35,4) geschlagen geben. Ihre Hoffnung, über den sechsten Platz auf der CDU-Landesliste in den Bundestag einzuziehen, zerschlug sich.

Die SPD geht nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Bundestagswahl mit 25,7 Prozent als Sieger hervor, dahinter landete die CDU/CSU mit 24,1 Prozent. Die Grünen erhielten 14,8 Prozent, gefolgt von der FDP (11,5), der AfD (10,3) und der Linken (4,9). (sid/jm)

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