Nur einer hat Note „gut“ Dieser Paket-Dienst wird von Stiftung Warendienst empfohlen – der Rest enttäuscht

Weihnachten steht vor der Tür und das heißt auch: Es ist Hochsaison für Paketdienste. Abertausende Geschenke werden von A nach B geschickt, unzählige Bestellungen in den Online-Shops getätigt. Aber welcher Dienst ist der beste? Wo werden Botinnen und Boten besonders gut behandelt? Die Stiftung Warentest hat ein klares Ergebnis.

Vor Weihnachten boomt das Geschäft mit den Päckchen, Paketen und Briefen: Vor allem der Online-Handel sorgt dafür, dass immer mehr Waren verschickt werden: Allein 2021 wuchs die Zahl der Sendungen stark und erreichte rund 4,5 Milliarden, wie der Bundesverband Paket und Expresslogistik mitteilte. Das waren 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 785 Millionen Sendungen waren es nur im Weihnachtsgeschäft. Tendenz: steigend.

Das heißt auch: Paketdienste haben jetzt alle Hände voll zu tun. Stiftung Warentest hat die Services der einzelnen Paketdienste in Deutschland genauer unter die Lupe genommen – und nicht nur die Qualität ihrer Arbeit, sondern auch die Arbeitsbedingungen betrachtet. Dabei wird ganz klar ein Dienst empfohlen. 

DHL, DPD, Hermes, GLS, UPS: Nur ein Paketdienst überzeugt

DHL, DPD, Hermes, GLS, UPS – das sind die großen Player in Deutschland, wenn es um das Verschicken von Ware geht. Stiftung Warentest hat jeden der fünf Dienste analysiert – und am Ende einen deutlichen Testsieger ermittelt.

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Jeder der Anbieter musste für den Test zehn Pakete mit zerbrechlichem Inhalt transportieren, darunter waren Geschirr, Vasen, Bilderrahmen. Bevor die Gegenstände auf die Reise gingen, wurden sie noch einem Falltest unterzogen aus 81 Zentimetern Höhe – allesamt haben den Sturz überstanden.

Am Ende hat sich DHL beim Zustellen dieser Pakete deutlich von der Konkurrenz abgesetzt: Als einziger bekam der Dienst das Qualitätsurteil „gut“ (2,2).

Stiftung Warentest: Nur DHL erlangt Qualitätsurteil „gut“

Vor allen Dingen bei diesen Punkten zeigte sich Stiftung Warentest bei DHL am Ende überzeugt:

  • Dichtes Netz an Filialen und Angestellten
  • Möglichkeit, die Pakete nicht nur online, sondern auch in der Filiale zu frankieren
  • Engagement für den Umweltschutz

Die klaren Verlierer bei Stiftung Warentest sind GLS und UPS, hier kamen gleich drei Sendungen mit Schäden an – zwei bei GLS, eine bei UPS. Beide Dienste bekamen am Ende nur das Qualitätsurteil „ausreichend“ – GLS erreichte die Note 3,6, UPS nur die Note 3,7. Letzterer meldete gleich in vier Fällen technische Probleme bei der Umleitung von Paketen. 

Auch die soziale und ökologische Unternehmensverantwortung wurde bei den Diensten von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen, die sogenannte Corporate Social Responsibility, kurz CSR. Dafür wurden mit jedem Anbieter zusätzlich zwei Pakete durch Deutschland verschickt und die Firmen gebeten, Transportwege offenzulegen und über Arbeitsbedingungen und Umweltschutz entlang der Lieferkette Auskunft zu geben. Die Angaben wiederum wurden dann überprüft. 

DHL: Auch beim Thema Umweltschutz und Verantwortung vorn

Dienste gingen in der Vergangenheit dazu über, aufgrund der Masse an Paketen auf Subunternehmen zurückzugreifen, gerade dort aber kam es immer wieder zu Schwarzgeldzahlungen und Betrugsfällen – auf Kosten der Botinnen und Boten. Seit 2019 soll das Paketboten-Schutz-Gesetz Abhilfe schaffen – die Branche habe sich laut Stiftung Warentest wegen des Gesetzes durchaus zum Besseren entwickelt.

Im Test wird ausdrücklich positiv hervorgehoben, dass DHL fast ausschließlich mit eigenen Mitarbeitenden arbeite und bessere Löhne zahle als die Konkurrenz. Damit biete DHL die besten Arbeitsbedingungen. Auch beim Thema Umweltschutz liegt der Dienst vorn, hier werden laut Stiftung Warentest mehr klimafreundliche Maßnahmen ergriffen als woanders: Die Hälfte der Fahrzeugflotte fahre bereits elektrisch. 

Auch bei DPD, GLS, Hermes und UPS war Stiftung Warentest von ökologischen und sozialen Strategien überzeugt. Doch die Subunternehmen dieser Dienste verzichteten eben oft auf diese. Vor allem DPD, GLS und Hermes arbeiteten demnach überwiegend mit Subunternehmen. (mg)

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