Rücktritt mit nur 25 Jahren Ashleigh Barty beendet Tennis-Karriere „absolut verbraucht“

Ashleigh Barty hält den Pokal der Australian Open in der Hand und winkt.

Ashleigh Barty beendet ihre Tennis-Karriere mit nur 25 Jahren. Hier im Bild nach dem Gewinn der Australian Open am 29. Januar 2022.

Die Weltranglistenerste Ashleigh Barty hat völlig überraschend ihr Karriereende verkündet. Die Tennisszene ist geschockt.

Tennis-Star Ashleigh Barty setzte sich in einem schlichten, dunkelblauen Shirt vor die Kamera und hatte ein Lächeln auf den Lippen, bevor sie am Mittwoch (23. März 2022) völlig überraschend ihr Karriereende auf Instagram verkündete: „Ich weiß im Herzen, dass es für mich richtig ist.“

Die aktuelle Wimbledon- und Australian-Open-Siegerin, die einstige French-Open-Titelträgerin, die dominante Spielerin der Tour verlässt unvermittelt die große Bühne.

Auch Barty selbst lässt der Tennis-Rücktritt nicht kalt: „Es ist das erste Mal, dass ich es laut ausspreche, und ja, es ist schwer zu sagen“, sagte die emotionale Barty in dem Gespräch mit ihrer ehemaligen Doppelpartnerin Casey Dellacqua. „Aber sie sei ‚so glücklich‘ und ‚so bereit‘ für den einschneidenden Schritt.“

Rücktritt noch vor Karrierehöhepunkt?

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Ein Schritt, den Experten und Beobachter nicht hatten kommen sehen. Die WTA huldigte ihrem jahrelangen Aushängeschild. „Danke, dass du eine unglaubliche Botschafterin für diesen Sport und für Frauen auf der ganzen Welt bist“, schrieb die Spielerinnen-Organisation: „Wir werden dich so sehr vermissen, Ash.“

Hier sehen Sie den Rücktritt im Video:

„Man soll gehen, wenn es am schönsten ist“, sagt ein Sprichwort. Doch die erst 25-jährige Barty hätte den wirklichen Höhepunkt ihrer Leistungen und ihrer Karriere wohl noch vor sich gehabt. 2019 war ihr in Paris der erste Coup gelungen sowie der Sprung an die Spitze der Weltrangliste, bevor sie in der Hochphase der Corona-Pandemie auf Reisen verzichtete.

Im vergangenen Jahr bewies die Athletin aus Ipswich/Queensland (England) ihren Ausnahmestatus dann beim Triumph in Wimbledon, bevor sie mit dem ersten Heimsieg seit 1978 im Januar dieses Jahres endgültig in ihrer Heimat zur Ikone aufstieg. Zum Zeitpunkt ihres Karriereendes ist sie Weltranglistenerste.

Barty: Körperlich „absolut verbraucht“

Doch jetzt ist Schluss für die „dankbare“ Barty. Sie sei sich sicher, „dass der Zeitpunkt richtig wäre“, um abzutreten und „andere Träume zu verfolgen“. Erfolg sei zu wissen, „dass ich absolut alles gegeben habe“. Sie sei „erfüllt“ und „ich weiß, wie viel Arbeit es braucht, um das Beste aus sich herauszuholen“.

Diesen „physischen Antrieb, das emotionale Verlangen und irgendwie alles, was man braucht, um sich auf höchstem Niveau herauszufordern“, spüre sie nicht mehr in sich. Sie wisse einfach, dass sie „absolut verbraucht“ sei: „Ich weiß, dass ich körperlich nichts mehr zu geben hatte und das ist Erfolg für mich“. Barty verlässt das Spitzentennis mit einem Lächeln - und ihre Sportart verliert eine herausragende Athletin und Botschafterin. (sid/sto)

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