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Kaviar-FalleExperte aus NRW packt aus – So erkennen Sie Betrüger

Schrenckii-Kaviar vom Amur-Stör bei «Imperial Caviar» in Berlin

Copyright: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Bei hybriden Kaviarsorten wie dem Imperial Kaviar versucht man durch Kreuzung die positiven Eigenschaften von zwei Störarten in einem Kaviar zu vereinen.

Es ist der pure Luxus auf dem Löffel, doch Vorsicht: Der Kauf kann zur teuren Enttäuschung werden. Ein Feinkost-Profi aus Meerbusch warnt vor dreisten Händlern und verrät die Tricks, mit denen Sie echten Kaviar von Abzocke unterscheiden.

Woran Sie seriöse Händler sofort erkennen

Für Ralf Bos, Koch und Chef eines Delikatessen-Handels aus Meerbusch, ist Kaviar „das exklusivste Lebensmittel der Welt“. Doch genau da lauern Gefahren, wie die dpa berichtet. Ein vertrauenswürdiger Verkäufer muss laut Bos immer vier entscheidende Informationen liefern: Herkunft, Sorte, den Preis pro Dose und den Kilopreis. Seine Warnung ist unmissverständlich: „Wenn eine dieser vier Daten auf der Homepage oder vor Ort nicht erkennbar ist, Finger weg“. Er wird noch deutlicher: „Entweder ist der Lieferant ein Strolch oder er hat keine Ahnung, was er tut.“ Beides sei gleich katastrophal. Weitere Alarmglocken sollten schrillen, wenn ein Anbieter keine Telefonnummer hat oder am Telefon niemand sitzt, der Fachfragen beantworten kann.

Der Preis-Check: Was guter Kaviar kosten darf

Auch der Preis ist ein klares Indiz. „Er sollte sich nicht allzu weit von einem Euro pro Gramm entfernen, wenn es sich etwa um den Sibirischen Stör handelt. Osietra sollte nicht viel teurer als 1,50 Euro pro Gramm sein“, erklärt Bos. Seine Faustregel: „Alles, was viel darüber liegt, ist Abzocke, alles, was viel darunter liegt, lässt sich kaufmännisch aufgrund der Herstellungskosten nicht darstellen“.

Der Spiegel-Test: So sieht frischer Kaviar aus

Ein Profi erkennt Top-Qualität am sogenannten „Spiegel“. Was ist das? „Den sieht man, wenn man die Kaviardose öffnet und die Oberfläche gegen das Licht hält. Mann muss eine glatte Oberfläche aus tausenden kleinen Kugeln sehen können, und diese müssen glänzen wie kleine Edelsteine.“ Das ist für Bos das Zeichen für Frische und Güte. Das Gegenteil ist eine breiige Masse, die an Marmelade erinnert. Der Rat des Experten ist hier eindeutig: „Wenn Kaviar so aussieht, sollte man ihn gar nicht erst probieren“.

Das sind die beliebtesten Kaviar-Sorten

Lange Zeit dominierte der Sibirische Stör (Acipenser Baerii) aus Aquakultur den Markt. Seine Vorteile: Er ist mit etwa einem Meter Länge handlich, wird mit 6 bis 9 Jahren schnell geschlechtsreif und liefert die von Gourmets geliebten großperligen Rogen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. „Zurzeit läuft ihm aber der Osierta den Rang ab“, sagt Ralf Bos. Dieser Stör sei zwar anspruchsvoller in der Zucht, aber sein Produkt sei überlegen: „Sein Kaviar ist ein Allrounder und gilt unter Gourmets als der Schmackhafteste aller Sorten“.

Auf dem Vormarsch sind auch Hybrid-Sorten, die das Beste aus zwei Welten vereinen sollen. „Das berühmteste Beispiel ist die Kreuzung aus Kaluga und dem Amur-Stör“, so Bos. Das Ergebnis, der „Imperial Kaviar“, hat „die Großperligkeit des Kaluga- und die Würze des Amur-Stör-Kaviars.“ Diese Kombination sei so erfolgreich, dass die Entwicklerfirma zum Weltmarktführer aufstieg. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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