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Preis-Schock zu OsternViele Deutsche wollen bei Osterartikeln weniger ausgeben

Ostern

Copyright: Hendrik Schmidt/dpa

Schoko-Osterhasen sind ein beliebtes Geschenk zum Osterfest. (Archivbild)

Die Kauflaune ist im Keller, viele Deutsche halten ihr Geld zusammen. Das hat drastische Folgen.

Die Stimmung vor dem Osterfest ist gedrückt: Viele Menschen in Deutschland wollen oder müssen bei den diesjährigen Einkäufen sparen. Das untermauert eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov: Satte 40 Prozent planen, in Supermärkten und Discountern weniger für Osterartikel auszugeben als im Vorjahr.

Demgegenüber möchten 52 Prozent ihr Budget beibehalten, und nur magere 6 Prozent planen mit höheren Ausgaben. Wie die dpa berichtet, zeigen sich laut YouGov vor allem Frauen zurückhaltend. Fast die Hälfte (46 Prozent) will weniger Geld ausgeben, bei den Männern liegt dieser Wert bei 34 Prozent.

Doch was sind die Ursachen für diese Spar-Welle? YouGov-Marktforscherin Silvia Rothmann-Falk nennt dafür mehrere Faktoren. „Wir stellen aktuell fest, dass das Ostergeschäft im Lebensmitteleinzelhandel stark von Preisbewusstsein geprägt ist“, erklärt die Expertin. Neben den erhöhten Preisen sei auch ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein in Familien ein Grund, warum Verbraucher selektiver einkaufen oder ganz verzichten. Für die Umfrage wurden über 2.000 Personen ab 18 Jahren interviewt.

Schoko-Hasen teurer, jeder Vierte schenkt gar nichts

Trotzdem bleiben laut der Erhebung Schokoladen-Osterhasen die beliebtesten Geschenke (37 Prozent). Dahinter folgen Geld und Gutscheine (11 Prozent) sowie Pralinen (8 Prozent). Doch hier kommt die Überraschung: Ganze 28 Prozent geben an, überhaupt keine Ostergeschenke zu kaufen. Von denjenigen, die Präsente einplanen, gibt jeder Zweite einen Betrag unter 25 Euro aus. Bei 38 Prozent liegt das Budget im Bereich von 25 bis 100 Euro, und nur 8 Prozent geben mehr aus.

Die Preise für die Schoko-Hasen in den Läden sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen und in diesem Frühjahr erneut. Eine Auswertung der Vergleichsapp Smhaggle im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigt: Artikel von bekannten Marken wie Lindt und Milka kosten aktuell 7 bis 29 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Bereits im Vorjahr hatte es eine Verteuerung bei den Schokohasen gegeben.

Einzelhandel erwartet Milliarden-Minus

Für den Einzelhandel sind das düstere Prognosen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für das diesjährige Ostergeschäft ein Umsatzminus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der HDE kalkuliert mit Erlösen von nur etwa 2,1 Milliarden Euro. Diese Prognose stützt sich auf eine repräsentative Umfrage unter 500 Verbraucherinnen und Verbrauchern, die vom Kölner Handelsforschungsinstitut IFH durchgeführt wurde. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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