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Schluss mit Ozean-DuftMänner-Deos riechen jetzt nach Schokolade und Marshmallow

Möchten Jungs jetzt zum Anbeißen riechen?

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Die Achsel muss safe sein: Ein Mann sprüht Deodorant auf seine Achselhöhle. (Symbolbild)

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Männer-Deos riechen jetzt wie Süßigkeiten. Was soll das?

Vergesst Ozeanfrische, jetzt kommt der Kalorien-Duft! Die Regale für Männerpflege riechen immer mehr nach Kuchen und Co. Wir klären auf, was hinter dieser verrückten Entwicklung steckt.

Wer gerade auf der Düsseldorfer Kö durch einen Drogeriemarkt schlendert, reibt sich verwundert die Augen. In der Abteilung für Herrenpflege finden sich Geruchsvarianten wie „Dark Chocolate“, „Coconut und Vanilla“ oder die brandneue Sorte „Marshmallow Smoke“. Statt auf herbe Frische setzen Hersteller wie Axe, Bruno Banani oder Balea Men voll auf zuckrige Aromen.

Der Hype um „Gourmand-Düfte“

Ältere Semester sind da ratlos: Was ist aus den legendären Düften wie „Cool Water“ geworden, die nach Ozean und Ferne rochen? Jüngere Leute können die ganze Aufregung jedoch nicht verstehen.

Wieso sollten Deos oder Duschgels nicht nach Schokolade, Vanille oder gar Cookies riechen? Und warum muss bei Gerüchen überhaupt so penibel zwischen männlich und weiblich getrennt werden?

Der wohl bizarrste Duft kommt aktuell von Axe: „Marshmallow Smoke“, eine Sonderedition, die zur Fußball-WM in Nordamerika herauskam. Nils Trott, der bei Axe als Brand Manager arbeitet, sagt dazu, man reagiere damit auf „den Trend zu sogenannten Gourmand-Düften“. Das Aroma verbindet süßliche Noten mit einer rauchigen Komponente – ein klarer Verweis auf das in den USA populäre Grillen von Marshmallows.

„Unsere Erkenntnisse zeigen, dass die Gen-Z Düfte zunehmend als Teil ihres persönlichen Ausdrucks versteht und gezielt nach ungewöhnlichen, sensorisch erlebbaren Kombinationen sucht“, erklärt Trott weiter. Diese Generation Z, also junge Menschen im Alter von circa 15 bis 30, möchte anders sein. Das wirkt sich direkt auf die Ausrichtung von Herstellern wie Axe aus.

Günstig sticht teuer: Axe statt Armani

Laut dem Handelsforschungsinstitut IFH Köln gilt Männerkosmetik als ein Markt mit viel Potenzial. Über soziale Netzwerke wie TikTok und Instagram werden junge Menschen immer zeitiger an das Thema herangeführt. Die großen Profiteure dieser Entwicklung sind insbesondere Drogerien wie dm und Rossmann sowie die Discounter.

Möchten Jungs jetzt zum Anbeißen riechen?

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Wer ganz sicher eine Deo-Aura haben will, sprüht es nicht nur auf die Achseln, auf Haare oder Brust, sondern auch aufs Handgelenk. (Symbolbild)

Die Devise ist klar: Gepflegtes Aussehen ist wichtig, darf aber nicht die Welt kosten. Aus diesem Grund entscheiden sich viele junge Männer eher für das preiswerte Bodyspray von Axe und lassen das kostspielige Parfüm von Armani im Regal stehen.

Echt jetzt? Duften wie ein Eis am Stiel?

Der zuckrige Hype erreicht seinen Höhepunkt mit einem Deodorant-Bodyspray, das „Magnum Gold Caramel Billionaire“ heißt. Kein Witz, das existiert tatsächlich! Der Duft ist eine Kopie des bekannten Eises von Unilever: eine Mischung aus Karamell, Keks und weißer Schokolade. Wer das benutzt, hat wohl eine klare Botschaft: Ich bin zum Anbeißen.

Expertin gibt Entwarnung: „Keine Angst, dass sich Menschen essen“

Besteht nun die Gefahr, auf offener Straße angebissen zu werden? „Wir müssen keine Angst haben, dass sich Menschen nun gegenseitig essen möchten“, gibt die Geruchsexpertin Bettina Pause von der Düsseldorfer Universität Entwarnung. Sie fügt hinzu: „Die Gerüche erhöhen durch die positiven Assoziationen einfach das Wohlgefühl.“

Aromen wie Schokolade, Kokosnuss oder Vanille empfinden fast alle Leute als angenehm, erläutert die Professorin für Biologische Psychologie. Entscheidend ist lediglich, dass der Duft mit einem schönen Erlebnis verknüpft wird.

Aber Achtung: Solche extremen Aromen können auch gewaltig stören. „Starke Gerüche können bei Menschen, die hochsensitiv dafür sind, einen sehr unangenehmen Eindruck machen“, mahnt Pause. Die Wahrnehmung von Gerüchen ist bei jedem individuell, da die Anzahl der Geruchsrezeptoren variiert.

Hinzu kommen kulturelle Eigenheiten. „Bei uns ist Rosenduft mit Romantik assoziiert, im Iran ist die Rose ein Standard-Gewürz fürs Essen und wird viel neutraler wahrgenommen“, führt die Spezialistin aus. Was ein Duft bedeutet, ist demnach gelernt und nicht von Geburt an festgelegt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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