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Gräueltat in Afghanistan Terror gegen Frauen: Taliban köpfen Junioren-Nationalspielerin

Bewaffnete Taliban patrouillieren in Afghanistan auf der Straße

Bewaffnete Taliban, wie hier am 19. August 2021, prägen das Bild auf den Straßen in Afghanistan. Jetzt gibt es Berichte über eine neue Gräueltat.

Die Schreckensherrschaft der Taliban in Afghanistan macht auch vor dem Sport nicht halt: Anfang Oktober wurde eine Volleyball-Nationalspielerin geköpft, wie ihr Trainer nun bestätigte. 

Kabul. Eine Horror-Tat in Afghanistan sorgt für Entsetzen nicht nur in der Sportwelt: Mahjabin Hakimi, eine afghanische Volleyball-Juniorennationalspielerin, wurde Anfang des Monats von den Taliban enthauptet.

Hakimi war eine der Star-Spielerinnen des Kabul Municipality Volleyball Club, bevor das alte Regime in Afghanistan zusammenbrach, die westlichen Truppen das Land verließen und die Taliban an die Macht zurückkehrten.

Die richten ihre Gräueltaten vor allem gegen Frauen wie Hakimi. Auf Social Media tauchten Bilder auf, die darauf hindeuteten, dass ihr etwas Schreckliches widerfahren war. Nun wurde das von einem Trainer in einem Interview bestätigt, wie unter anderem The Tribune of India berichtet. Die Taliban hätten das junge Mädchen Anfang Oktober hingerichtet, der Fall sei nicht öffentlich geworden, weil die Familie bedroht und zum Schweigen gebracht wurde.

Taliban mit immer mehr Gräueltaten in Afghanistan

Immer mehr häufen sich die Berichte, dass die Gräueltaten der Taliban in Afghanistan wieder vermehrt vorkommen, es wird von Säuberungen gesprochen, bei Demonstrationen sind seit August mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Auch Journalisten werden bedroht. „Einer der Taliban stellte seinen Fuß auf meinen Kopf und drückte mein Gesicht gegen den Beton. Sie traten mir gegen den Kopf. Ich dachte, sie würden mich umbringen", sagte der Fotograf Nematullah Nakdi der Nachrichtenagentur AFP. Auf die Frage, warum er geschlagen werde, sei ihm gesagt worden: "Du hast Glück, dass du nicht geköpft wurdest.“

Die Gewalt der neuen, alten Machthaber richtet sich stark gegen die Frauen, deren Rechte nach der Übernahme der Macht wieder deutlich auf ein Minimum beschnitten wurden. So wurden sie inzwischen auch wieder vom Bildungssystem ausgeschlossen. Öffentlich für ihre Rechte zu demonstrieren, ist zu gefährlich. Und Stars wie Mahjabin Hakimi sind allein durch ihre Existenz eine Bedrohung für das islamistische System. (ach)

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