McDonald's-Skandal Mutter bestellt Burger – sie ist völlig entsetzt, was sie darauf findet

Eine McDonald's-Bestellung sorgt in den USA derzeit für einen Skandal. Unser Foto zeigt ein McDonald's-Menü aus den USA im April 2022.

Eine McDonald's-Bestellung sorgt in den USA derzeit für einen Skandal. Unser Foto zeigt ein McDonald's-Menü aus den USA im April 2022. 

Diese McDonald's-Bestellung sorgt derzeit in den USA für einen Skandal: Eine Mutter hat mit ihren Kindern einen Fischburger bestellt – und kann kaum glauben, was sie zwischen den Brötchenhälften noch findet. Sie geht nun rechtlich gegen den Konzern vor. 

Eigentlich wollte Ghadir Alahmar zusammen mit ihren Kindern nur ein schnelles Essen bei McDonald's – stattdessen sieht sie sich einer Schikane ausgesetzt. In einer Filiale in den USA in Chicopee, rund 130 Kilometer westlich von Boston, hatte sie einen McFish bestellt, also einen Fischburger. 

Doch was sie zwischen den Brötchenhälften zusätzlich fand, ließ der Muslima die Kinnlade herunterklappen. Die Familie macht dem Fast-Food-Konzern nun schwere Vorwürfe, auch eine Bürgerrechtsorganisation hat sich eingeschaltet. Der Fall soll nun vor Gericht gehen. 

Ghadir Alahmar hat auf ihrem McFish nämlich auch Speck gefunden. Sie beschuldigt die Angestellten der McDonald's-Filiale nun, den gebratenen Speck absichtlich auf den Burger gelegt zu haben. Die Muslima fühlt sich religiös diskriminiert und will nun rechtlich gegen McDonald's vorgehen.

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Wie „USA Today“ berichtet, habe die Frau zusammen mit der islamischen Bürgerrechtsorganisation Council on American-Islamic Relations Beschwerde eingereicht. „Es ist allgemein bekannt, dass der Islam Musliminnen und Muslimen den Verzehr von Schweinefleisch verbietet“, heißt es darin. „McDonald’s-Mitarbeiter fügten dem Essen absichtlich Speck hinzu, um sie und ihre kleinen Kinder zu beleidigen, zu demütigen und in Bedrängnis zu bringen.“

McDonald's: Haben Mitarbeitende mit Absicht Speck auf Burger gelegt?

Ghadir Alahmar erklärte, mit einem Kopftuch und einer Abaya – einem Überkleid – im vergangenen Sommer in die Filiale gekommen zu sein, zusammen mit ihren siebenjährigen Zwillingssöhnen. Sie habe ein einfaches Fischbrötchen bestellt, ließ eines ihrer Kinder die Bestellung sogar an der Kasse noch einmal wiederholen. 

Die Familie habe dann die Bestellung erhalten, inklusive Pommes und Keksen, und hätten das Restaurant verlassen, um zu einem nahegelegenen Schulhof zu gehen. Dort wollten sie die Mahlzeit verspeisen, als einer der Söhne plötzlich den Speck bemerkte. Alahmars Ehemann sei später in den Laden zurückgegangen und erhielt den Kaufpreis zurück.

McDonald's: Heftige Vorwürfe - „hat uns wirklich wehgetan!“

„McDonald's hat meinen Kindern und mir das Gefühl gegeben, unerwünscht und wertlos zu sein, indem es ein Fischbrötchen absichtlich mit Speck vollgestopft hat, aus keinem anderen Grund, als uns für unseren Glauben und unsere religiösen Überzeugungen zu bestrafen“, heißt es in der Erklärung der Frau. „Das hat uns wirklich wehgetan. Meine Kinder fragen sich jetzt, ob sie in ihrem eigenen Land willkommen sind. Sie fragen mich: ‚Hassen sie uns?‘ Wie soll eine Mutter diese Frage beantworten?“

Bislang hat McDonald's nicht auf die Vorwürfe reagiert, Anfragen mehrerer US-Medien blieben unbeantwortet. 

Die Beschwerde sei der erste Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Geltendmachung von Schadensersatz, erklärte die Anwältin der Bürgerrechtsorganisation, Barbara Dougan. Sie hofft auch, dass McDonald's dadurch veranlasst werde, die Mitarbeiter besser zu schulen, um einen ähnlichen Vorfall in Zukunft zu verhindern. (mg)

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