Nach fast 30 Jahren Schleichender Telekom-Rückzug: Baskets Bonn brauchen neuen Namen und Sponsor

Spieler in den Katakomben vor dem Spiel Telekom Baskets Bonn vs. NINERS Chemnitz.

Die Telekom Baskets Bonn müssen sich ab Sommer 2022 einen Namen suchen. Das Bild entstand am 30. Oktober 2021 vor dem Heimspiel der Baskets gegen die Niners Chemnitz.

Schon fast 30 Jahre haben die Telekom Baskets Bonn dank des Medienunternehmens ihren Namen, im Sommer 2022 ist damit aber Schluss. Die Bonner müssen sich einen neuen Namen suchen.

Bonn. Seit fast 30 Jahren ist ist die Telekom der Namensgeber der Telekom Baskets Bonn. Ab Sommer 2022 ist dieser Name aber Geschichte, und das obwohl die Telekom dem Basketball-Bundesligisten als Vertragspartner erstmal erhalten bleibt. Aber nicht mehr lange. Es wird ein schleichender Rückzug.

Zwar verlängerten die Bonner den Vertrag mit dem bisherigen Haupt- und Namenssponsor Telekom vorzeitig um drei Jahre bis 2025, die Namensrechte gibt das Medienunternehmen ab dem 1. Juli 2022 aber frei. Das gab die Telekom am Dienstag (16. November 2021) bekannt.

Telekom seit 1993 Sponsor bei Bonner Basketballern

Zudem werde die Sponsoringsumme „über den Vertragszeitraum kontinuierlich reduziert“, soll aber auch in der Saison 2024/25 noch im siebenstelligen Bereich liegen, heißt es in der Mitteilung. Seit 1993 ist die Telekom Sponsor und Namensgeber des Bonner Basketball-Bundesligisten.

„Wir haben in den vergangenen fast dreißig Jahren deutlich mehr als 80 Millionen Euro in den Auf- und Ausbau des Basketballstandortes Bonn investiert“, sagte Michael Hagspihl, Leiter Globale Projekte und Marketing Partnerschaften bei der Telekom.

Hagsphil weiter: „Jetzt glauben wir, ist es an der Zeit, frische Impulse von außen zuzulassen und das Sponsoring der Baskets auf breitere Füße zu stellen. Deshalb machen wir den Platz als Haupt- und Namenssponsor ab der nächsten Spielzeit frei.“

Ob die Bonner Baskets einen Partner finden, der ähnlich viel Geld in den Klub steckt wie die Telekom, ist fraglich. Somit ist auch die Zukunft als Bundesligastandort ungewiss. Die Beispiele aus der Nachbarschaft zeigen, dass hochklassiger Basketball ohne Groß-Sponsor kaum möglich ist. Bayer zog finanziell in Leverkusen den Stecker, das Team spielt nur noch in der ProA. Die Kölner Basketballer suchen auch seit Jahren einen Sponsor, der ein konkurrenzfähiges Team möglich macht. Früher war das unter anderem mal Saturn. (sid, exp)

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