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Abnehmspritze mit Rezept onlineWie funktioniert das beim Anbieter DrAnsay und was solltest du vorher wissen?

Eine Frau sitzt mit dem Smartphone auf der Couch.

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Das Gesundheitsportal DrAnsay führt unter anderem auch Abnehmspritzen im Sortiment.

Wegovy, Mounjaro, Saxenda oder Orlistat auf Rezept, und das ganz ohne Praxisbesuch? Wir erklären, wie der Weg zu Abnehmspritze oder Abnehmpräparat über DrAnsay funktioniert, für wen sie zugelassen sind und worauf du vor der Bestellung achten solltest.

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Wegovy, Mounjaro, Saxenda: Die „Abnehmspritze" ist in aller Munde. Dabei gibt es sie nicht einfach im Drogeriemarkt. Alle diese Mittel sind verschreibungspflichtig. Wer sich dafür interessiert, braucht ein ärztlich ausgestelltes Rezept. Das gibt es inzwischen auch online. Der Anbieter DrAnsay führt fünf Präparate zur Gewichtsreduktion, vom Fettblocker in Kapselform bis zur wöchentlichen Spritze. Wir erklären, wie das Ganze abläuft, was dahintersteckt und was du wissen solltest.

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Hinweis: EXPRESS.de ist kein medizinisches Portal. Dieser Artikel informiert und ersetzt keine ärztliche Beratung. Ob ein Medikament für dich infrage kommt, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Wie funktioniert die Abnehmspritze überhaupt?

Die bekannten Spritzen enthalten Wirkstoffe, die ein körpereigenes Signal nachahmen. Dieses Darmhormon heißt GLP-1. Es wird nach dem Essen ausgeschüttet und meldet dem Gehirn unter anderem Sättigung. Semaglutid (Wegovy) und Liraglutid (Saxenda) ahmen dieses Hormon nach, Tirzepatid (Mounjaro) zusätzlich ein zweites Hormon namens GIP. Die Wirkstoffe sorgen dafür, dass man früher satt ist und weniger Hunger verspürt. Das Mittel ersetzt weder Ernährung noch Bewegung. Die Behandlung ist laut Zulassung immer als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Ernährung und mehr Bewegung gedacht.

Adipositas gilt in Deutschland seit 2020 als anerkannte Krankheit. Starkes Übergewicht kann zum Beispiel Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes oder Schlafapnoe begünstigen. Deshalb gibt es überhaupt Medikamente, die ärztlich verordnet werden.

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Für wen sind die Mittel zugelassen?

Die Zulassung für die Spritzen und die Wegovy-Tabletten gilt für Erwachsene mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 (Adipositas). Alternativ gilt sie bei einem BMI von 27 bis unter 30, wenn mindestens eine gewichtsbedingte Begleiterkrankung hinzukommt, etwa Bluthochdruck, Prädiabetes, Typ-2-Diabetes oder Schlafapnoe. Beim Fettblocker Orlistat liegt die Grenze bei einem BMI von 30 oder bei 28 mit Risikofaktoren.

Nicht angewendet werden dürfen die Mittel in Schwangerschaft und Stillzeit. Auch Ozempic ist übrigens keine Abnehmspritze im engeren Sinn: Es ist für Typ-2-Diabetes zugelassen, nicht zur Gewichtsreduktion.

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So läuft die Bestellung bei DrAnsay

Der Bestell-Ablauf ist in vier Schritten aufgebaut:

Zuerst wählst du das gewünschte Medikament aus.

Dann füllst du einen medizinischen Fragebogen aus, den laut Anbieter nur die zuständige Ärztin oder der zuständige Arzt einsehen kann.

Danach bestätigst du Lieferung und Zahlung.

Zum Schluss kommt das Medikament per Lieferung zu dir oder kann abgeholt werden. Für das Online-Rezept fallen 19 Euro an, das Medikament kommt on top.

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Wichtig zu wissen: Laut DrAnsay werden Medikamente zur Gewichtsreduktion seit April 2026 von einer Apotheke in den Niederlanden (Stadsapotheek BV in Venlo) ausgegeben. Ob du ein Rezept bekommst, entscheidet die ärztliche Prüfung. Einen Anspruch darauf gibt es nicht.

Fünf Präparate im Überblick

Im Bereich Gewichtsreduktion sind fünf verschreibungspflichtige Präparate gelistet. Sie unterscheiden sich im Wirkstoff und in der Anwendung, aber auch im Preis. Als Orientierung: Das günstigste Einstiegspräparat in Kapselform ist Orlistat ab 98 Euro. Abnehmspritzen wie Wegovy starten ab rund 172 Euro, Saxenda ab 292 Euro, jeweils zuzüglich 19 Euro für das Online-Rezept. Die Preise steigen mit der Dosis.

Wegovy FlexTouch

  1. Wirkstoff: Semaglutid
  2. Anwendung: einmal pro Woche zur gleichen Tageszeit, zum Beispiel am Bauch oder Oberschenkel

Wegovy Tabletten

Die Tablette enthält denselben Wirkstoff wie die Spritze und ist seit Juli 2026 in der EU zugelassen.

  1. Wirkstoff: Semaglutid
  2. Anwendung: einmal täglich als Tablette. Die Dosis wird laut Anbieter schrittweise über mehrere Monate gesteigert. Die EU-Zulassung gibt es seit Juli 2026.

Mounjaro KwikPen

Der Wirkstoff ahmt zwei körpereigene Hormone nach, GLP-1 und GIP.

  1. Wirkstoff: Tirzepatid
  2. Anwendung: einmal pro Woche
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Saxenda

Saxenda ist die älteste der Spritzen. Die Behandlung sollte laut Fachinformation beendet werden, wenn nach zwölf Wochen mit der Höchstdosis nicht mindestens 5 Prozent des Ausgangsgewichts verloren wurden.

  1. Wirkstoff: Liraglutid
  2. Anwendung: einmal täglich, möglichst zur gleichen Uhrzeit

Orlistat 1 A Pharma

Orlistat ist eine Variante ohne Spritze. Die Kapsel blockiert einen Teil der Fettverdauung im Darm, sodass rund 30 Prozent des Nahrungsfetts unverdaut ausgeschieden werden. Die Wirkung setzt laut Fachinformation innerhalb von 24 bis 48 Stunden ein.

  1. Wirkstoff: Orlistat
  2. Anwendung: eine Kapsel zu jeder der drei Hauptmahlzeiten, höchstens drei Kapseln pro Tag
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Was Studien tatsächlich zeigen

Die Studien zu den Wirkstoffen unterscheiden sich in Dauer, Dosis und Auswahl der Teilnehmenden. Die Zahlen lassen sich deshalb nicht direkt miteinander vergleichen. Alle Werte sind Durchschnittswerte aus Studien, in denen alle Teilnehmenden zusätzlich Ernährungs- und Bewegungsangebote bekamen. Dein Ergebnis kann deutlich abweichen.

  1. Mounjaro: In der Studie SURMOUNT-1 mit 2.539 Erwachsenen ohne Diabetes verloren die Teilnehmenden mit der höchsten Dosis nach 72 Wochen im Schnitt 20,9 Prozent ihres Gewichts. In der Placebogruppe waren es 3,1 Prozent.
  2. Wegovy-Spritze: In der Studie STEP 5 waren es nach 104 Wochen im Schnitt 15,2 Prozent, gegenüber 2,6 Prozent unter Placebo. Etwa jeder Dritte (36 Prozent) kam auf mindestens 20 Prozent.
  3. Wegovy-Tabletten: In der Zulassungsstudie OASIS 4 lag der Durchschnitt nach 64 Wochen bei 13,6 Prozent, gegenüber 2,2 Prozent unter Placebo. Wer die Tabletten wie vorgesehen einnahm, kam auf 16,6 Prozent.
  4. Saxenda: In der Zulassungsstudie sank das Gewicht nach 56 Wochen im Schnitt um etwa 8 Prozent, bei Placebo um 2,6 Prozent. Rund 63 Prozent erreichten mindestens 5 Prozent Gewichtsverlust.
  5. Orlistat: Laut Fachinformation erreichten nach zwölf Wochen 37 von 100 Behandelten mindestens 5 Prozent Gewichtsverlust. In der Vergleichsgruppe waren es 19 von 100.
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In einer Studie, die beide Wirkstoffe direkt verglich (SURMOUNT-5, 751 Teilnehmende), verloren die Teilnehmenden mit Tirzepatid (Mounjaro) im Schnitt 20,2 Prozent, mit Semaglutid (Wegovy) 13,7 Prozent. Die Studie wurde vom Mounjaro-Hersteller Eli Lilly finanziert. Eine Empfehlung für ein bestimmtes Mittel ist das nicht. Welches Medikament passt, ist eine ärztliche Entscheidung.

Ist DrAnsay legal?

Die Frage ist berechtigt, schließlich geht es um Rezepte ohne Praxisbesuch. Kurz gesagt: Ja. Telemedizinische Angebote sind in Deutschland grundsätzlich zulässig, und DrAnsay ist weiterhin in Betrieb. Ein Rezept gibt es nur, wenn zugelassene Ärztinnen und Ärzte die Angaben aus dem Fragebogen geprüft haben. Das Medikament selbst kommt aus einer Apotheke. Wer ein ärztlich ausgestelltes Rezept einlöst, bewegt sich damit nach aktuellem Stand im legalen Rahmen.

Zur Einordnung gehört aber auch: DrAnsay war in Gerichtsverfahren verwickelt, die sich vor allem um Werbung und die Zusammenarbeit mit Apotheken im Cannabis-Bereich drehten. Dazu gehören eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg und ein noch nicht rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Düsseldorf. Gegen Patientinnen und Patienten richten sich diese Verfahren nicht. Ob eine Fernbehandlung bei Adipositas allein per Fragebogen den fachlichen Standards entspricht, war zudem bei anderen Online-Anbietern Streitthema vor Gericht. Die Rechtslage ist also in Bewegung, deshalb lohnt es sich, die Angaben des Anbieters genau zu lesen.

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Was kostet das, und zahlt die Krankenkasse?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Abnehmspritzen bislang nicht. Medikamente zur Gewichtsregulierung gelten laut § 34 SGB V als sogenannte Lifestyle-Arzneimittel und sind von der Erstattung ausgeschlossen. Das gilt auch bei Adipositas. Eine Ausnahme besteht bei Typ-2-Diabetes, aber nur für die Diabetes-Behandlung. Beim Abnehmen zahlst du in der Regel selbst.

Bei DrAnsay liegen die Einstiegspreise laut Anbieter je nach Präparat zwischen rund 98 und 292 Euro, dazu kommen 19 Euro für das Online-Rezept. Die Behandlung läuft über Monate, und die Dosis wird meist schrittweise erhöht. Höhere Dosierungen sind teurer. Für die höchste Dosierung der Wegovy-Tabletten nennt ein anderer Anbieter zum Beispiel rund 278 Euro pro Monat. Du solltest deshalb im Bestellprozess genau prüfen, welche Dosis und welche Packung du wählst und was im Preis enthalten ist.

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Das solltest du vor der Bestellung beachten

  1. Nebenwirkungen: Häufig sind laut DrAnsay Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung, meist vorübergehend. Bei Orlistat sind ölige Stühle und Durchfall typisch, besonders nach fettreichen Mahlzeiten. Außerdem kann es die Aufnahme fettlöslicher Vitamine verringern. In seltenen Fällen kann es zu ernsteren Reaktionen kommen.
  2. Ehrliche Angaben im Fragebogen: Die Ärztin oder der Arzt kann nur auf Basis deiner Angaben entscheiden. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder bestehende Erkrankungen sollten unbedingt angegeben werden.
  3. Nach dem Absetzen: Studien zeigen, dass das Gewicht nach dem Ende der Behandlung teilweise zurückkommt. Eine Abnehmspritze ist deshalb eher ein langfristiges Thema als eine Kur.
  4. Werbeversprechen prüfen: Aussagen wie „bis zu 20 Prozent" beschreiben Bestwerte aus Studien, keine Garantie.

Wer unsicher ist, ob eine Abnehmspritze infrage kommt, sollte vor der Bestellung das Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt suchen. Für alle, die sich für eine Online-Behandlung entscheiden, ist der Weg über DrAnsay eine Option mit Preisen und Ablauf, die vorab einsehbar sind.

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Kurz erklärt: Das ist DrAnsay

DrAnsay.de ist eine Telemedizin-Plattform, die 2018 von Dr. jur. Can Ansay gegründet wurde. Sie vermittelt Online-Rezepte über ein Netzwerk aus Ärztinnen und Ärzten und nach eigenen Angaben mehr als 500 Apotheken. Das Angebot reicht von Folgerezepten über Allgemeinmedizin, Frauen- und Männergesundheit bis zu Cannabis-, Potenzmittel- und Abnehmspritzen-Rezepten. Nach eigener Darstellung nutzen mehr als eine Million Patientinnen und Patienten die Plattform. Alle Angaben stammen von DrAnsay selbst.